Itaipú: “Fluch der Ressourcen vermeiden“

Hernandarias: 2023 ist für Paraguay ein entscheidendes Jahr in Bezug auf die Neuverhandlungen mit Brasilien beim binationalen Wasserkraftwerk Itaipú. Ein “Fluch der Ressourcen“ soll dabei unbedingt vermieden werden.

Laut dem Bericht, den die Forscher diese Woche vorgelegt haben, wird Paraguay mit den Mitteln, die die Revision von Anhang C des Vertrags von Itaipú mit sich bringen wird, in der Lage sein, seine Entwicklung zu finanzieren und den “Fluch der Ressourcen“ zu vermeiden.

Die paradoxe und kontroverse Situation, in der ein Staat mit reichlich natürlichen Ressourcen ein niedriges Wirtschaftswachstum pro Kopf, ein hohes Maß an Einkommensungleichheit, ein niedriges Maß an Demokratie und ein hohes Maß an Konflikten über seine Ressourcen aufweist, wird als “Fluch der Ressourcen“ in der wissenschaftlichen Literatur bezeichnet.

Dies spiegelt sich auch in dem Bericht der Arbeitsgruppe wider, den Fachleute aus dem Verband für Energiesysteme (GISE) der Polytechnischen Fakultät der Nationalen Universität von Asuncion erstellten.

Dabei erforschten sie die Analogie zu dem, was geschieht, zum Beispiel mit Ländern, die über Erdöl verfügen in Bezug auf Paraguay mit seiner Fülle an elektrischer Energie.

Die Forscher betonten in ihrem Bericht jedoch, dass Paraguay im Jahr 2023, dem Jahr der Revision von Anhang C des Vertrags von Itaipú, Beispiele wie die aus Norwegen, dessen Ölprofite heute ein Viertel des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ausmachen, nachahmen könne.

Laut der GISE könnten durch eine Entwicklung des Industriesektors in Paraguay rund zwei Millionen neue Arbeitsplätze entstehen und sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) vervierfachen.

Wochenblatt / ABC Color

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