Krank werden am Wochenende und Feiertagen verboten

Paso Yobai: In dem Gemeindebezirk von Paso Yobai, Departement Guairá, leben in etwa 25.000 Menschen. Allein die Anzahl der medizinischen Einrichtungen ist mangelhaft, ebenso die Zeiten für Konsultationen bei den Ärzten.

Einige Gesundheitsstationen arbeiten nur von Montag bis Freitag und dann auch nur zu bestimmten Zeiten. Insgesamt verfügt der gesamte Bezirk über ein Gesundheitszentrum, zwei Gesundheitstationen und vier Familienbetreuungseinrichtungen. Nur im Gesundheitszentrum, das sich in Paso Yobai befindet, ist eine sichere ärztliche Behandlung möglich, an den anderen Punkten fehlen regelmäßig Mediziner, aber auch Krankenschwestern sind nicht immer präsent, noch weniger eine adäquate Ausrüstung und Medikamente.

Im Gesundheitszentrum arbeiten vier Ärzte von Montag bis Freitag, jeweils von 07:00 Uhr bis 13:00 Uhr, in den anderen Stationen kommen nur zwei- bis dreimal Mediziner in der Woche vorbei und das ist auch nicht immer sicher.

In der Gemeinde Curuzú war bis letztes Jahr immer ein Arzt vor Ort, er wurde aber abgezogen. Das Gesundheitsministerium, unter der Leitung von Antonio Barrios, hat bis jetzt noch keinen neuen Mediziner entsandt.

Grundsätzlich ist es aber für alle Bewohner in der Zone fatal, dass an Samstagen, Sonn- und Feiertagen keine ärztliche Hilfe erfolgen kann. Die meisten Kranken fahren direkt in die Hauptstadt von Guairá, nach Villarrica, dort ist eine Behandlung sichergestellt. Ob aber die Fahrt bis dorthin, von rund 50 Kilometern, die Erkrankten überstehen ist je nach Verletzungsgrad äußerst unsicher.

Das Budget vom Gesundheitsministerium betrug 2016 rund vier Milliarden Guaranies, so auch für weitere Bezirke im Landesinneren, 2017 wird der Betrag ähnlich sein.

Quelle: ABC Color

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