Krise im Gastronomiesektor

Asunción: Der gastronomische Boom von Asunción ist vorbei, als in allen Ecken der Stadt Restaurants und Bars eröffnet wurden und es fast unmöglich war, freie Tische zum Abendessen zu finden.

Das jetzige Szenario ist anders, heute gibt es leere Tische und geschlossene Restaurants. Geschäftsleute der Gastronomie sind auf die Situation aufmerksam geworden und stellen sicher, dass die Zahlen für sich sprechen.

Mit beeindruckenden Werten zeigt die Anzahl der gastronomischen Unternehmungen, die gezwungen waren, ihre Türen zu schließen. Zwischen November 2016 und November 2018 mussten 78% der Restaurants, die ihre Räumlichkeiten in Asuncion eröffneten, wieder schließen. In den letzten Monaten ist ein Rückgang der Kundenzahl um 15% zu verzeichnen. In einigen Bereichen ist der Zusammenbruch sogar noch höher, so die Angaben der Branchenführer.

Mehrere traditionelle Geschäfte oder Franchise-Unternehmen, die mit einer großen Investition in das Land kamen, scheiterten in weniger als einem Jahr aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Situation. Die durchschnittliche Zeit, in der sie neue Räumlichkeiten “halten“, beträgt maximal 6 Monate. Eines der stärksten betroffenen Zonen ist das kokette Viertel Villa Morra in Asunción.

Mehrere Restaurants wurden vor weniger als zwei Jahren eingeweiht, darunter “La Bourgogne“, das als das beste und luxuriöseste Restaurant der französischen Küche in Buenos Aires gilt, “La Pergola“, “Sugar“ und andere haben ihre Türen geschlossen oder mussten ein Reengineering durchführen.

Die Krise in diesem Sektor verursacht auch ein ernstes soziales Problem, weil Tausende von Arbeitsplätzen in diesem Sektor betroffen sind. Nach den von Journalisten gesammelten Informationen gibt es Restaurants, die ihren Kellnern seit drei Monaten kein Gehalt zahlen und sie müssen mit den Trinkgeldern der wenigen Kunden überleben. Auch die Zahlung an Lieferanten in dem Sektor weist erhebliche Verzögerungen auf.

Die letzte von der Restaurantvereinigung in Paraguay (ARPY) durchgeführte Erhebung ergab, dass das gastronomische Angebot (Restaurants, Bars, Hotels und Gastronomiebetriebe) zwischen 2013 und 2015 um 28% gewachsen ist. Es wurden jedoch 590 geschlossen, ein Phänomen, das Bestand hat.

Die Situation reagiert im Allgemeinen auf mehrere internen und externen Faktoren. Als Beweis für das Szenario einer Konjunkturabkühlung legte die Zentralbank von Paraguay (BCP) einwandfreie Zahlen vor. Sie senkte die Wachstumserwartungen des Bruttoinlandsprodukts von 4 auf 3,2%, was in monetärer Hinsicht 350 Millionen US-Dollar weniger bedeutet.

Ein weiterer Faktor, der zur Krise in dem Gastronomiesektor beiträgt, war die wirtschaftliche Rezession der Nachbarländer, insbesondere in Argentinien. Sie führte dazu, dass die Franchise-Niederlassungen dieses Landes sich nach Paraguay orientierten, was einen Überschuss verursachte und für den lokalen Markt eine starke Konkurrenz darstellt.

Wochenblatt / Hoy

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5 Kommentare zu “Krise im Gastronomiesektor

  1. Ob das wohl am lausigen Kochen liegt? Ich selbst geh hier auch nicht mehr im Restaurant essen, wozu auch, es schmeckt lausiger als ich selbst kochen kann und ist zudem teuer? Da koch ich lieber zuhause für mich oder Freunde?

  2. Gastronomiessektro

    Antworten

    Da kann ich mich Christian2005s Meinung anschließen. An Gegrilltes gehört weder gar kein Salz noch zu viel Salz, weiß halt auch nicht wie die Köche in DÖCH das trotzdem sie eine vierjährige Lehre absolvieren mussten hin bekommen. Ja, doch, wenn man schon Preise wie in DÖCH bezahlt, dann darf man PY eben doch mit DÖCH vergleichen.

  3. Der Artikel der Cartes Zeitung scheint nur seinem Verleger als Grundlage für zukünftige Verhandlungen dienlich zu sein. Nichts von dem Erwähnten ist wahr. Ohne Reservierung kommet man bis auf die Churrascarias kaum wo rein, da alles voll und ausgebucht ist. Bitte mal Kommentare auf Originalartikel lesen.

  4. die preise sind einfach zu hoch, wenn ich wo für 1 teller mittlerweile – selbst in der vorrstadt-schlammschlacht-colonie für einen teller 50mil aufwärts zahlen muss, dann noch ein getränk (z.B. bier) für fast das doppelte was es in jeder despensa kostet dann kann ich getrost sagen, da koch ich mir mein steak lieber selber zuhause und erspare mir noch was dabei.

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