Keine Schulden in US-Dollar

Asunción: Der Kurs vom US-Dollar steigt immer weiter und weiter. Gestern lag er schon bei 6.350 Guaranies, was für Experten zu Problemen im Unternehmenssektor führt, besonders für diejenigen, die Schulden in dieser Währung haben.

Laut Ökonomen sind die Prognosen nicht günstig für diejenigen, die Darlehen mit US-Dollar aufgenommen haben, sowie für den Kleinstunternehmenssektor.

Die paraguayische Wirtschaft hängt von Argentinien ab, das mit der wirtschaftlichen Rezession nicht fertig wird und von Brasilien, dessen Hoffnungen auf ein finanzielles Gleichgewicht verschwinden.

Der Wirtschaftswissenschaftler Ricardo Rodriguez Silvero wies darauf hin, dass die gesamte Region mit dem Anstieg des US-Dollars eine Krise durchlaufe, die im Jahr 209 sogar über 6.500 Guaranies liegen könnte. Er empfahl, vorbereitet zu sein und keine Schulden mit der genannten Fremdwährung zu machen.

Wochenblatt / Paraguay.com

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5 Kommentare zu “Keine Schulden in US-Dollar

  1. “Keine Schulden in US-Dollar” Daran hätte sich die Regierung Cartes halten sollen.
    Der mir bisher bekannte Höchststand des US$ 6.110 (Februar 2006) ist jetzt deutlich überschritten.
    Durch die folgenden jährlichen Steigerungen der Agrarexporte US$ bis auf 3800 PYG gesunken.
    In diesem Jahr 1,1 Milliarden weniger Deviseneinnahmen aus dem Sojaexport. Rohstoffpreise weiter im Keller.
    Kontinuierlicher und erheblicher Anstieg der Gemüsepreise seit 2016 durch Minderproduktion und dadurch erhöhte Abhängigkeit von devisenträchtigen Importen.
    Paraguay hat sein Pulver verschossen.

  2. Nun, wer sich die Wirtschaft der USA ansieht und verfolgt, der weiss, das die oberpleite sind und extrem hoch verschuldet. Wie also kann deren Währung steigen?
    Wer nun noch nicht erfasst hat dass hier was nicht stimmt, und extremst manipuliert wird, der glaubt auch noch an den Osterhasen? Raus aus dem Dollar!!!

    1. Christian, ein wenig 101 der Wirtschaft. Im Jahr 2018 hat die USA die Zinsen mehrfach erhöht. Es ist klar, daß eine Währung ansteigt, wenn sie mehr Zinsen bietet.

      Im Gegensatz dazu hat Paraguay im Jahr 2019 bereits zweimal die Zinsen gesenkt, auf derzeit 4,75% Leitzins. Es ist ebenfalls klar, daß eine Zinssenkung die Währung eher drückt.

      Da ist nun wirklich keine große Verschwörung notwendig, um diese Zusammenhänge zu erklären.

      Paraguay produziert jährlich Nahrung für über 60 Millionen Menschen, das ist die Stärke des Landes. Gegessen wird immer und bei steigender Weltbevölkerung ist dies ein sehr sicheres Geschäft. Langfristig bin ich sehr Guarani-positiv eingestellt.

  3. Ja wohin? Raus aus dem Dollar und hin zum Euro? Da freuen sich die Oberpleitiers der Griechen und andere Suedlaender. Soeben hat GM Europa verlassen und Peugeot-Citroen haben sich deren Werke in Europa angeeignet. Konkurrenz fuer die “Big 3” aus Deutschland die mittlerweile auch immer mehr “planned obsolescence” einbauen. Oder vielleicht hin zum Renminbi oder Rubel?
    Uebrigens, ende der 1990ger oder anfangs der 2000nder war der Dollar bei 8000 Gs/USD. Unter Nicanor glaube ich. Die Finanzkrise 2007 liess den Dollar dann auf 3000 Gs/USD oder so fallen. Historisch gesehen hat Paraguay eine sehr gute Zentralbank die immer das Ziel der Stabilitaet des Wechselkurses im Auge hatte.
    Ja es ist eine Korrelation zwischen fallende Exportpreise und Exportmengen und den steigenden Dollarwechselkurs zu erkennen.
    Alles in Allem duerfte Paraguay eine Gesamtverschuldung von etwa 50% des BIP haben (Verschuldung des Oeffentlichen Sektors + des Privaten Sektors). Die Eurolaender und generell westliche Welt liegt deutlich darueber bei bis zum 2 bis 5 fachen.
    Hier die Echtzeituhr der Schulden verschiedener Laender (beinhaltet nicht die Schulden der privaten Haushalte und Privatunternehmen): https://www.usdebtclock.org/world-debt-clock.html.
    China hat z.B. eine niedrige Auslandsverschuldung aber eine horrende Privatverschuldung (aehnlich wie Spanien) der Unternehmen und Privathaushalte so dass etwa 300% Verschuldung des BIP zutreffend sein duerften (Regierung ist wenig verschuldet): https://www.bloomberg.com/quicktake/chinas-debt-bomb.
    Es ist doch klar ersichtlich dass die “Entwickelten Laender” auf Pump entwickelt sind. Paraguays niedrige Verschuldung duerfte darauf zurueckzufuehren sein dass man schlechthin nichts getan hat (keine Strassen gebaut, usw.). Die Kreditkartenbeschraenkungen sind was hervorragend gutes denn das beschraenkt den paraguayer auf Pump einzukaufen welches so manche Familie vor dem Ruin gerettet haben duerfte – auf kosten der Gastronomiebranche (man geht ja sowieso nur aus zum Essen ins Restaurant weil man seine eigene Wenigkeit von anderen blicken lassen will und bei der Konkubine den reichen Macho raushaengen lassen will, und zu kaschieren dass man nicht selber kochen kann. Restaurantbesuch = aufplusterung des eigenen Egos). Bei den ueberteuerten Gastronomiepreisen wird man zudem sowieso niemals ganz satt (frueher kostete ein Lomito Arabe 10.000 Gs und heute brettert man schon 25.000 bis 30.000 fuer den Frass hin von dem man 2 braucht um in etwa satt zu werden. In China wuerde so ein Shawarma das doppelt so gross ist etwa 5.000 Gs kosten).

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