Mit 14 Jahren in den Krieg: “Es fehlt den jungen Leuten an Patriotismus“

Primero de Marzo: Pedro Aveiro ist ein ehemaliger Kämpfer des Chaco-Krieges in der Stadt Primero de Marzo, Cordillera. Am 29. Juni feierte er im Rahmen seiner Familie seinen 100. Geburtstag.

Er versichert jedoch, dass er bereits 104 Jahre alt ist und im Standesamt falsch registriert worden sei.

Aveiro zog im Alter von 14 Jahren in den Krieg und verließ seine Familie, weil er es für seine Pflicht hielt, das Vaterland zu verteidigen. Er schloss sich dem ersten Bataillon an und wurde im Fortín Camacho in Puerto Casado eingesetzt. Als er 15 wurde kam der Veteran nach San Juan und wurde dort in den Umgang mit Waffen eingewiesen.

Aveiro erwähnt, dass es ihm schwer gefallen sei, die Gewehre und Waffen, die ihm gegeben wurden, zu halten, da seine physische Konstitution sehr schmächtig gewesen sei. Dann gaben sie ihm Waffen, die man den Bolivianer abgenommen hatte und leichter waren.

Im Alter von 16 Jahren schloss er sich den Angriffsbataillonen an und kämpfte bereits nach Kriegsende mit anderen Kämpfern an der Front. Nach Ende des Krieges und aufgrund eines Defizits an Soldaten, blieb Aveiro mit einer Gruppe noch neun Monate an der Grenze, um sie zu bewachen.

Danach kehrte er in seine Heimat, in die Stadt Primero de Marzo, zurück und heiratete Agustina Roa (†), mit der er elf Kinder hatte, von denen sieben noch am Leben sind. Des Weiteren existieren 34 Enkel, 62 Urenkel und Ur-Urenkel, die mit ihm seinen letzten Geburtstag feierten. Aveiro ist ein lebendiges Relikt in seiner Gemeinde, der von seinen Nachbarn sehr geliebt und geschätzt wird.

Der Kriegsveteran leidet nicht an chronischen Krankheiten wie Diabetes oder Bluthochdruck, er hat nur gelegentlich Gelenkschmerzen, die durch eine Erkältung hervorgerufen werden. Seine Lieblingsspeisen sind Fisch und Schweinefleisch. Er sagt, er wisse nicht, warum er so lange lebe, er habe nichts Ungewöhnliches getan.

Natürlich bedauert der Ex-Kombattant, dass viele junge Leute nicht den Patriotismus haben, den sie zu ihrer Zeit hatten und das Land nicht so lieben würden. Sie sollten zumindest versuchen, bessere Bürger zu sein.

Wochenblatt / ABC Color

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9 Kommentare zu “Mit 14 Jahren in den Krieg: “Es fehlt den jungen Leuten an Patriotismus“

  1. Patriotismus ist nichts weiter als der Aufruf an die Dummen, sich für die Mächtigen töten zu lassen! Welche Soldat würde denn von sich aus einen Krieg anfangen?
    Kriege sind immer wirtschftlichen Ursprungs, und dafür lohn es sich nicht zu sterben?

  2. am 20 Juni 1870 endete dieser Krieg.
    selbst wenn dieser Mann 104 Jahre alt ist, wie soll er an diesem Krieg beteiligt gewesen sein???
    Vielleicht stammt der Zeitungsartikel aus dem Jahre 1974!?

  3. @sie muessen noch viel Lernen und zwar auf Deutsch.
    Der Dreibundkrieg war zwischen 1864 und 1870 auf den du dich fixiert hast. Der Chacokrieg war zwischen 1933 und 1935 wo dieser teilnahm. Mir ist so ein Quantensprung der Grauzellen auch schon mal passiert…

  4. Lohnt es sich für Streichhölzer und vier Stunden Pflichtgrundschule in den Krieg zu ziehen? Eindeutig ja, man kann „den schönen Abend-genießen“ schon auf 13 Uhr vorverlegen und sich dann ab 17 Uhr nach anfackel von Windeln, totem Hund und sonstig Brennbarem im Haus einsperren, vor der Glotze sitzen, edukatives Basura-TV wie Yingo, Calle 7 und Conejo schaun und das bzw. die grati-Bier(e) genießen und freundlich-stolz vor sich her smilen. Danke Vaterland!

  5. Beides sind Kriegsursachen: wirtschaftlich und auch religiös. Beides konnten in der Geschichte Motive sein, um eine bewaffnete Auseinandersetzung anzufachen. Der 30-jährige Krieg (1618 bis 1648) war für die einen religiösen Ursprungs, für die anderen allerdings wirtschaftlichen Ursprungs. Innerhalb Deutschlands und in den Augen der deutschen Bevölkerung war er mindestens zu Beginn rein religiös, und jede der beiden Konfessionen suchten Unterstützung im Ausland, z.B. die Evangelischen in evangelischen Schweden und die Katholischen im katholischen Frankreich. Aber als dann den Michels die Augen aufgingen, war es zu spät. Franzosen sahen als ihre Kriegsgegner nicht nur die bösen Evanglischen, sondern Deutsche, gleich welcher Religion. Und auch die evanglischen Schweden sahen als ihre Kriegsgegner nicht nur den katholischen Teil der deutschen Bevölkerung, sondern generell Deutsche, ebenfalls gleich welcher Religion. Nicht umsonst rissen die siegrechen Schweden nach dem Friedensvertrag von Münster beträchtliche Teile Norddeutschlands an sich, und die siegreichen Franzosen nahmen ebenfalls keine Rücksicht auf die Religion der ihnen Unterlegenen, sie besetzten ganz einfach bis dahin gewesene deutsche Gebiete, wie das spätere Elsaß-Lothringen und Teile der Pfalz. Wenn auch heute noch evangelische Pfaffen von ihrer Kanzel herunterpredigen, und ihren Helden, den schwedischen König Gustav Adolf, der seinen Soldaten befahl, wie Deutsche (nicht etwa nur Katholiken) zu behandeln seien, sogar noch 400 Jahre nach diesem wirklich unsinnigen Krieg feiern wie einen Held, weil dieser angeblich Protestanten zu Hilfe kam gegen die bösen Katholiken, aber dann trotzdem wahllos Deutsche töten ließ. Und so beteuerten auch die Franzmänner, den Katholiken in ihrem deutsch-deutschen Bruderkrieg helfen zu wollen, machten dann aber doch zwischen den beiden Konfessionen keinerlei Unterschied, und führten ihren angeblichen Religionskrieg ganz einfach gegen Deutsche und Deutschland, und nicht gegen den Protestantismus, wie vorgegeben.

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