Lago Ypacaraí bleibt eine Kloake

Einige Politiker betonten, wenn es viel regnet, reinigt sich der Ypacaraí See von selbst, anscheinend muss noch mehr Wasser vom Himmel fallen, denn die Rate von Fäkalcoliformen Bakterien ist immer noch hoch als Folge der Verschmutzung durch 21 Gemeinden, einige von ihnen kommen der Verpflichtung einer Reinigung ihrer Abwässer nicht nach.

Umweltminister Rolando de Barros von der SEAM sagte, das Gewässer ist immer noch kontaminiert. Verschiedene Industriezweige, insbesondere Gerbereien, leiten ihre Wasserströme ungehindert in den See, schuld ist eine fehlende Infrastruktur im Allgemeinen, aber die Bürgermeister der Gemeinden sind verpflichtet, die Sauberkeit zu überwachen und eine Regulierung herbeizuführen.

„Die meisten umweltschädigenden Industriezweige wurden erfasst und bestraft, einige bezahlten die verhängten Bußgelder, andere ergriffen Maßnahmen aber einige arbeiten weiterhin weiter wie immer“, sagte Barrios gegenüber dem Radiosender 780 AM. Das Staatssekretariat hat eine Liste von Unternehmen erstellt, die für eine Verschmutzung der Abwässer verantwortlich sind und veröffentlicht.

Barrios fügte an, die einzige Lösung ist der Bau einer Kanalisation mit Kläranlage sowie weiterer Aufbereitungsanlagen. „Die Regierung investiert so viel wie keine andere davor. Noch nie floss in den vergangenen Jahren so viel Geld, das gab es noch nicht, aber die direkten Auswirkungen sieht man noch nicht weil es ein langfristiger Prozess ist“, betonte er.

Aufgrund der Verschmutzung sahen sich die Behörden gezwungen, das Baden im See in der letzten Sommersaison zu verbieten. Im Zuge dessen kam es zu herben Einbußen bei den anliegenden Gemeinden, die auf den Tourismus angewiesen sind.

Quelle: Ultima Hora

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8 Kommentare zu “Lago Ypacaraí bleibt eine Kloake

    1. Wird es nicht geben. Das „Trinkwasser“ für SanBer wird aus dem See gezogen. Dieses würde in Europa höchstwahrscheinlich unter die Sondermülbestimmungen fallen.

  1. Es ist nur schade das alle nur glauben es wird sich was ändern eine Kläranlage .Das gehört dazu aber es müsste mal geändert werden das Denkmuster der Menschen sie sollen nicht alles wegwerfen das ist das schlimmste und das gehört gestraft denn alles was weggeworfen wird kommt heute morgen übermorgen in den Bächen Flüssen Seen undsoweiter wenn das behoben ist dann wird sich generell was ändern .
    Was machen sie alles die Polizei schaut zu die Gemeinden schaun zu wie der Müll aus den Bussen fällt und illegal abgelagert wird nichts wird kontrolliert.

  2. Das Drama um den Ypacarai See ist stellverstetend für die Mentalität der Paraguayer! Eigenverantwortung ist hier unbekannt, es sind immer die Anderen schuld! Eigentlich ein Witz, ein ursprüngliches Naturvolk hat keine Ahnung, wie man umweltgerecht lebt, man möchte bitterlich weinen.

    1. Hallo, die Paraguayer waren noch nie ein Naturvolk. Die Paraguayer sind die Nachfahren der Spanier und Portugiesen die während der spanischen Inquisition aus den europäischen Gefängnissen geholt wurden um für die spanische Krone und die katholische Kirche das gesamte Land auszurauben und der indigenen Bevölkerung ( dem Naturvolk ) alle Lebensgrundlagen zu entziehen. Und das machen sie ohne Rücksicht bis heute.

      1. Das ist aber nur zu 50% richtig.
        Es fand auf Anordnung von Präsidenten eine „Vermischung“ von Weißen mit Guarani-Frauen statt.
        Aber was haben auch Naturvölker mit dem zu tun, was wir als „sauber“ oder „Hygiene“ bezeichnen. Ihr Gedankenschema ist völlig anders. Quasi in der Urgesellschaft musste man keinen Müll entsorgen oder trennen – da gab es so gut wie keinen 😉

  3. Ich sehe das Problem darin, dass nichts unternommen werden kann, weil kein anderes befreundetes Land die Kläranlage spendet.

    Es mangelt den Stadtverwaltungen einfach an Geld, um eine Kläranlage – hoffentlich durch ausländische Firmen mit entsprechendem Know-how – bauen zu lassen.

    Den die Einnahmen aus Steuern und Abgaben wie Grundstückssteuer, Habilitation fürs Auto, Mehrwertsteuer, Patente fürs Geschäft, werden schon alle aufgebraucht im Straßenbau, Straßensanierung, Müllbeseitigung, Sicherheit und Schule (Nein, heute ist nicht der 1. April).

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