Schöne Aussichten

Emboscada: Da man in der Politik nicht auf Bildung oder Prävention setzt, sondern auf Bestrafung, muss man wenigstens in Haftanstalten investieren. Eine neue Justizvollzugsanstalt ist schon zu 40% im Bau vorangeschritten.

Vor 11 Monaten hat man mit dem Bau eines neuen Haftbetriebs begonnen und neben einer kompletten Mauer, die den Bereich umringt, wurden auch schon alle Zellen und administrativen Gebäude mit Stahlbeton erstellt. Der Gesamtbau kostet 62 Milliarden Guaranies, was zu Baubeginn rund 10 Millionen US-Dollar waren.

Mit der Einweihung der Haftanstalt wie auch weiterer kann Tacumbú geschlossen und das Grundstück für Wohnungsbauprojekte ausgeschrieben werden.

Wochenblatt / MOPC

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6 Kommentare zu “Schöne Aussichten

  1. Das eine Gefängnis wird geschlossen (Tacumbu), das andere wird neu gebaut. Was ist nun der Gewinn an neuen, zusätzlichen Plätzen für die Gefängnisinsassen? Das ist doch die entscheidende Frage die aber so nicht beantwortet wurde. Ich wäre dafür, Gefängnisse ab in die Pampa zu bauen, oder besser noch, gleich im fernen Chaco große Zeltlager zu erstellen um Kosten zu sparen. Texas macht es mit Erfolg vor.

    1. Was das bringt? Lage, Lage, Lage. Das Grunstück ist nicht nur die Millionen auf denen es steht, es dürfte dem Umfeld noch mehr wert sein.
      Gut, die Amigos sind plumpe, naive Korrupties und wir wissen jetzt schon, wie die Sache ausgehen wird.
      Das Grundstück wird an das 5. höchste Gebot versteigert, welches die Taschen der betroffenen Amigos am besten füllt + 60% Grundstücksmarktwert. Gefolgt vom üblichen Schauspiel. Keiner wills gewesen sein, oder alle verstecken sich beim Tio unterm Mangobau.

  2. Erstmal, wie alles hier wird Geld verbraten, wie bei anderen Bauwerken ( IPS und co), danach bleibt wie immer hier eine“ unvollendete“ zurück die nach ein paar Jahren wieder abgerissen werden muss, weil einsturz gefährdet. Was hier auch geplant und angefangen wird, weil öffentliche Gelder fließen, wird nie richtig vollendet.

  3. „Da man in der Politik nicht auf Bildung oder Prävention setzt, sondern auf Bestrafung, muss man wenigstens in Haftanstalten investieren.“
    Glaubt denn in der Redaktion wirklich jemand, dass mit „Bildung oder Prävention“ ein Volk, was tratitionsgemäß aus Lügnern, Dieben und Betrügern (in dieser Reihenfolge) besteht auf den richtigen Weg zu bringen?
    Ich lebe hier seit mehr als ein Jahrzehnt und ich weiß wovon ich schreibe.
    Hier hilft nur harte Bestrafung.
    Abschließend möchte ich mich dem Kommentar von Eulenspiegel 14:06 vollumfänglich anschließen.

  4. Aus dem Artikel geht nicht hervor, wie viele Häftlinge das Gefängnis in Emboscada aufnehmen kann (vielleicht stand diese Zahl aber in einem früheren Artikel auf WB).
    Tacumbu (frei zitiert, genaue Zahlen über die Suchfunktion) ist glaubs für ca. 900 Häuptlinge gebaut, beinhaltet zB. jedoch ca. 2.500 Insassen.
    Nun sollte meines Erachtens hierzulande der Ansatz ähnlich wie in Europa erfolgen: Polizei nimmt den Fall auf und leitet ihn ggf. an die Staatsanwaltschaft weiter. Daraus folgt ein einigermaßen rechtsstaatlicher Prozess.
    Hierzulande sieht es aber folgendermaßen aus: Kindergartenpolizei völlig inkompetent, Opfer muss zuerst eine Anzeige einreichen. Dabei kann er verzapfen, was er will, wird alles per Adlersystem ins System gehackt und auf WC-Papier ausgedruckt. Dann vergehen Jahre.
    Oder man drückt dem Kindergartenpolizisten ein paar Rittersport, die grüne mit 100.000 Nüssen, in die Hand, der Täter wird verhaftet und in Tacumbu gesteckt, wo er jahrelange auf eine Gerichtsverhandlung warten kann. Sofern er, wie der Durchschnitt, nicht die notwendigen Rittersport, die grüne mit 100.000 Nüssen, aufwenden kann, um bald wieder draußen oder zumindest im Hausarrest zu sein. Politiker und sonstige Ganoven kommen gar nicht nach Tacumbu sondern können weiterhin zuhause verweilen, zT. mit Hausarrest.
    Ich kann unmöglich alle Rechtssysteme der 193 Länder dieser Welt beurteilen und es möge noch korruptere Systeme als diejenigen des Paragauy geben.
    Bildung und Prävention wären ebenso wichtig wie der Bevölkerung Arbeitsplätze zu schaffen und einer Nachbetreuung er Häftlinge nach Absitzen ihrer Strafe. Alles in allem ist es sicherlich ein Fortschritt, so eine neues, „modernes“ Gefängnis für dieses Land, so wie es in Europa vom Frühmittelalter zum Beginn der Neuzeit vollzogen wurde.
    Möge der Paragauy der Internationalen Gemeinschaft mit solch und anderen Abkommen, Nachkommen, Gesetzen usw. genüge tun: Papier ist geduldig. Wer den Paragauy kennt, weiß, hier ticken die Uhren anders.

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