Neuer Markt für Chia erschlossen

Asunción: Paraguay hat den Export einer ersten Lieferung von neun Containern mit Chia nach Australien im Wert von 608.000 US-Dollar abgeschlossen, berichtete die Botschaft in diesem Land.

Nach einem Treffen mit dem Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und Handel (DFAT) und dem Ministerium für Landwirtschaft, Wasser und Umwelt (DAFF) wurde die Genehmigung für die oben genannte Fracht erhalten, Chia nach Australien zu exportieren.

Die vorgenannte Genehmigung gilt für 6 Monate, wodurch zukünftige Lieferungen unter den gleichen Bedingungen durchgeführt werden können.

Ebenso wird die paraguayische Botschaft in Canberra weiterhin die entsprechenden Schritte bei den Ministerien DFAT und dem DAFF unternehmen, um dauerhafte Maßnahmen festzulegen, die zukünftige Lieferungen paraguayischer Produkte sicherstellen.

Dieser erste Export von Chia nach Australien ist bedeutend und das Ergebnis der Bemühungen der diplomatischen Vertretungen im Ausland sowie des Außenministeriums in Bezug auf die Handelsförderung. Dabei wird stets ein besonderes Augenmerk auf die Erweiterung und Diversifizierung der Märkte für die nationale Produktion gelegt.

Wochenblatt / ADN Paraguayo

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Europakongress

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2 Kommentare zu “Neuer Markt für Chia erschlossen

  1. Das besagt garnichts.
    Zuerst muß man sehen ob es überhaupt renatabel ist Chia z.B. im Chaco anzupflanzen.
    Ich hab so langsam den Eindruck die Mennoniten können nicht rechnen oder werden von Hinten bis Vorne von ihren Kooperativen verarscht. Die Kooperativen betreiben heute mindestens mit Milch und Landwirtschaft ein Ponzischema mit ihren Bauern. Das ganze wird nur am Laufen gehalten durch immer neue Dummköpfe als Neuzugänge der Basis die dann in einigen Jahren Bankrott gehen werden bzw nur mit Refinanzierungen der Kredite weitermachen.
    Hier die Erträge bei Mais der verschiedenen Länder und Regionen:
    Kanada bekommt zwischen 7000 Kg/ha und 8000 Kg/ha Mais.
    Ukraine bekommt etwa 7440 Kg/ha Mais im Durchschnitt.
    Deutschland bekommt etwa 10340 Kg/ha Mais im Durchschnitt.
    Ost Paraguay bekommt zwischen 6000 Kg/ha und 8000 Kg/ha Mais im Durchschnitt.
    West Paraguay, der Chaco, bekommt rund 780 Kg/ha Mais im Durchschnitt (letzte Saison).
    Der Deutsche Bauer bekommt rund 500 Gs/Kg für den Mais und der Bauer im Chaco bekommt 1500 Gs/Kg Mais. Um aber die Kosten decken zu können müßte der Bauer im Chaco rund 3300 Gs/Kg Mais bekommen (das sind rund 0.5 US$/Kg). Oder der Bauer im Chaco muß mindesten 1700 Kg/ha Mais bekommen bei dem Preis von 1500 Gs/Kg wenn er die Kosten decken will, ohne jeglichen Gewinn, also eine roten Null schreiben will.
    Zuerst muß man sehen wie viel man vom Hektar im Chaco bekommt, das dann mit dem Ertrag der Ukraine, Kanada, Deutschland und Ost Paraguay vergleichen um zu sehen ob man überhaupt die Kosten decken kann bei dem internationalen Preis.
    Das Problem ist daß der internationale Preis auf das Produktionsniveau der High Yield Zonen der Welt (der Hochertragszonen der Welt) angepaßt ist und nicht auf das Produktionsniveau des Chaco.
    https://www.researchgate.net/publication/308919017_Growth_and_yield_of_chia_Salvia_hispanica_L_in_the_Mediterranean_and_desert_climates_of_Chile
    “Studies performed in Argentina yielded from 606 to 1400 kg ha-1 (Lobo et al., 2011). In Paraguay yields of 1600 kg ha-1 were reported (Bochicchio et al., 2015), while in the state of Jalisco, Mexico, the main productive zone of chia in this country, mean yields of 1200 kg ha-1 were obtained.”
    Sagen wir mal im Chaco gäbe es einen Ertrag von rund 600 Kg/ha vom Chia (wie in Argentinien). Ich meine mich zu entsinnen daß das auch etwa so war im Chaco. Wenn du 600 Kg/ha bekamst warst du schon ein gemachter Mann.
    https://www.chelmerfoods.com/news/chia-seed-market-update-august-2021/
    “Derzeit ist die Lage in Paraguay in Bezug auf die neue Ernte sehr instabil. Frostige Witterungsbedingungen haben bis zu 60-80 % der Gesamtproduktion beeinträchtigt, was nicht nur die Preise, sondern auch die Produktverfügbarkeit in die Höhe treibt und den Kampf um die Deckung der Nachfrage verschärft.

    Jedes Jahr wird damit gerechnet, dass Frost die Chia-Ernte beeinträchtigt, und die Preisentwicklung der vergangenen Jahre zeigt dies. Die Preise haben sich nun aufgrund des begrenzten Angebots verdoppelt, und die Landwirte haben die meisten, wenn nicht sogar 100 % ihrer Ernten verloren.

    Dies wiederum wirkt sich auf die Preise für Chia-Samen aus allen Herkunftsländern aus und erhöht die Frachtraten.

    Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)”
    “Chia Seed
    SEMILLA DE CHIA
    Corrientes (Corrientes)
    LAST REPORTED PRICE
    USD ≈ 1.37 / kg
    REPORT DATE
    Apr 1, 2022”
    Also angeblich soll man einen Preis von 1.37 US$/Kg (9590 Gs/Kg) bekommen. Ich nehm an das ist der Preis den der Bauer bekommt. Ja das dürfte der Preis sein den der Bauer bekommt denn früher war der auch schon bei 7000 Gs/Kg nur wurde man da gehörig vom mennonitischen Großhändler in Filadelfia angeschissen und übers Ohr gehauen.
    Die Gesamtkosten pro Hektar dürften in etwa dieselben sein wie beim Mais also rund 2.500.000 Gs/ha.
    Bei einer Ernte von 600 Kg/ha und einem Preis von sagen wir mal 7000 Gs/Kg (1 US$) hat man dann Einnahmen von 4.200.000 Gs/ha. Das ist eines der Produkte die sich lohnen. Bei Mais hat man im Chaco ein Einkommen von rund 1.170.000 Gs/ha und Ausgaben von rund 2.500.000 Gs/ha. Dieses sind alles extrapolierte Daten jetzt schnell zusammengesucht aus dem Internet. Aber es dürfte so mehr oder weniger stimmen und das große Ganze treffen.
    Mais werden die Herrschaften im Chaco wenigstens nicht anbauen bei einem Preis von 1.500 Gs/Kg den man bekommt wo der “break even” Preis bei 3.300 Gs/Kg liegt. Selbst bei einem Maispreis von 3.300 Gs/Kg verdient der Bauer noch nichts sondern daß ist eher die rote Null.
    Warum machen viele Leute aus dem Chacoi einen auf Drogen anstatt sich als Maisbauer zu echauffieren?
    Der Maispreis ist “drastisch gestiegen” und liegt in Deutschland jetzt bei:
    “04.03.2022 Die Weizenpreise in Paris übertreffen den Vorwochenwert um 64 Euro pro Tonne, Mais legt um 72,25 Euro pro Tonne zu, Raps verzeichnet ebenfalls ein kräftiges Plus. Die Großhandelspreise für Düngemittel an der deutschen Ostsee blieben trotz verdoppelter Gaspreise stabil zur Vorwoche.”
    Du bekommst in Deutschland also 0.07225 Euro/Kg Mais. Sagen wir mal 1 Euro = 1 US$.
    Der Maispreis im Chaco liegt bei 0.2054 Euro/Kg. In Deutschland bezahlen sie dir 0.07225 Euro/Kg also rund 527 Gs/Kg. Im Chaco ist der Maisanbau nur kostendeckend bei einem Maispreis von 3.300 Gs/Kg also im Chaco muß man einen Maispreis von 0.452 Euro/Kg bekommen um eine rote Null kostendeckend schreiben zu können.
    Sie sehen also daß der Maispreis für das Produktionsniveau des Chaco um 525% zu niedrig ist um überhaupt die Kosten zu decken.
    Es ist also weit rentabler auf Drogen zu machen als sich als Maisbauer in den Bankrott zu wursteln.
    Deshalb machen diese Leute das mit den Drogen.
    Das bedeutet daß wenn heute ein Laib Brot (aus Maiz hypothetischerweise) in Deutschland für sagen wir mal 1.89 Euro kostet für 500 Gramm, dann müßte das Brot jetzt um 525% steigen wenn man den Mais aus dem Chaco bringen wollte und da würde der Bauer aus dem Chaco noch nicht mal Gewinn bei machen. Das Brot kostet daher bei Aldi nun nicht 1.89 Euro/500 Gramm sondern 525% mehr und zwar 9.92 Euro.
    Sie zahlten also rund 20 Euro für 1 Kg Brot (10 Euro für einen Laib Brot von 500 Gramm) wenn Weizen, Roggen oder Mais aus West Paraguay, also dem Chaco kommen sollten. Dabei würde der Bauer noch keine Gewinne machen noch Reparaturen realisieren können. Realistischerweise würden sie etwa 30 Euro für ein Brot von 500 Gramm hinblättern müssen will der Bauer aus dem Chaco auch noch was verdienen oder eben 60 Euro für 1 Kg Brot.
    Das ist die Zukunft die Europa entgegengeht.
    So jetzt wissen sie warum diese Herren nicht im legalen Sektor unterwegs sind sondern lieber einen auf Drogentransport machen.
    Diese meine Prognose wird auch in etwa von Peter Zeihan unterstützt.
    Russia Ukraine & Agriculture at the End of the World | Peter Zeihan – https://www.youtube.com/watch?v=uxaSpdD9nQ0
    Zeihan meint daß Brasilien als Sojaexporteur der Welt ganz wegfallen wird. Rund 55% der Soja der Welt produziert Brasilien (nun gut darin sind auch die Reexporte Paraguays nach Brasilien miteinkalkuliert). Dazu fällt die Ukraine als Mais, Weizen und Sojaexporteur aus (rund 17% der Weltproduktion).
    Damit entfällt weltweit jegliche Schweine und Geflügelhaltung sowie die gesamte europäische Tierhaltung – es entfällt alles was eine Binnentierhaltung ist die auf Mastfutter basiert. Weiden und Grasen lassen das geht und die die das machen bleiben bestehen. Alle die vom Futter abhängen das auf Soya und Mais basiert, alle diese Tierhaltung wird verschwinden. Damit wäre Europa am Ende denn die BRD wird wohl kaum kommen im Chaco den Bauern den Mais subventionieren. Auch die Milchproduktion die vom Futter abhängt wird ganz wegfallen – nur das Weiden und Grasen der Milchkühe wird bestehen bleiben. D.h. es wird praktisch alles auf Heuproduktion übergehen.
    Am Beispiel des Chaco können sie sehr gut absehen was die Stunde geschlagen hat. Ostparaguay ist ja wettbewerbsfähig wegen hohen Niederschlägen.
    In Ost Paraguay erntet man zwischen 6.000 Kg/ha und 8.000 Kg/ha Maiz.
    In Deutschland erntet man durchschnittlich 10.360 Kg Maiz pro Hektar.
    Im Chaco (West Paraguay) erntet man durchschnittlich 780 Kg Maiz pro Hektar.
    Sie sehen also sogar in Ost Paraguay erntet man deutlich weniger Maiz pro Hektar als in Deutschland aber man überspringt noch gut die Rentabilitätsgrenze. Und Ost Paraguay zählt zu den Hochproduktionsgebieten der Welt.
    Im Chaco hingegen erreicht man nie die Rentabilitätsgrenze – nicht mal in den besten Jahren.
    In der Ukraine erreicht man z.B. eine Maisernte von 7.440 Kg pro Hektar. Das ist in etwa gleich mit Ost Paraguay.
    https://www.agrarheute.com/markt/marktfruechte/ukraine-reichlich-billiger-mais-fuer-europa-549868
    Zeihan sieht die ganze Tiermast zusammenbrechen weltweit denn Brasilien soll angeblich bald als Soyaproduzent ausfallen die 55% der Soya der Welt produzieren und die Ukraine ist schon mit ihren 17% der Maisproduktion ausgefallen. Damit gibt es kein Futter mehr für Stalltiere – nur noch die Weidetierhaltung wird funktionieren. Damit sinkt auch drastisch die gesamte Milchwirtschaft weil die stark vom Kraftfutter abhängen. Deshalb wird das Fleisch bald exponentiell teuer werden denn Europa, China und Kanada fallen mit der Tierhaltung für Fleisch und Milch aus.

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