Jetzt sollten Köpfe rollen

Arroyos y Esteros: Jamie Orr ist einfach nur ein leidenschaftlicher Rallyefahrer und hatte niemals die Absicht anderen Probleme zu verursachen. Dennoch tat er es und nun kommt die ganze Wahrheit ans Licht.

Da den Artikeln zu Jamie Orr und seiner Bestechungsgeldzahlung nicht nur im Wochenblatt große Aufmerksamkeit geschenkt wurde, wollen wir Ihnen den vermutlichen (vor)letzten Teil auch nicht vorenthalten.

Der US-Amerikaner Jamie Orr, der am 6. Dezember einfach nur auf der Durchreise war, wurde auf Höhe von km 73 im Stadtgebiet von Arroyos y Esteros mit einem Bußgeld wegen unerlaubten Überholens von 900 US-Dollar konfrontiert. Das Ausweichangebot vom Uniformierten war jedoch 50 US-Dollar ohne Quittung und freie Fahrt. Als er dies in einer Instagram Story mitteilte, wo ihm mehr als 80.000 Menschen folgen, wurde es von den Medien aufgegriffen. Zuerst stritt man ab, ihn kontrolliert zu haben, dann tauchte auf wundersame Weise das Ticket auf, wo eine Strafe von 1.100.000 Guaranies (rund 160 US-Dollar) verzeichnet war und nun beweist Jamie Orr, dass dies erst im Nachhinein fabriziert wurde.

Orr wurde am Morgen des 6. Dezember um 07:03 Uhr auf der Ruta 3 gestoppt. Das Ticket der Straßenpatrouille zeigt neben einem falsch geschriebenen Namen jedoch die Uhrzeit 12:12 Uhr an, wo sich Orr und sein Begleiter schon am Cruce Guaraní befanden, wie ein Kassenbeleg vom Tanken um 12:16 Uhr beweist. Zu dem Zeitpunkt war er schon 281 km weit vom Kontrollpunkt entfernt.

Orr’s Dashcam an der Frontscheibe hat den ganzen Vorfall aufgezeichnet, womit die Straßenpatrouille langsam in die Bredouille gerät und Konsequenzen ziehen sollte.

Wochenblatt / Abc Color

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11 Kommentare zu “Jetzt sollten Köpfe rollen

  1. Herrlich, ich lach mich kaputt. Das ist paraguayische Comedy.
    Der nachhinein fabrizierte Strafzettel sollte wohl suggerieren, dass die da alle ihre Pflicht getan haben – diesmal mit der korrekten Strafsumme und nicht 900 Dollar. Dumm, wenn man da Namen falsch schreibt und eine völlig falsche Uhrzeit.
    Es ist unfassbar, was für Stümper da am Werk sind. Und diese armseligen Kreaturen sollen für Strassensicherheit sorgen? Aua,aua,aua.

  2. Jetzt bin ich gespannt, ob Köpfe rollen. Das so gearbeitet wird, weiss ja jeder. Nur scheint die interne Kommunikation und die Öffentlichkeitsarbeit in der Patrulla Caminera wirklich desaströs zu sein – und auch in Paraguay versucht man den Schein zu wahren.

    1. Susanna, dieses System bewährt sich auf der ganzen Welt. Etwas „Mediales Futter“ damit sich ein paar Aufregen können, mehr nicht. Komisch nur das (überall) die meisten Tag für Tag das mitmachen. ZB heute, Mädchen klaut ein Celular. Was für eine Nachricht aber die ersten „Aufreger“ kommen gleich. Die Nachrichten welche im WB landen sind sortiert aus anderer Presse. Die sehr häufige Berichterstattung über HC in den letzten Wochen war merkwürdig, denn von dem Millionendeal der momentan regierenden war (fast) nichts mehr zu hören und lesen. Und nun? Die Wogen sind geglättet, das „Tagesgeschäft“ zieht alle wieder in den Normalmodus. Das zwei Familien nicht mehr in die Staaten reisen dürfen, war erst mal der letzte „Knochen“ welcher den Hündchen gegeben wurde!

    1. WAS ist ein „Paraguayversteher?“ weil er nicht bei jedem Schei..20 mal schreibt, alle Py klauen, Diebe, Mörder? Ich verstehe den Standpunkt. Vielleicht wenn man Familie, Verwandte und FREUNDE hier im Land hat, ist die Meinung durchwachsener.

      1. Wie recht sie damit haben Werner. Nun zeige mir doch in welchem Kommentar ich provoziert habe? Du findest keinen von mir. K……schwätzer wie dich habe ich besonders gerne. Ich bin auch nicht mit allem einverstanden ober den immer wiederkehrenden Meinungen einiger. Nun suche mal ein Kommentar von mir. Dein Kommentar sagt mir, dass du nicht viel zum Artikel schreiben kannst. Sehr blamabel Werner Beinhart

  3. Zum Artikel zu kommen, habe ich bisher angenommen, dass der Herr Jacobsen, Chef der Caminera Luis Christ Jacobs, Leiter der Straßenpatrouille, ein ehrlicher Mann sei. Nun wird auch er der Lüge überführt. Wie tief kann ein Land noch sinken. Die Autofahrer sind es mittlerweile gewohnt, abgezockt zu werden. Wie immer blablablabla. Nichts ändert sich die diesem trostlosen Land

    1. @ Charlys Tante, ich dachte Sie erklären endlich mal was für sie ein „Paraguayversteher“ ist. Demnach müssten sie ja ein Nicht-Versteher sein. Normal machen sich Leute kundig wenn sie ich ein anderes Land gehen um es ZU VERSTEHEN, oder? sind das dann böse „Paraguayversteher“? Doch sollten sie ein Py-Nicht-Versteher sein wollen, was wollen sie dann anderen mitteilen? es bringt uns Paraguayer schon sehr durcheinander.

  4. Gerade gelesen, dass beim „Operativo Fin de Año“ zwischen dem 20.12. und dem 1.1 sage und schreibe mehr als 500 Verbrecher in Uniform in ganz Paraguay für die Strassensicherheit sorgen sollen – und das nach der negativen Publicity.
    Also, Freunde, genug Scheinchen bereit halten – oder lieber auf das Reisen verzichten und zu Hause bleiben – oder auf die brechend vollen Busse umsteigen.

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