Kolonie Bergthal: Mehr Schulden statt Transparenz?

Obwohl Isidro Caceres, Richter aus Coronel Oviedo eine außerordentliche Versammlung des Komitees Bergthal untersagte, versuchen einige Mitglieder auf Biegen und Brechen ihren Kopf durchzusetzen. Anscheinend wird das Geld knapp.

Obwohl eine solche Generalversammlung 30 Tage vor Beginn in Zeitungen öffentlich angekündigt werden muss, wie es die eigenen Statuten sagen, hat man diese kurzerhand ohne diese Regeln einberufen.

Grund dafür ist die Absicht weitere Schulden zu machen, obwohl noch nicht einmal die Fehlsummen der schon gemachten Schulden erklärt wurden. Im Gegenteil es wird alles getan, um den Prozess zu entschleunigen und kniffligen Fragen auszuweichen.

Nachdem zwei Mitglieder des Komitee–Rates verhaftet wurden, soll bei der neuen Versammlung die Zustimmung für weitere 30 Millionen US-Dollar Schulden gesucht werden, ebenso wie die Ausgrenzung der denunzierenden Mitglieder, durch die der Fall in die Presse geriet und somit weltweit bekannt wurde.

Damit wird jedoch das Problem nicht gelöst. Wenn weitere Schulden in diesen Mengen aufgenommen werden und Misswirtschaft dafür sorgt, dass diese Summe niemals der fachgerechten Bestimmung zugeführt wird, wäre der Schritt sinnlos.

Wochenblatt / Prensa 5

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

5 Kommentare zu “Kolonie Bergthal: Mehr Schulden statt Transparenz?

  1. Wie halten es die Mennoniten der Kolonie Bergthal mit christlichen Werten? Nicht die Verursacher einer vermutlich kriminellen Fehlentwicklung werden sanktioniert, dafür diejenigen, die es an das Licht der Öffentlichkeit gebracht haben. Damit aber schädigen sie den überwiegend guten Ruf der Mennoniten insgesamt. Jetzt hilft nur noch ein Schritt nach vorn: Alles offen legen, die Verantwortlichen bestrafen, Wiedergutmachung gegenüber den Betroffenen betreiben und diejenigen, die den Fall durch eine Anzeige in´s Rollen gebracht haben dafür loben und ehren. Alles andere wäre pure Heuchelei, Vetternwirtschaft und unehrlich. Die gesamte mennonitsche Vereinigung in Paraguay darf nicht abtauchen, sondern muß jetzt klare Kante zeigen um das Ansehen der Mennoniten zu bewahren.

  2. Ich muß meinen vorstehenden Kommentar noch um ein Wichtiges ergänzen: Wie dem Bericht zu entnehmen ist, sollen die „denunzierenden Mitglieder ausgegrenzt werden“ In der Praxis bedeutet das, eine existenzielle und persönliche Vernichtung der Mitglieder, die dieses Schweinerei innerhalb des Komitees Bergthal in´s rechte Licht gerückt und Anzeige erstattet haben. Ausschluß aus dem Komitee/Kooperative bedeutet nämlich zugleich, daß die betroffenen Mitglieder von allen wirtschaftlichen Nutzungen und Vorteilen der Kooperative ausgeschlossen sind, ebenso wegen der personellen Verflechtungen von Kooperativen und Kirchengemeinde aus dem Gemeindeleben. Damit entzieht man ihnen die Lebensgrundlage innerhalb der mennonitischen Gemeinde und signalisiert ihnen, daß sie in der Gemeinschaft nicht mehr willkommen sind. Will man die „denunzierenden Mitglieder“ vernichten, nur weil sie die kungelhafte Verschwiegenheit in aufrechter Weise gebrochen haben? Was ist das nur für eine „christliche Moral“? Will man nun ehrliche und korrekte Mitglieder bestrafen, weil sie aufrichtig und nicht duckmäuserig waren? Hoffentlich besinnen sich die Ältesten und Oberen der Mennoniten auf ihre alten Werte und das was Recht ist!

    1. Recht ist das, was den Herrschenden nutzt.
      Unrecht ist, was den Herrschenden schadet.

      So einfach ist das. Im vorliegenden Fall kann ich, ohne irgendwelche Hintergründe zu kennen, nach diesem Grundsatz schnell sagen, was hier vorliegt; Unrecht. Deswegen die Strafe der Ausgrenzung.

  3. Vielleicht sollten wir uns endlich endgültig von den „christlichen Werten“ von vielen Mennoniten verabschieden. Das mag vor 100 Jahren einmal so gewesen sein.
    Heute herrscht knallharter Imperialismus bei den Mennoniten. Und wer nicht mitzieht, wird ausgestoßen.
    Es geht bei den Mennoniten wie bei allen Gesellschaften und Gemeinschaften und Sekten ums Geld, um Profit, um gutes Leben – was auch immer sie darunter verstehen.
    Die Mennoniten sind keine Heilsarmee, die für Bedürftige singt und sammelt. Sie arbeiten hart, sehr hart zumeist – aber für sich, für ihre Gemeinschaft, für ihre Familie.
    Und mit Nestbeschmutzern macht man auf der ganzen Welt das gleiche….

    1. Solltest Du recht haben, dann wären die Mennoniten nur auf dem Papier „Christen“ und in der Realität Pharisäer! Ich will das nicht glauben, aber es fällt zuweilen schwer, zumal nach solchen Erfahrungen.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden .