Kaliumpermanganat auf dem Weg nach Bolivien beschlagnahmt

Filadelfia: Versteckt hinter Kisten voller koffeinhaltiger Limonade, auch als Cola bekannt, waren Aluminiumbehältnisse mit insgesamt 1.000 kg der chemischen Verbindung  KMnO4 gelagert, die zur Herstellung von Kokain notwendig ist. Der Lkw mit der erfrischenden Ladung wurde auf Höhe von km 445, Cruce Filadelfia, gestoppt.

Die Beamten der Anti-Drogen Polizei (Senad) wussten von der Existenz der illegalen Lieferung und prüften alle in Frage kommenden Lastkraftwagen auf dem Weg nach Bolivien. Der weiße Scania mit dem Kennzeichen BBA 972 war dann der gewollte Volltreffer.

Insgesamt 6 Fässer und 14 Säcke des Kaliumsalzes wurden entdeckt. Wie die Substanz wurde auch der Lastkraftwagen von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt. Der Fahrer, ein 53-jähriger Mann aus Asunción landete ebenso in Handschellen.

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Kaliumpermanganat ist neben Azeton und Äther der wichtigste Zusatzstoff zur Herstellung von Kokain, welches bekannter Weise in großen Mengen in Bolivien produziert wird. Mit 1.000 kg Kaliumpermanganat kann man samt den anderen dazu notwendigen Substanzen Kokain im Wert von 300 Millionen US-Dollar herstellen.

Erst am 24. Mai des aktuellen Jahres wurde eine ebenso große Ladung von Kaliumpermanganat in der gleichen Zone beschlagnahmt. Die Nachfrage in Bolivien ist groß und Paraguay ist dank lascher Kontrollen das bevorzugte Transitland.

(Wochenblatt / Senad)

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2 Kommentare zu “Kaliumpermanganat auf dem Weg nach Bolivien beschlagnahmt

  1. Kennt sich hier jemand aus?
    Gegen welches Gesetz verstösst jemand, der in Paraguay Chemikalien wie z.B. Kaliumpermanganat, Schwefelsäure, Azeton oder Äther besitzt?
    Gibt es da eine Mindestmenge, die erlaubt ist?
    Gegen welches Gesetz verstösst ein Fletero, wenn er eine Lieferung dieser Chemikalien für einen brasilianischen Lieferanten nach Bolivien bringt?

    Paraguay ist doch nur Transitland.

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