Kooperativen bei Krediten am teuersten

Die Genossenschaften verlangen für persönliche Darlehen an Mitglieder einen durchschnittlichen Zinssatz in Höhe von 31,1%. Im Jahr 2015 gewährten die 28 größten Kooperativen Darlehen in Höhe von 233 Millionen US Dollar.

Félix Jiménez, Präsident des Nationalen Instituts für Genossenschaftswesen (INCOOP), erklärte, die meisten Darlehen wären für den Konsum bewilligt worden. Im Jahr 2015 sei ein Wachstum in Höhe von 14,6% gegenüber dem Vorjahr erzielt worden. Die Zinssätze bewegen sich zwischen 30,3% und 34,7%. Im kommerziellen Sektor bieten aber einige Kooperativen für kleine und mittlere Unternehmen billigere Zinsraten an, die sich bei rund 21,1% bewegen. Banken, im Vergleich dazu, verlangen 16,7% Zinsen, Finanzgesellschaften 22,9%.

Der größte Unterschied liegt darin, wenn ein Mitglied einer Kooperative ein Haus bauen will oder eine Renovierung vor hat und um einen Kredit ansucht. In dem Bereich haben die Finanzdienstgesellschaften die Nase vorn, sie verlangen im Durchschnitt nur 8,5% Zinsen, Banken 12,6% und Genossenschaften zeigen einen signifikanten Unterschied, sie berechnen durchschnittliche Zinsen in Höhe von 20%.

Jiménez erklärte, die Daten seien alle aus Erhebungen vor der Mehrwertsteuereinführung bei den Kooperativen entstanden. Wie sich die Entwicklungen dieses Jahr gestalten würden, wäre noch nicht absehbar, aber die Tendenz zeige eine abwartende Haltung bei der Mehrzahl der Mitglieder. Das nächste Stimmungsbarometer dürfte wohl die Expo in Santa Rita sein, die Anfang Mai stattfindet und vor allem für Landwirte interessant ist.

Quelle: Ultima Hora