Kampagne gegen Bestechungsgeld bei der Polizei

Asunción: Unter dem Hashtag #NoMásCoimisarías startet eine Gruppe von Bürgern eine Kampagne, durch die sie anonyme Berichte von Polizisten erhalten, die Bestechungsgeldern bei ihrer Arbeit verlangen.

Die Beschwerden erfolgen anonym und es wurde angekündigt, man werde eine formelle Anzeige einzureichen, um dieses Problem zu bekämpfen.

Als Reaktion auf die Erklärungen des Kommandanten der Nationalpolizei, Kommissar Walter Vázquez, der sagte, die beste Lösung zur Bekämpfung der Korruption bestehe darin, keine Schmiergelder zu bezahlen, wurde die Kampagne #NoMásCoimisarías gestartet. Die Mitglieder der Initiative sagen, dass Polizisten, die um Geld bitten, um bei privaten Firmen mehr Präsenz zu zeigen, auch nicht bezahlt werden sollten.

Daher fordern sie die Öffentlichkeit auf, ihre Aussagen über Forderungen von Bestechungsgeldern durch Beamte der Nationalpolizei publik zu machen. Alle Anzeigen können anonym per E-Mail an coimisarias@gmail.com eingereicht werden. Man kann die Organisation auch über die Website der Fundación Paraguay Ciberseguro kontaktieren.

Der Präsident dieser Organisation, Miguel Ángel Gaspar, sagte, dass er immer im Mikrozentrum von Asunción gelebt habe und dieser Bereich der Hauptstadt des Landes zunehmend unsicher sei. Er fügte an, dass diejenigen, die sich weigern, Scheibenreiniger zu zahlen, angegriffen werden und mit beschädigten Autos enden, weshalb die vom Kommandanten vorgeschlagene Lösung absurd sei. Darüber hinaus betonte Gaspar, dass Geschäftsleute nicht weiterhin illegal Schmiergelder an Polizisten bezahlen sollen, um mehr Streifengänge in ihren Gebieten durchführen zu können.

Gaspar erklärte, bereits 23 Beschwerden erhalten zu haben. Die Unternehmer gaben an, alle 15 Tage zwischen 800.000 Guaranies und 1.000.000 Gs. zu zahlen, damit Polizeibeamten für mehr Präsenz in ihren Räumlichkeiten zuständig seien.

In den ersten zwei Wochen des Monats Juli werden alle Beschwerden ausgewertet und anschließend ein offizieller Bericht vorgelegt. Danach will die Organisation verlangen, dass untersucht wird, “welche Unternehmen Polizisten bezahlen, warum sie das tun müssen müssen (falls sie erpresst werden), warum die Polizei als private Wachen fungiert und warum in der Innenstadt von Asunción so wenig Polizeibeamten präsent sind.“

Wochenblatt / ABC Color

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2 Kommentare zu “Kampagne gegen Bestechungsgeld bei der Polizei

  1. Korrupter Hohlkop

    Antworten

    Man kann nach einem Autounfall die „schuldige“ Gegenpartei anzeigen, auch nach einem tätlichen Angriff auf Leib und Leben, auf Gestanks- und Lärmbelästigung gemäß geltendes Recht, aber um Geld wird nicht gebeten, so war es jedenfalls bei mir.
    Ist man selbst der „Täter“, beispielsweise mittels Alkohol am Steuer oder anderer Verkehrsvergehen, oder Gesetzesübertretungen, wird man von der Polizei nicht um Geld gebeten.
    Polizisten bitten in der Regel nicht um Geld. Man darf sogar wählen, ob nichts getan wird bzw. wie erstere Beispiele oder man die Buße im völlsten (vollen) Umfang bezahlen will, wie in den letzteren Beispielen. Oder man spendet freiwillig was, zB. Streichhölzer. Man wird sich schon auf etwas einigen, ist doch ein freies Land. Voller korrupter Hohlköpfe.

  2. Der Korruption entgegen zu treten ist schwer bei so einem Hauffen extrem korrupter Politiker?
    Diese haben Vorbildfunktion, die Polizisten machen nur nach was sie bei denen sehen?

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