Landbesetzungen durch Carperos abgewendet

Asunción: Ein ständig präsentes Thema in Paraguay sind die Landbesetzungen durch die, die nicht über ein eigenes Stück Land verfügen. Der Präsident der Republik, Federico Franco vereinbarte heute mit Vertretern der Carperos (Landbesetzer die mit Planen ein temporäres Haus erstellen) ein juristische Messung von geschenkten Ländereien (von Italien) in der Kolonie Andrés Barbero in der Provinz Concepción zu veranlassen.

Die Landbesetzer drohten erneut in das Grundstück einzudringen, da sich die Regierung zu viel Zeit lässt eine Verteilung in die Wege zu leiten.

Das Grundstück von 17.000 Hektar wurde letztes Jahr an den paraguayischen Staat übergeben nachdem es vor Jahrzehnten von einem Italiener an den europäischen Staat überging.

Die Carpero Führer José Rodríguez und Eulalio López, die eine Intervention beantragten wiesen auf die Abholzung in dem Gebiet hin. Ebenso sind sie nach wie vor an den Ländereien des Brasilianers Ulises Rodríguez Texeira interessiert, wo mutmaßlich zwei Drittel der Grundfläche von 20.000 Hektar zur Abholzung genutzt wird.

Federico Franco versprach die Überwachung durch das Umweltsekretariat (SEAM) und eine Vermessung der Ländereien, um festzustellen ob sich Bewohner illegal Land angeeignet haben.

Ebenso erklärte Franco, dass schnellstmöglich eine Fabrik zur Herstellung von Ethanol auf den besagten Ländereien installiert werden soll.

In der Vergangenheit sorgten Carperos für viel Aufmerksamkeit und Unruhe in der Provinz Alto Paraná, wo sie Ländereien besetzten und nicht vor einer juristischen Messung verlassen wollten. Insgesamt kamen Anfang des Jahres mehr als 10.000 dieser landlosen Paraguayer zusammen.

(Wochenblatt / Hoy)

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19 Kommentare zu “Landbesetzungen durch Carperos abgewendet

  1. „Das Grundstück von 17.000 Hektar wurde letztes Jahr an den paraguayischen Staat übergeben nachdem es vor Jahrzehnten von einem Italiener an den europäischen Staat überging.“
    An was für einen Europäischen Staat?????

  2. Wo gibt es den sowas, will man diese Schmarozer noch belohnen? Es werden bestimmt nicht weniger! Der Staat sollte ein Exempel statuieren und hart durchgreifen so dass es keinem in den Sinn kommt auch nur den Gedanken an eine Landbesetzung zu hegen … meine Meinung! Ist doch krank diese Geschichten … veräussern alles und dann betteln … hat ja bis heute gut funktioniert, alle müssen was tun damit es allen besser geht! Von Almosen kann niemand leben oder nur kurz. Franco scheint auch nicht resistent … und fällt auch um. Meine Meinung…

  3. Anstatt über diese Leute herzuziehen und sie als Schmarotzer zu bezeichnen, sollten wir uns überlegen, wie wir ihre Lebensumstände verbessern könnten. Wir leben hier mit allen erdenklichen Luxus, zahlen keine Steuern und ziehen dann noch über diejenigen her, die nichts haben, außer eine Plastikplane über dem Kopf. Und das bei 40 Grad im Schatten. Die deutsche Komune und da sind wir alle gemeint, sollten diese Leute tatkräftig unterstützten, um ihre Lebenssituation zu verbessern. Wir könnten Sachspenden sammeln, dazu noch einen Geldbetrag und alles bei einer Feierstunde den Leuten überreichen. Wir könnten mit ihnen gemeinsame Asados machen, damit sie sich von der Gesellschaft nicht ausgegrenzt fühlen. Man könnte sogar soweit gehen eine ganze Familie zu adoptieren und ihnen monatlich einen Geldbetrag zukommen zu lassen, dann brauchten sie auch keine Ländereien mehr zu besetzen und das Problem waere gelöst. So könnten wir uns bei unseren Gastgebern beliebt machen, da wir aktiv an der Lösung eines sozialen Problems mithelfen und nicht immer nur große Worte der Kritik für sie haben.

      1. Sozialistischer Träumer!

        Ich war das erstemal mit 8 Jahren in Rumänien, habe damals mein erstes AK-47 aus der Nähe gesehen und auch Roma kennen gelernt.

        Auch in Österreich hatte ich die Möglichkeit dortige Roma aus der Nähe zu sehen. Schon klar für Altkommunisten und Melonenfreunde (außen grün, innen tiefrot) sind Roma gleichwertige Menschen wie Deutsche oder Österreicher. Sie kennen diese ja auch nur aus Büchern.

        Mein Eindruck ist das jedenfalls nicht. Ich sage jetzt nicht diese Menschen sind sozialer Abschaum, aber sie sind definitiv sehr anders. Vielleicht werden sie in 500-600 Jahren es gelernt haben in Häusern zu wohnen, ohne diese zu zerstören und sich selber erhalten, ohne zu nehmen was ihnen nicht gehört. Derzeit ist das nicht so.

        Die Müllsack-Carperos erinnern mich stark an besagte Roma. Diese Menschen sind noch nicht in der Lage in Häusern oder Hütten zu wohnen. Geschweige denn, Landwirtschaft zu betreiben. Das können sie nicht, wollen es nicht lernen, und haben generel null Interesse an jeder Form der Arbeit.

        Ich würde vorschlagen sich ein Beispiel an Rumänien zu nehmen, wie die mit ihren Roma umgehen und das auf die Carperos umzulegen.

        Rumänien hat darin viele Jahrzehnte an Erfahrung – wie gesagt, ich war dort und habs gesehen und das Jahre vor dem Fall der Mauer. Durch Geld, oder Geschenke, oder Sozialhilfe, oder Land wird sich gar nichts ändern. Die sind so wie sie sind und das ändert sich auch nicht, ganz egal wie wir sie behandeln.

          1. 100% hat er das.
            Spanien kämpft mit seinen Gitanos und bekommen sie nicht in den Griff. Denen wurden gratis Häuser gegeben, wo nach kurzer Zeit Türen und Fenster zerstört waren und der Müll sich vor dem Haus auf der Straße stapelte. Die Städte räumens weg, auf kosten der Bürger.
            Sie sind „anders“, da macht man nix außer im Rahmen des Gesetzes dagegen gehen und sie so versuchen in die Schranken zu weisen.

  4. ja des hab ich hier schon oefters mal gelesen… „wir ezahlen hier keine steuern“ ???? wie kommt ihr daruaf, bezahlt ihr keine mwst 10 oder 5 % wenn ihr im supermarkt einkauft? bezahlt ihr keine habilitacion fuers fahrzeug???? usw. wenn nicht ja dann bezahlt ihr keine steuern, wie immer ihr auch das macht…

    asuncioner ist ein absoluter traeumer, wenn alle menschen so sozial waeren wie er „schreibt“ ja dann gaebe es keine probleme und arme auf diesem planeten.

    was ich zudem nicht verstehe die schreiben carperos die nicht ein flecken land besitzen, und? ist das etwa ein problem? gibt es nicht etwa davon millionen, die einfach nur in miete leben??? es kann nun mal nicht jeder ein grundstueck besitzen…

    der staat sollte denen besser 1-2 montasmieten fuer ein haeuschen bezahlen und die sollten mal irgendwelche jobs annehmen, so wuerden die mal aus ihrer gewohnten umgebung gerissen werden, zudem aus den sozialen kontakten mit anderen carperos… vielleicht waere das eine loesung. falls sie ein grundstueck bekommen sollten und immer noch unter ihrer plane leben, was aendert das???

  5. 9mm scheint das Problem nicht zu erkennen. Ich würde mich hüten Menschen in „Herrenmenschen und Untermenschen“ einzuteilen.

    FÜR MICH IST JEDER MENSCH GLEICH. OB SCHWARZER AUS DEM HINTERSTEN BUSCHDORF ODER ADELIGER AUS DEN HÖCHSTEN KREISEN“.

    Vollidioten (man möge mir diesen Ausdruck entschuldigen) gibt es auf beiden Seiten und habe jede Menge in meinem Leben kennengelernt.

    Es ist alles eine Sache der Erziehung und des sozialen Umfeldes. Ich habe verrottete paraguayische Kinder gesehen, die in ein anderes Umfeld gekommen sind und sich dort prächtig adaptiert haben und heute an Wissen, Können, Manieren etc. keinem Deutschen in Nichts nachstehen.

    Wenn jemand im Müll aufwächst, niemals eine Schule besuchen konnte, was soll dann gross aus ihm werden? Aber und nun kommt das berühmte aber: Deswegen hat er aber als Mensch keinen geringeren Wert. Die Sklaverei ist zum Glück abgeschafft worden und wenn wir nicht so egoistisch wären und lieber 3 Autos statt eines haben wollten und nicht nur immer zuerst an uns selber denken würden, dann könnten viele im Mülllebende vielleicht ein menschenwürdigeres Leben führen können.

    Naturvölker die heute noch im Busch wild leben sind uns doch weitaus überlegen. Seit tausenden Jahren leben sie mit und von der Natur. Wir haben es geschafft in kurzer Zeit unser Umfeld zu vernichten und da soll mir noch einer von Intelligenz reden.

    1. Hallo Asuncioner,
      alles was Sie hier schreiben ist in 100% OK ! Leider die meisten die hier leben, gerne vergessen wem das ganze Land gehörte… Solche Einstellung in Deutschland hat uns s.s.viel gekostet (I u. II Weltkrieg verloren…) !
      Gruss

        1. @ Asuncioner
          Dass wir Ihre Kommentare lesen, liegt daran, dass Sie ja ganz gelegentlich auch mal einen ernsthaften Standpunkt vertreten. Würden Sie nur Ihre besondere Ironie verfassen, könnte man Ihre Kommentare tatsächlich völlig ignorieren. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, also lesen wir (leider) weiter.

  6. „so schlimm ist es nun auch wieder nicht.“… sagt sich jeder wenn er in den Spiegel guckt. 🙂

    Noch mal zu den Carperos. Brot und Spiele ist was sie sich nehmen. Man sollte den Spieß umdrehen und es ihnen geben.

    Z.B.: Musikunterricht, Kastagnetten, Gitarren und die tägliche Ration Faustin… Man kann die Liste noch erweitern aber nicht mit Land, Häusern, Handys oder so was. Das bringt nichts!

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