Kooperativen schwer unter Druck

Asunción: Laut einem Bericht des Nationalen Instituts der Kooperativen (Incoop) war das vergangene Jahr extrem schlecht. Die Vermögenswerte gingen um 1% zurück, bei den Darlehen betrug der Rückgang sogar 5,7%.

Zwischen Dezember 2015 und September 2016 wurden die Daten bei den Rücklagen erfasst, die in diesem Zeitraum um 1% einbrachen. Im Vergleich zu dem zurückliegen Jahr, also zwischen 2014 bis 2015, in demselben Zeitraum, kam es zu einem Wachstum von 10,9%.

Der Bericht umfasst 21 der wichtigsten Genossenschaften. Der Leiter für die Vereinigung der Kooperativen in der Produktionskette (Fecoprod), Edwin Reimer, sieht aber keinen Anlass zur Sorge. „Es war ein hartes Jahr und hätte noch schlimmer ausfallen können, wenn nicht der Rindfleischsektor die Zahlen etwas nach oben getrieben hätte“, sagte Reimer.

Vor allem mit den niedrigen internationalen Rohstoffpreisen im Getreide- und Sojasektor hatten viele zu kämpfen. Die Hersteller konnten so keine großen Investitionen vornehmen, deshalb auch der Rückgang bei den Krediten.

„Wir sind optimistisch. Es wird eine gute Ernte geben und die Preise werden ansteigen. Auch der Rindfleischmarkt sieht gut aus“, sagte Reimer.

Quellen: Ultima Hora, Paraguay.com

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10 Kommentare zu “Kooperativen schwer unter Druck

  1. 1% klingt nicht bedenklich, aber in einer Branchen, welche von ewigem Wachstum (von Einlagen und Krediten) lebt, ist das ein Warnschuß. Noch so ein Jahr würden wohl so einige nicht überstehen.

  2. Was kaum bekannt sein dürfte: Bereits am 24.2.2014 hat der IWF die komplette Kontrolle über alle Cooperativen in Paraguay übernommen.
    Der Internationale Währungsfond ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, die Weltbank ist deren Schwesterorganisation. Die Kreditvergabe des IWF ist generell an wirtschaftspolitische Auflagen geknüpft, die die Rückzahlung der Kredite sichern sollen.
    Die Staaten müssen also ihr „Tafelsilber“ als Sicherheit dort hinterlegen, um dringend benötigte neue Kredite zu erhalten. In diesem Fall hat man halt die Cooperativen, ohne viel Aufsehen zu erregen, unter Fremdaufsicht gestellt.
    Infos zum Treffen IWF/PY hier im zweiten Absatz:
    http://www.zp30.com.py/main/de/nachrichten/nachrichten-aus-paraguay/8030-mittagsnachrichten-von-radio-zp-30-am-25-februar-2014.html – ansonsten sind alle Berichte darüber aus dem Netz verschwunden.
    Wohin die Reise in Kürze gehen wird, sollte wohl klar sein: Komplette Konfiszierung der Spareinlagen im Krisenfall.

    1. ich kann in diesem artikel nirgends etwas davon lesen, dass der iwf die kontrolle über alle cooperativen übernommen haben sollte. können sie mir vielleicht sagen, wo sie solches gelesen haben???

      1. Ich empfehle den zweiten Abschnitt im Link, dann muß man zwischen den Zeilen lesen und der Zaunpfahl winkt schon aus der Ferne!
        Die Finanzoligarchen haben die Medien doch weltweit unter Kontrolle und werden sich hüten, dem Fußvolk die Wahrheit zu erzählen.
        Sonst könnten ja einige Schlafschafe aufwachen….

  3. Hallo „barracuda“! Ich habe den von Ihnen erwähnten Bericht gelesen. Trotz mehrmaligem lesen konnte ich nicht mal im Ansatz erkennen, daß man die Cooperativen unter Fremdaufsicht, also unter die Aufsicht des IWF gestellt hätte. Warum bringen Sie eine solche Falschmeldung hier? Im übrigen könnte es grundsätzlich nicht schlecht sein, wenn die hiesigen Banken unter eine Fremdaufsicht (IWF?) gestellt würden. Die Erfahrungen mit den Banksicherheiten in Paraguay sind ja nicht gerade vertrauenserweckend.

    1. na na na, Falschmeldung? Wenn man sich intensiv mit vielen Quellen – nicht nur Mainstream – beschäftigt und alles so gut wie möglich gegeneinander abwägt – da kommt man auf solche Szenarien. Ob es wirklich soweit kommt? Egal, aber in 10 – 13 Jahren ist Paraguay am Boden, finanziell. Und dann wird es richtig lustig. Falls ich noch lebe zu der Zeit, sehe ich mir das im TV an, über Satellit aus Europa. Da ist zwar dann auch die Ka… am Dampfen – aber es gibt immer noch einige ruhige Eckchen 😉

  4. ich glaube man sollte sich von diesen ständig negativen kommentaren bezüglich der cooperativen nicht verunsichern lassen.
    ich kann nur immer wieder sagen, dass die meisten davon sehr gute arbeit leisten und auch sehr viele dach´ler ihr geld bestens angelegt haben, im gegensatz zu denen, welche immer noch unerschütterliches vertrauen in europäische banken bekunden und dafür alles andere als belohnt werden. aber jeder mache so wie er will. ich auf jeden fall, bin absolut zufrieden mit meiner.

  5. Die paraguayischen Kreditgenossenschaften sollten unter die Bankenaufsicht gestellt werden. Da es in PY um die 600 dieser Genossenschaften gibt haette der IWF viel Arbeit, wozu er kaum Lust, Personal oder Sinn sehen wuerde. Die einzige Kontrolle,mehr oder weniger, des IWF besteht fuer die Zentralbanken der einzelnen Laender. Paraguay hat schon seit Jahren keinen „Stand By“ Kredit des IWF beantragt und so duerfte der IWF nur Beratung und Statistik und die Empfehlung Paraguay geben moeglichst alle Devisenreserven in Dollar zu halten.

  6. Was sagt eigentlich „Philip“ dazu? Schon lange nichts mehr von ihm gehört. Seine Kommentare waren stets sachkundig und wertvoll. So langsam mache ich mir Sorgen um ihn.

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