Macfrut 2019: Paraguay stellte sich vor

Asunción: Macfrut 2019 heißt die internationale Messe, an der Vertreter aus der Obst- und Gemüsebranche teilnehmen. Paraguayische Produzenten haben den Trend erkannt und präsentierten sich ebenfalls, um Geschäfte zu erzielen.

Vom 08. bis 10. Mai fand die Messe in Rimini, Italien, statt.

Der Landwirtschaftsminister Denis Lichi leitete die paraguayische Delegation, die sich aus Produzenten, Gouverneuren, Abgeordneten und anderen Behördenvertretern zusammensetzte.

Auf der Messe versammeln sich die Verantwortlichen für die Bereitstellung von Saatgut, Pflanzenzucht, Baumschulen, Pflanzentechnologien, Produktion, Marketing und Einzelhandel, Verarbeitungsmaschinen, Verpackungsmaterialien, Trockenobst, Logistik und Dienstleistungen.

Die Idee war es, Geschäftstreffen und Konferenzen zu generieren, um Erfahrungen und Informationen auszutauschen und so neue Erkenntnisse zu gewinnen, um sie in Paraguay anzuwenden. Infolgedessen soll die Qualität der verschiedenen Artikel und Produktion verbessert werden. Laut mehreren Unternehmenssprechern aus Paraguay sei dies hervorragend gelungen. Im Rahmen mehrere Meetings kam es zu einem intensiven Informationsaustausch, bei dem auch wichtige Geschäftsabschlüsse getätigt wurden.

Die Messe ist eine der wichtigsten in Europa und bekannt durch die große Anzahl von Teilnehmern und Fachleuten.

Wochenblatt / Hoy / Economia Virtual

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6 Kommentare zu “Macfrut 2019: Paraguay stellte sich vor

  1. Eine schicke Dienstreise war es allemal.
    Dennoch denke ich, dass Paraguay derzeit über kein einziges Produkt aus dem Obst- und Gemüsesektor verfügt welches die Einfuhrkontrolle (Qualitätsstandard) der EU erfolgreich bestehen könnte.
    Es wäre besser wenn die Herrn Produzenten sich zunächst der ausreichenden Versorgung im eigenen Land annehmen würden.

  2. Zum lachen, dass diese paraguayischen Delegationen immer dahin fliegen, wo in Wurfweite beliebte Strände sind. Gerade auf der Seite des Bauministeriums gelesen, dass eine Delegation nach Punta Cana für irgendwas geflogen ist. Natürlich sind auch immer irgendwelche Abgeordnete dabei – logisch, haben ja nichts besseres zu tun und einen saftigen Viatico (=Reisekostenerstattung) gibt es dazu.

  3. Ausbildungsstätte Rimini

    Ja, aber eine Messe ist keine Ausbildungsstätte, sondern die Aussteller wollen verkaufen und nicht an Geschäftstreffen und Konferenzen ihr Know-how mit der Welt teilen, sondern reines Marketing betreiben. Ob Paraguay sich die italienischen Agrarprodukte leisten kann ist fraglich, die Weiterbildungsreisen der Funktionäre lässt nicht mehr viel von den 29% Staatseinnahmen übrig, die vom Staat nicht für Löhne seiner Amigos ausgegeben werden (71%).
    Immerhin können alle Beteiligten auf Facebock ihren Lebenslauf aufpeppen mit einem full zweitägigen Studium an einer internationale Messe bei den Locos in Europa.

    1. Der Witz ist, die schreiben das tatsächlich in ihrem Lebenslauf, dass sie diese Messe da besucht haben, sowie jede einzelne Kurs- oder Seminarteilnahme. Bei einigen Paraguayern umfasst der Lebenslauf mehrere Seiten, da jeder Auslandsaufenthalt miteinbezogen wird, egal wie (un)sinnig der war. Wen ich sehe, dass sich jemand “Especialista en Agua y Saneamiento” nennt, weil der einen kleinen Crashkurs in Acapulco gemacht hat, kann ich nur drüber lachen, Ich habe das 5 Jahre studiert und eine Diplomarbeit gemacht und würde mich nicht als Experte bezeichnen, weil erst jahrelange praktische Erfahrung und/oder Forschung in diesem Gebiet einen Experten ausmacht.

      1. Ausbildungsstätte Rimini

        Ich weiß, was man in Europa zu einem Diplom einer Technischen Hochschule leistet. Ich denke, dass fünf Jahre zu acht Stunden Vollzeit oder nebst der Arbeit am Abend und samstags, dafür 9 Semester, einfach DEN entscheidenden Unterschied ausmacht als hierzulande von 7 bis 11 Uhr einen gleichwertigen Bologna-Abschluss zu erhalten, wie viel der auch immer gekostet haben mag.
        Eine internationale Messe ist immer noch keine Weiterbildungsanstalt und ich frage mich, was hiesige “Produzenten, Gouverneuren, Abgeordneten und anderen Behördenvertretern” an einer Messe an “Erfahrungen und Informationen auszutauschen, an neue Erkenntnisse gewinnen, die die Qualität der verschiedenen Artikel und Produktion verbessert hierzulande verbessern könnten.”
        “Laut mehreren Unternehmenssprechern aus Paraguay sei dies hervorragend gelungen”, ja, glaube ich sofort, dass dies von allen Involvierten so bewertet wird, dennoch kann man hierzulande nichts davon spüren.
        Das glaube ich Ihnen sofort, der Sie intern ins Intranet solch hiesiger Korruptionsfirmen schauen konnten, dass dort nur best ausgebildete Fachkräfte ausgewiesen sind.
        Trotzdem ist es so, dass man hierzulande eine öffentliche Schule absolvieren kann, dies von täglich 7 bis 11 Uhr, davon die Hälfte für Nonsens wie Guaranie, Tanzfeste, Parada und weiterer Nonsens verbraten wird und die andere Hälfte gar nicht zur Schule erscheint, weil es regnet und es dann alles gefährlich ist heil dahin und wieder nach Hause zu kommen. Es interessiert die Lehrer herzlich wenig, ob die Kinder kommen oder nicht, das ist alles kein Problema, man verlangt keine Entschuldigung für Nichterscheinen.
        Mit dieser Vorbereitung, die die Grundschule vermittelt, geht es in der Sekundarschule ebenso weiter. Ob man nun eine hiesige Privatschule oder Privado absolviert hat, ob hiesige Schüler ne 1 oder ne 2 als Noten sich erarbeiteten, egal, zur hiesigen Uni kann jeder, der die Segunda beendet hat. Es gibt sogar Uni-Abschlüsse hierzulande, die man während der Segunda abschließt.
        Jeder Arzt, Veterinär und andere “Magister” erhalten ihren Dotore im Laufe ihres Studiums geschenkt, ohne jemals eine Doktorarbeit geleistet zu haben.
        Bildung ist die wichtigste Säule eines Staates. Und diese ist im Paragau mehr als mangelhaft.

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