Krankenwagen oder Cartes?

Wer hat Vorrang: Der Präsident oder ein Krankenwagen mit einem Verletzten? Ein Verkehrspolizist entschied sich für den Präsidenten, der Patient überlebte.

Sicherlich fiel die Entscheidung dem Beamten nicht leicht, denn in dem Fall kann er eigentlich nichts richtig machen. Zumindest in sozialen Netzwerken löste der Vorfall ein reges Interesse aus. Antonella Brignardello veröffentlichte die Bilder und ein Video zu dem Thema. „Ich möchte der Dame für das Publizieren des Falles danken. Meine Verletzung war nicht so gravierend. Ich hoffe aber, es wird nie mit einer Person in einem kritischen Zustand passieren“, sagte Guillermo Araujo. Er lag in dem Krankenwagen als Verletzter.

Der Verkehrspolizist hatte sich gestern dafür entschieden, die Präsidentengarde zu priorisieren und den Krankenwagen mit Blaulicht und Sirene an einer Kreuzung anzuhalten. „Im Vordergrund stand die Partei und nicht der Patient. Zum Glück ging es nicht um Leben oder Tod“, sagte Araujo.
Zumindest die Lager in den sozialen Medien sind geteilter Meinung über das Handeln des Beamten. Carlos Maria Aquino, Direktor der Stadtpolizei erklärte die Rechtslage: „Eine Autokolonne, die des Präsidenten oder anderer Honoratioren, wie zum Beispiel Staatsgäste oder der Papst, haben immer höchste Priorität und Vorrang“. Aquino fügte an, der Krankenwagen sei nur für eine kurze Zeit an der Weiterfahrt gehindert worden.

Quelle: Hoy.com.py

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2 Kommentare zu “Krankenwagen oder Cartes?

  1. Ein normaler Vorgang – der Krankenwagen hätte ja auch eine Falle sein können, um den Konvoi zu stoppen und um so einen Anschlag zu verüben.
    Jeder Polizist, der anders entschied hätte, mag zwar ein „Gutmensch“ sein, aber nicht sonderlich gut geschult.

    1. Natürlich. Du hast recht.
      Man erinnere sich an den Fall mit dem Kinderwagen, den die RAF im September 1977 bei der Schleyer-Entführung eingesetzt hatte.
      Unter dem Applaus der extremen Linken sind damals nebst dem Fahrer, der wegen dem Kinderwagen (sehr menschenfreundlich) gebremst hat, auch drei Polizisten ermordet worden.
      Die Leute waren damals ziemlich auf Augenhöhe mit den heutigen Terroristen, die im Namen ähnlich spinnerten Ideen ebenfalls ungeheuerliche Schlächtertaten begehen. Und auch Vollidioten finden, die applaudieren.

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