Kinderarbeit – ein kulturelles Problem

Asunción: Der Vizeminister für Arbeit, Raúl Mongelós, versicherte, dass die schwere Kinderarbeit ein kulturelles Problem sei. Am morgigen Mittwoch werden sich diverse Institutionen treffen, um einen Plan zu erarbeiten, der die Kinder davor schützen soll.

„Kinderarbeit wird ab etwa 14 Jahren festgestellt, so wie in den Kalkminen von Vallemí zum Beispiel. Von den 50 überprüften Minen hatten zehn minderjährige Arbeiter“, sagte der Vizeminister.

„Dies jedoch ist ein kulturelles und nicht ein legales Problem. Vom Betreiber mal abgesehen wussten die zuständigen Eltern noch nicht einmal dass das nicht erlaubt ist“, unterstrich er.

Repräsentanten des Arbeitsministeriums treffen sich morgen um einen Bericht auszuarbeiten der von der Arbeitsbehörde der USA (Usdol) überwacht wird. Die Kinderarbeit zu reduzieren ist das Hauptanliegen der Bereiche.

Bei dem Treffen werden Vertreter des Landwirtschafts-, Frauen-, Bildungs-, Kinder- und Gesundheitsministerium anwesend sein wie auch internationale Organisationen für Arbeit und die Unicef.

Eine Studie des Sekretariats für Kinder und Jugendliche belegt, dass rund 280.000 Kinder in Paraguay Arbeiten Erwachsener ausführen.

(Wochenblatt / Abc)

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

12 Kommentare zu “Kinderarbeit – ein kulturelles Problem

  1. Sehr guter Bericht. So wie die USA sich einbringt, so sollten wir uns auch einbringen. Viele von uns (mich ausgenommen) leben am Land wo es auch Kinderarbeit gibt. Hausangestellte haben wir alle und deren Kinder werden manchmal zur Arbeit herangezogen. Besonders am Land. Bei uns in der Stadt haben die Hausangestellten eine geregelte Arbeitszeit und versichert sind sie auch und fahren abends zu ihren Familien. Wir beuten ja niemanden aus. Am Land, wo oft die ganzen Familien an der Arbeitsstelle wohnen müssen oft auch Kinder arbeiten verrichten. Sollten wir so etwas beobachten, dann dürfen wir nicht wegschauen, sondern sollten den Umstand der Behoerde melden. Mehr noch, wir könnten aktiv zur Einhaltung des Kinderschutzgesetztes beitragen, indem wir unser Umfeld genau beobachten. Unsere Gastgeber würden uns dann wegen unseres ausgeprägten Gerechtigkeitssinns zu schätzen wissen.

    1. @ Buchholz,
      das kann man so nicht verallgemeinern. Unsere Hausangestellte (geschieden)ist wirklich eine fleißige Biene. Sie arbeitet, soviel sie kann. Zusätzlich zur Arbeit bei uns näht sie auf Bestellung, was immer die Kunden möchten. Dazu hat sie einen riesigen Gemüsegarten, deren Ertrag sie verkauft.
      Nun hat sie uns letztens gefragt, ob ihr Sohn (15 Jahre)
      im Garten arbeiten dürfe, weil er lernen solle, dass er ausser der Schule auch etwas fürs wahre Leben lernen soll.
      Er soll wissen, dass das Geld für MP-3-Player unw nicht vom Himmel fällt.
      Fall jetzt jemand wissen möchte, ob wir den Jungen beschäftigen – nein. Wir möchten warten, bis er 16 ist. Es sind aber nur noch ein paar Monate.

  2. hehe asuncioner, ich wuerde dich gern mal kennen lernen ob du wirklich so redest wie du schreibst, des kommt wie so ein heiliger samariter rueber 😀

    – aber tatsachlich ist es ein problem! ich habe auch nachbarn in der naehe, die eltern hocken daheim und saufen, und schicken die kinder auf die strasse, wovon sie ja meisstens genug haben…

  3. Ich finde das sehr schlimm ! Auch auf den Strassen an der Ampel wird oft gebettelt. Aber wie heisst es ? Ohne Fleiss kein Lohn !

  4. Es kommt doch wohl auch ein wenig auf die Arbeit an.
    So wie es im Artikel und auch bei einigen von euch rauskommt, wird jegliche Arbeit, die Kinder verrichten verteufelt.
    Natürlich sollen und dürfen sie nicht in Minen arbeiten oder zum Betteln geschickt werden.
    Aber zuhause helfen und was tun schadet ihnen sicherlich nicht.
    Ich beobachte bei uns in der Umgebung eher das Gegenteil.
    Die Eltern schuften, machen wie die Angestllte von Hans E. viele Arbeiten, und die Kinder und Jugendlichen lungern nur herum und lassen sich verhalten.
    Arbeiten wollen sie schon mal gar nicht, wozu auch, die Eltern schaffen doch das Geld heran.
    Wir mußten als Kinder zuhuause auch mithelfen, und das gar nicht wenig.
    Niemand hat sich darüber aufgeregt und wir sind alle arbeitssame Menschen geworden.
    Wer als Kind und Jungendlicher nicht lernt, daß das Geld nicht vom Himmel fällt, sondern durch Arbeit erwirtschaftet werden muß, der lernt es später nicht mehr.

  5. In der Jugend lernt man alles einfacher. Einen Baum soll man biegen, so lang er jung ist.
    Allerdings die schulische Ausbildung geht vor allen anderen Dingen.

    1. „Einen Baum soll man biegen, so lang er jung ist.“
      Diesen Spruch mit der Erziehung von Kindern und Jugendlichen in Verbindung zu bringen geht zu weit. Hat das nicht Hitler gesagt? Oder Stalin?…

      @sukowsky, „was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr“ ist wesentlich besser. Denkst Du nicht auch?

      Und die Schule geht nicht vor allen anderen Dingen. Es ist die Familie. Die Schule schließt den Kindern die Augen und die Eltern sollten sie wieder öffnen.

      1. Was hat das mit Hitler zu tun! Die alten Römer kannten ihn schon.
        Wenn sie einen Gärtner zuschauen verstehen sie es vielleicht.
        Arbeit ist die Schule des Lebens!

        1. @ Sukowsky… Genau so ist es. Aber das hat die Menschheit mit Ihrem Gutmenschentum mittlerweile ordentlich vermasselt. Die Kids von heute denken, Handy, LCD TV, Xbox , Playstation, Notebook sowie ne fette INternetleitung und Handy sind Standards die in jedes Kinderzimmer gehören….

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.