“In Not“ weitere 60 Mitarbeiter eingestellt

Asunción: Die Mitarbeiterzahl in der Gemeinde Asunción ist schon extrem hoch. 7.908 Angestellte gibt es, aber der Bürgermeister Mario Ferreiro stellt pro Tag durchschnittlich zwei weitere Mitarbeiter ein.

Trotz der hohen Personaldecke fehlt es den Einwohnern in der paraguayischen Hauptstadt an Basisdienstleistungen. Viel schlimmer noch, die Ausgaben in der Stadtkasse steigen immer weiter an.

In der letzten Haushaltserweiterung in Höhe von über 19 Milliarden Guaranies kam noch einmal ein Nachtrag in Höhe von 7.149.889.239 Gs. dazu. Das war am 23. August. Die meisten Gelder wurden für die Zahlung von Gehältern verwendet.

Von Seiten der Arbeitergewerkschaft Simuca der Gemeinde wurde angeprangert, dass alleine im Oktober 300 neue Mitarbeiter eingestellt worden seien.

Die Direktorin aus dem Personalbüro, Mirtha Frutos, bestritt diese Aussage kategorisch. Sie erklärte, dass nur 60 neue Angestellte unter Vertrag genommen seien, weil es “zu Engpässen in bestimmten Bereichen kommt“. Jedoch bestätigte Frutos eine höhere Anzahl von neuen Mitarbeitern, die aufgrund von Krankmeldungen bestehende ersetzen würden. Wie viele das genau sind konnte sie aber nicht beziffern. „Das ist so im Tarifvertrag geregelt und stellt kein Vergehen dar“, sagte Frutos.

In der Stadtverwaltung von Asunción gibt es 7.098 Angestellte, die in 10 Gewerkschaften organisiert sind. Durch Tarifverträge bleiben ihre Arbeitsplätze geschützt. Liz Riveros, Rechtsberaterin aus der Gemeinde, erklärte, es gäbe Menschen, die älter als 55 Jahre und mehr als 30 Jahre angestellt seien aber nicht in Rente gehen wollen, weil ein Vertrag ihren Arbeitsplatz schütze.

Wochenblatt / ABC Color

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6 Kommentare zu ““In Not“ weitere 60 Mitarbeiter eingestellt

  1. Die Zahl von 7.908 Angestellte scheint mir für die Leerung der drei Mülleimer Asuncions schon gerechtfertigt zu sein. Man sollte die Arbeitsmoral hierzulande nicht mit derjenigen Europas vergleichen. Stellen Sie sich vor es werde noch einen weiteren Mülleimer aufgestellt!

  2. Was hatte der Liberale Ferreiro vor seiner Wahl nicht alles versprochen. Als Sofortmaßnahme wollte er dafür sorgen, daß sämtliche Schlaglöcher in den Straßen von ASU beseitigt werden. Und heute? Schlaglöcher wohin man schaut. Auch wollte er den Verwaltungs-Wasserkopf abbauen. Und heute? Personaleinstellungen am laufenden Band. Natürlich alles Partei-Amigos, was denn sonst! Es ist zum heulen in Paraguay. Egal ob rot ob blau – es ist und bleibt immer das gleiche. Amigo-Wirtschaft, Korruption, Unfähigkeit und Unverantwortlichkeit wohin man schaut. Und alle machen munter mit weil sie es noch nie anders gekannt haben und nichts hinzulernen wollen. Es ist ein tief gründiges Problem der Gesellschaft Doch so ruiniert man auf Dauer einen Staat, ein ganzes Land. Und eine Jugend die lieber faul im Sessel sitzt, wie ihre „alten Vorbilder“, anstatt aufzuwachen, so wie einst die rebellische Jugend in Europa, um das Land endlich voran zu bringen. Was soll man davon nur halten?

    1. Simplicus, ist ja klar das es immer noch Schlaglöcher hat, Ferreiro hat zuwenig Arbeiter.
      Hätten unsere Vorfahren die ganze Arbeit fertig gemacht, hätten wir auch nicht arbeiten müssen. hihihi

    1. In Deutschland regiert nur die Exportindustrie, daher auch neoliberale Politik bis in den letzten Winkel. Wenn jetzt noch der Sozialstaat zurueckgeschruabt wird, dann wird es lustig. Etwa 10 Jahre, dann werden viele heulen.

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