Krankenhaus kann wegen Wassermangel nicht eingeweiht werden

Paraguarí: Der Gouverneur von Paraguarí kritisierte die Sanitärgesellschaft Essap für die Bereitstellung von Wasser in dem Departement. Er sagte, dass ein Krankenhaus aufgrund des Mangels an der lebenswichtigen Flüssigkeit nicht eröffnet werden könne.

Gouverneur Juan Carlos Baruja erklärte, dass die Essap laut Gesetz das Departement Paraguarí mit Wasser versorgen muss.

Wie in Central und Asunción lässt das Angebot des Trinkwasserversorgers jedoch zu wünschen übrig. „Die Situation ist schwierig“, sagte Baruja gegenüber dem Radiosender Monumental 1080 AM.

Darüber hinaus ist der Service sogar so schlecht, dass eine Investition von 20 Milliarden Guaranies durch das Fürsorgeinstitut IPS für ein neues Krankenhaus aufgrund von Wassermangel nicht eingeweiht werden konnte.

Baruja hofft, dass die Essap in den kommenden Tagen ein Konzept vorlegen wird, um die Trinkwasserversorgung in der Region zu optimieren.

Gleichzeitig beschweren sich Nutzer von Central und Asunción über den Wassermangel in mehreren Stadtteilen. Mit Pauken und Trompeten kündigte die Essap jedoch an, dass ab November der Service für säumige Zahler eingestellt wird.

Wochenblatt / NPY / Twitter

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10 Kommentare zu “Krankenhaus kann wegen Wassermangel nicht eingeweiht werden

  1. Dieser Artikel waere doch mal einen Youtube Bericht wert, damit die Blauäugigen mal was ehrliches lesen koennen und nicht nur seichtes Geschwafel ueber das sogenannte gelobte Land. Mal was ehrliches auch ueber die super Stromversorgung und das tolle Internet. Also bleibt locker und freut euch drauf.

  2. Dieser Spital hat keinen Notstromgenerator und keinen Wasservorratstank. Was machens denn wenn mitten in der OP der Strom und das Wasser ausfällt. Habens wenigstens ein paar Hamster im Dynamo und ein paar zuvor mit Wasser abgefüllte PET-Flaschen bereit.

  3. Herrlich, da kann man nur lachen drüber. Eigentlich ist es zum weinen, aber man würde gar nicht aufhören damit, wenn man sich die verheerenden Zustände ansieht.
    Besonders gut gefällt mir der Satz, dass die Essap „per Gesetz verpflichtet ist, die Stadt mit Wasser zu versorgen“. Der Herr Gouverneur hat doch garantiert auch mehrfach das Gesetz gebrochen – legen Sie doch mal ihre Einnahmen vor – aber mit einem Krankenhaus ohne Wasser kann man sich nunmal nicht profilieren.

  4. Es ist ganz einfach nicht zu glauben, daß ein Architekt, der auch für die Bauleitung verantwortlich ist, nicht weiß, daß er u.a. auch rechtzeitig vor Fertigstellung des Bauvorhabens u.a. auch ANDE und ESSAP zu benachrichtigen hat und den Service zu beantragen. Denn bei keinem Bau einen Wohnhauses z.B. werden diese Dinge vergessen. Dann soll dies ausgerechnet bei einem so wichtigen Projekt wie einem Krankenhaus vergessen worden sein?? Freilich wil jetzt jeder die Schuld auf den anderen schieben, die Bauleitung auf ESSAP und ESSAP auf die Bauleitung. Das übrigens ist sogar typisch für Paraguguay, und das kann man überall und jederzeit antreffen. Präsentiert sich ein Problem, dann wird (statt eine schnelle und unbürokratische Lösung anzustreben) ganz einfach A oder B als Schuldige bezeichnet. Es ist nicht der Herr Gouverneur, der jetzt automatisch daran schuldig sein muß, denn die Bauleitung ist nicht seine Arbeit, dafür gibt es Architekten etc.etc.etc.. Und diese Bauleiter wissen schon zur Genüge aus eigener Erfahrung, welche Stellen von diesem Bauvorhaben unterrichtet sein müssen und welche Anträge zu stellen sind. So kann man getrost unterstellen, daß die entsprechenden Anträge rechtzeitig gestellt wurde. Ich kann mich z,.B. an einen Fall von vor einigen Jahren erinnern, als ein großer Supermarkt bereits fertig gebaut, und möbliert war, also fertig für die Einweihung. In den letzten Tagen vor der Einweihung teilte ANDE mit, daß die Einweihung zurücgestellt werden müsse, weil ANDE gerade für diese Zone, wo der Supermarkt erbaut wurde, nicht genügend Energie zur Verfügung habe, um diesen Supermarkt beliefern zu können. Auch damals gab es Schmierer, die in der Presse diesen Zustand der Bauleitung zuschrieben, denn ganz bestimmt haben die Bauleiter den Antrag auf Zurverfügungstellung einer bestimmten Energiemenge nicht rechtzeitig gestellt. Nun, es stellte sich heraus, daß ganz einfach in der Verwaltung der ANDE geschlampert wurde und plötzlich stand man vor dem fertigen Supermarkt und erschrak, weil dafür keine Elektro-Energie zur Verfügung stehe. Und tatsächlich konnte dann auh dieser Supermarkt mehrere Monate nicht geöffnet werden. Es ist naheliegend, daß jetzt evtl. der künftige Direktor des Krankenhauses, und, wie oben zu sehen ist, auch der Herr Gouverneur den Schuldigen an der Situation spielen darf. Aber komischerweise rührt man die Möglichkeit eventueller Verwaltungsfehler bei der ESSAP schon gar nicht an. Und zu mindestens 99’% liegt dort der Hase im Peffer. Was haben dann eigentlich die Privatisierung der Staatsbetriebe gebracht? Sie wurde zwar jetzt alle umbenannt in SA, z.B. CORPOSANA in ESSAP und ANTELCO in COPACO S.A., deren Aktien sich aber trotz Privatisation weiterhin fast vollständig in der Hand des Staates befinden. Lediglich von einer Umwandlung der ANDE wurde abgesehen, da man sogar zugeben mußte, daß im Falle einer Privatisierung der ANDE sich die Strompreise augenblicklich um mindestens 100% erhöhen werden und auch müssen. Und man wird auch im vorliegenden Falle des IPS-Krankenhauses in Paraguarí letztlich zugeben müssen, daß die Schlamperei bei der Verwaltung der ESSAP lag. Vor einigen Jahren schon gab die Verwaltung der ESSAP z.B. bekannt, man wisse, daß in Asuncion einschl. Umgebung (Gran-Asuncion) mindestens 50% der Wasseranschlüsse illegal seien. Da muß ich mich als Leser solcher Meldungen doch zwangsläufig fragen: Warum geht man dann nicht sämtliche Straßen, Grundstück für Grundstück durch, um diese illegalen Anschlüsse zu finden, wenn schon die Erfolgsaussicht derart hoch ist, mit den angeblichen 50%?? Aus diesem Grunde hat auch die ESSAP keinerlei Recht, regelmäßig die „Verkaufspreise“ ihres Luxusgutes „Wasser“ zu erhöhen, solange man nicht ausschöpft, was zur Verfügung steht. Denn allein schon durch ein Jahre strenge Kontrollen aller Grundstücke Gran-Asuncions müsste dann, laut den Angaben der ESSAP selbst, plötzlich ein Geldeingang vom Doppelten des aktuellen zur Verfügung stehen, und das müßte eigentlich sämtliche finanziellen Probleme der ESSAP auf einen Schlag lösen.

  5. Solche Meldungen passen genau nach Paraguay. Man glaubt, es hier wirklich nur mit Idioten zu tun zu haben, die weder vorausplanen- denken, noch logisch denken können. Aber Schuld auf die anderen abladen können sie immer und sich selbst mit schönen Worten heraus reden.

  6. Jeremia Ritter von Ochs vor dem Berg

    Der Artikel will lediglich zum Ausdruck bringen dass kein Wasser aus dem Hahn kommt. Kein Wortlaut davon dass man vergessen hat Rohre zulegen oder dergleichen.
    Essap hat Wassermangel und so kommt kein Tropfen aus der Wasserleitung des Krankenhauses.
    Ich dachte es haette so monstroes in Ostparaguay geregnet dass das Wasserproblem vorbei ist und die Duerre auch. Man spricht ja wieder von Rekordernten und diegibts nicht ohne genuegend Regen.
    Also, worueber beschwert man sich denn da anscheinend genuegend Wasservorhanden ist. Am Herrgott liegts anscheinend nicht!

    1. Kuno, das liegt daran, das die Großbauern die Flüsse umleiten um Ihre Felder zu bewässern, Das passiert schon in anderen Ländern Südamerikas. Essap ist nur zu faul, zerstörte Leitungen zu ersetzen, weil Arbeit, desweiteren wollen die keine Tiefbrunnen bohren, weil geht ja ein Haufen Geld den Amigos verloren. Desweiteren denke ich mal, habe es am „Hausbau“ gesehen, Abwasser und Wasserleitungen muss man nicht einbauen, da zuviel Arbeit. Nur weil ich gegen den “ Arschiteken“ war und kontrolliert habe was gemacht wird, brauchte ich das Haus nicht wieder aufstemmen um Leitungen zu verlegen.

    2. Das Wasserproblem wird sich in den nächsten 20 Jahren nicht erholen, da zuviel Raubbau an der Natur passiert. Ob überhaupt Wasserhähne existieren, davon wurde nichts geschrieben, und wenn, existieren keine Zuleitungen. Egal ob Essap oder Ande, die groß rum tönen, der Service wird eingestellt, nur „warme Luft“, nichts anderes. Service hatten diese Firmen noch nie.

    3. Es kommt drauf an, aus welcher Quelle das Wasser kommt. Wenn Paraguari ihr Wasser aus einem Fließgewässer mit ausreichend Durchfluss bezieht, liegt es schlicht und einfach daran, dass es zu wenig Pumpen oder eine begrenzte Aufbereitungskapazität gibt.
      Wenn die aus Brunnen ihr Wasser beziehen, dann gibt es wohl nicht genug Brunnen bzw. wenig ergiebige. Wie ich gesehen habe, werden ja irgendwo Brunnen gebohrt ohne irgendwelche hydrogeologische Gutachten mit Probebohrungen vorher gemacht.
      Tajamares, die direkt vom Regen abhängig sind, gibt es sicherlich nicht in Paraguari.

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