Kooperative Carlos Pfannl: Die Gründe für die Absage der Präsidentschaftswahlen und Generalversammlung

Carlos Pfannl: Am Samstag wurde die Generalversammlung und Präsidentschaftswahlen der Kooperative Carlos Pfanll kurzfristig abgesagt. Im Folgenden die Gründe dafür.

Wir sprachen mit dem Präsidenten der Genossenschaft, Norberto Fischer und dem Geschäftsführer, Carlos Lopitzberger.

„Nach den neuen Statuen dürfen alle Kandidaten für die Vorstandschaft nicht mit den Mitgliedsbeiträgen im Rückstand sein oder andere Schulden, wie bei unserem Vertragspartner der Telekommunikationsgesellschaft Tigo, haben. Aufgrund dessen haben jetzt alle Mitglieder noch bis morgen eine neue Frist gesetzt bekommen, diese Mängel aus dem Weg zu räumen, um sich dann für die Wahl aufstellen lassen zu können“, sagte Fischer.

Lopitzberger berichtete, dass ab Donnerstag dann wieder der Wahlprozess in die Wege geleitet werde. „Ab Donnerstag beginnt das Prozedere wieder von vorne. Nach den Bestimmungen von der Kooperativenaufsicht Incoop wird die Wahl und Generalversammlung dann in vier Wochen, wahrscheinlich am 2. Juni, durchgeführt. Sicherlich werden es jetzt mehr Kandidaten sein, die sich bewerben und dann auch gewählt werden können“, sagte er.

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9 Kommentare zu “Kooperative Carlos Pfannl: Die Gründe für die Absage der Präsidentschaftswahlen und Generalversammlung

  1. Aha, das soll plausibel sein?
    Das fällt einem am Samstag Mittag, also weniger als 24 Stunden vor der Versammlung ein? Es gab noch nichtmal eine ordentliche Ausladung, selbst für wichtige Teilnehmer, wie ich selber am Samstag Abend in Erfahrung gebracht habe.

    Mir ist zu Ohren gekommen, dass es am Freitag zu einem unerwarteten Besuch seitens der Incoop gekommen ist. Es gab wohl sehr hitzige Diskussionen, woraufhin dann der Anwalt der Cooperative, die Leute von der Incoop rausgeworfen hat. Was ist an diesem Thema/Aussage dran? Kann die Geschäftsleitung bzw. der Vorstand dazu mal Stellung nehmen?
    Und wenn auch nur ansatzweise was an dieser Aussage dran ist, dann haben glaube ich die Mitglieder ein Recht zu erfahren, was da dran ist. Sollte keine Stellungnahme erfolgen: Auch kein Thema. Ich bin diese Woche sowieso bei der Incoop und frage dann selbst nach. Oder kann das Wochenblatt hier mal recherchieren und berichten? Das wäre doch mal interessant!

  2. Nun nachdem die Wahlkommission in diesem Jahr strikte Vorgaben der Inccop befolgte fiel so der ein oder andere Kandidat für den neuen Vorstand unter dem Tisch. Man versuchte das auszuhebeln und schaffte es die Wahl zu annullieren. Deshalb auch der Aufschub bei den Verpflichtungen aller Mitglieder bis morgen. Im Zuge dessen wird eine neue Wählerliste erstellt. Wer die alte und die neue dann vergleicht…. Ein neues Comunicando ist auf der Facebook Seite von der Kooperative herausgegeben worden.

  3. Kuno Gansz von Otzberg

    Antworten

    Wer weiss was hinter dieser Regelung steckt?
    >dürfen alle Kandidaten für die Vorstandschaft nicht mit den Mitgliedsbeiträgen im Rückstand sein oder andere Schulden, wie bei unserem Vertragspartner der Telekommunikationsgesellschaft Tigo, haben<

  4. schulden ? ich glaub eher das es hier um größere Beträge, also Kredite odgl. geht die hier ggf. eine Rollen Spielen wo ggf. die Incoop vielleicht etwaige unregelmäßigkeiten entdeckt hat. die frage die sich eher stellt, normal hätte das ja bei der „kandidatur“ schon bereits bewusst sein sollen in der COOP, das hier was offen ist. Weil die „Wahlliste“ beherbergt ja nicht alle nummern durchnummeriert, also sind da schon im vorfeld einige aus dem rennen gefallen. die frage hier ist auch warum, und wer waren diese „nicht näher bekannten“ nummern. hier stinkt es gewaltig hinter den kulissen, und würde genau das widerspieglen was seit dem Tod von Wilfriedo dort abgeht, ein massiver interner familiärer machtkampf um bitteres willen, wo eben u.a. einige aus dem Vorstand eben nicht dafür sind. Dies auch u.a. die gründe das dort ein paar leute einfach nicht mehr arbeiten oder nennen wirs mal „freiwillig“ gegagen sind xD

  5. Ich vermute auch, da ist was im Busch und seit Wilfredo „gestorben wurde“ bin ich extrem misstrauisch, flösst einem die neue Führungsebene doch irgendwie wenig Vertauen ein, mir zumindest?

  6. Kuno Gansz von Otzberg

    Antworten

    Es ist nicht unueblich bei den Mennonitenkooperativen dass Mitglieder die viele Schulden haben bei der Kooperative in Positionen gehievt werden damit sie diese da abarbeiten. Die Verschuldung ist eine Masche um sich in Posten festzusetzen denn wird man gefeuert bleibt die Kooperative an den Schulden haengen. Einmal in fuehrende Posten ist es diesen Schuldnern desweiteren ein Leichtes, den Untergebenen zu befehlen per Knopfdruck die Schulden zu loeschen oder buchfuehrerisch zu verschieben oder sie einfach zu „sozialisieren“. Beide Uebel sind keineswegs unbekannt bei den Mennonitenkooperativen.
    So schoen nach dem Motto: Schulde ich dir 10.000 Euro so hast du mich in der Hand – schulde ich dir 10.000.000 Euro so hab ich dich in der Hand.
    Oft bleibt bei Kooperativvsangestellten nichts anderes uebrig als die fuer ewig anzustellen damit man wenigstens etwas von den Krediten zurueckbekommt – der Pleitegeier als Arbeitsplatzabsicherung. Je mehr man Pleite ist und noch ausstehende Kredite zu bezahlen hat je mehr hat die Kooperative ein Interesse dran dass dieser Pleiteapostel bis ans Lebensende seinen Arbeitsplatz behaelt.

  7. Wie viel ist denn der Mitgliedsbeitrag für den Verein? Also wer nicht einmal 20 Euro Mitgliedsbeitrag bezahlen kann der sollte wirklich nicht zum Jefe gewählt werden. Aber die ganz schlauen unter denen werden nun bei einem Amigo 20 Euro Mitgliedsbeitrag prestare und einzahlen. Dann hoffe ich, dass man als Jefe einer Cooperative genug verdienen wird um künftig die 20 Euro Mitgliedsbeitrag pünktlich einzahlen zu können. Hierzulande sind 20 Euro ja ein Vermögen, manche können sich damit einen ganzen Monat mit Streichhölzern durchschlagen anstatt die 20 Euro in Müllabfuhr zu verlochen, da haben einige auch noch ein tolles Hobby gefunden, das ihren mentalen und kognitiven Fähigkeiten entspricht.

    1. Als Socio muss man monatlich je nach Kooperative 10 bis 25000 Gs. bezahlen (Aporte, Solidaridad, z. T. noch für Construction extra, wenn neu gebaut wurde). Nur Socios können natürlich zur Wahl antreten, Kredite beantragen und von Sozialleistungen etc profitieren. Ich dachte mal die buchen monatlich automatisch ab, war aber bei einer nicht so, also musste ich dann ca. 600000 auf einmal nachzahlen. War aber eigentlich kein Problem, heute muss man auch wenn man neues Festgeldsparkonto eröffnet oder Kredit möchte erst das Konto ausgeglichen haben. Das Problem werden wohl eher die anderen Schulden sein?

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