Jurastudent wegen Vergewaltigung zu sieben Jahren Haft verurteilt

Fernando de la Mora: Ein Jurastudent von der Nationalen Universität in Asunción (UNA) wurde wegen sexueller Nötigung und Vergewaltigung zu sieben Jahren Haft verurteilt. Seine Karriere dürfte wohl beendet sein.

Der Vorfall ereignete sich am 6. Dezember 2014 im Hotel Venus in San Lorenzo. Die drei Richter, Javier Sapena, Victoria Ortiz und Rolando Duarte, folgten dem Antrag des Staatsanwalts Julio Ortiz.

Der verurteilte Ariel Marcial Gómez Nuñez feierte am 6. Dezember 2014 ausgiebig in einem Nachtclub in Fernando de la Mora. Mit dabei war ebenfalls eine Jurastudentin. Nuñez bot an, sie nach Hause zu bringen, da beide nicht weit auseinander wohnen. Jedoch schlug Nuñez einen anderen Weg ein und fuhr in das Motel Venus wo er das Opfer missbrauchte.

Nach der Vergewaltigung ging Nuñez duschen. Die Gelegenheit nutzte die Studentin aus und ging in die Garage von dem Motel um einen Wachmann um Hilfe zu bitten. Er rief ein Taxi, mit dem er das Opfer zum ersten Kommissariat in San Lorenzo begleitete. Dort wurde Anzeige erstattet.

Die vergewaltigte Studentin drückte ihre Zufriedenheit über die Gerichtsentscheidung aus, denn der Beschuldigte hatte angeblich Unterstützung von einigen Politikern, die ihm helfen würden freigesprochen zu werden.

„Mit diesem Urteil glaube ich an die Gerechtigkeit. Glücklicherweise fand ich einen Staatsanwalt, der mir vom ersten Moment an genug Vertrauen gab“, sagte das Opfer.

Wochenblatt / ABC Color

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3 Kommentare zu “Jurastudent wegen Vergewaltigung zu sieben Jahren Haft verurteilt

  1. Wieso dürfte damit seine Karriere als Student der Rechtswissenschaften beendet sein? Ein besseres Praktikum, ne, nicht in Vergewaltigen, in Rechtswissenschaften, kann man sich mit seiner eigenen Gerichtsverhandlung nicht wünschen.

  2. die Dame hatte keine Möglichkeit bei Einfahrt in das Motel um Hilfe zu bitten?? Ich lach mich tod…..wieder ein Fall von Kohle abzocken durch eine paraguayische Frau.

  3. Dieser Fall ist in 2 Punkten besonders bemerkenswert (fuer Paraguay):

    1. Normalerweise sind (offiziell) alle Amigos in der Fakultaet, selbst mit Professoren herrscht ein „freundschaftliches“ Verhaeltnis. Das hat allerdings wenig zu tun, dass man sich untereinander mag und hilft, der Grund ist eher, dass man mit den Amigos spaeter zu lukrativen Stellen kommen kann und in der juristischen Fakultaet vor allem man sich aus der Patsche hilft, wenn einer das Gesetz gebrochen hat. Alles, was diesen Frieden stoert, ist nicht gern gesehen – und ich bin sicher dass wesentlich mehr Frauen Opfer von solchen Vergehen sind, aber alles stillgeschweigt wird. Die Frau halte ich daher – fuer paraguayische Verhaeltnisse – fuer ziemlich mutig, dass sie sich das nicht gefallen lassen hat.

    2. Sehr viele Soehne studieren das Gleiche was der Papa studiert hat. Hier war das wohl nicht der Fall, da er ihm da sicher rausgeholfen haette. Jedoch kann es natuerlich auch sein, dass das Opfer Tochter einer noch einflussreicheren Familie ist, und die Strafe durchgesetzt hat, sprich mehr Schmiergeld bezahlt oder mehr Beziehungen hat. Normalerweise wissen das Kommilitonen, wer einflussreich ist und wer nicht, aber wenn man betrunken und ge*l ist, dann setzt das Hirn ja bekanntlich aus.

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