Landkonflikte könnten zum Sturz des Präsidenten führen

Asunción: Der Senator Paraguayo Cubas warnte davor, dass Konflikte um Landbesitz zum Sturz vom Präsidenten der Republik, Mario Abdo Benitez, führen könnten, wie dies beim ehemaligen Präsidenten Fernando Lugo der Fall war.

Senator Cubas traf sich am Sonntag mit Bauern aus Guahory und Pindo’i, im Bezirk Tembiaporá, Departement Caaguazú, wo es mehr als ein Mal zu Zwischenfällen und Zusammenstößen mit brasilianischen Landwirten und der Polizei kam.

Der Abgeordnete erklärte, wenn die brasilianischen Produzenten drohen, mit ihren Traktoren Sperren zu errichten, würden etwa 10.000 Paraguayer auf die Straße gehen, was zu Zusammenstößen und Todesfällen führen könnte, wie es 2012 in Curuguaty der Fall war gewesen sei. Damals starben sechs Campesinos und fünf Polizisten, eine Tatsache, die zur Entlassung des ehemaligen Präsidenten Fernando Lugo führte.

„Lugo wurde wegen des Todes von 11 Personen abgesetzt und wenn diese (brasilianischen Landwirte) ihre 700 Traktoren zum Aufstand verwenden, werden wir unter den 10.000 Paraguayer auf der Gegenseite sein. Wir werden nicht zulassen, dass sie einen Meter vorrücken und an uns vorbeikommen. Es wird nicht elf Tote geben, sondern mehr“, sagte Cubas.

Gleichzeitig betonte Cubas, dass er nicht gegen die Produzenten sei, die die Gesetze von Paraguay einhalten, sondern gegen diejenigen, die zum Beispiel den Schutzstreifen nicht beachten würden, der geschaffen worden sei, damit Personen außerhalb der Sojaplantagen nicht in Kontakt mit den Agrochemikalien kämen.

„Der Präsident der Republik – bevor er sein Amt verliert – weil er sein Amt verlieren wird, wenn hier ein Problem auftritt, sollte sich mit dem Problem genau befassen. Er muss mit seinem Hubschrauber kommen, um zu sehen, was im Land passiert und nicht die anderen politischen Parteien besuchen, aber dabei die Bauern im Stich lassen“, sagte der umstrittene Senator.

Wochenblatt / Ultima Hora

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5 Kommentare zu “Landkonflikte könnten zum Sturz des Präsidenten führen

  1. Cubas spricht mir aus der Seele, mit so einem MANN würde ich zu 100% mitkämpfen, auch wenn wir am Ende wie Che, Abraham, Kennedy,Jesus, Melcom, und Martin gedötelt werden. 🙂

  2. Die Brasilianer, deren Kinder schon längst Paraguayer sind, kamen wegen der viel billigeren Landpreise in Paraguay und hatten durch bessere Kenntnisse, Fleiß und Ausdauer mehr Erfolg. Dies erweckt natürlich Neid bei den weniger Erfolgreichen die nun mal in der Mehrheit sind. Demagogen wie es die meisten Politiker sind, schlagen sich natürlich offen immer auf Seiten die Mehrheit.
    Bruening, der letzte Reichskanzler vor Hitler soll gesagt haben: „ Der Politiker verspricht den Armen sie vor den Reichen zu schützen und den Reichen sie vor den Armen zu schützen. Von den Reichen nimmt er das Geld und von den Armen die Wählerstimmen.“ …. und lebt selbst bestens und in Reichtum.

  3. Der Raubbau mit Soja, (Sojaboom) beruht auf einer Idee multinationaler Konzerne 2003.
    Das „Positive“ ist ein jährliches statistisches Wirtschaftswachstum für Paraguay.
    Die Folgen lesen sie hier: https://derstandard.at/2000058672496/Suedamerikas-Soja-Revolution-ertrinkt-in-Pestiziden
    Zumindest hat dieser „schillernde“ Senator die Zeitbombe erkannt, und spricht das Problem offen an.
    Die Brasilianer pachten seit 2003 große Landflächen in Paraguay; sie haben das notwendige Betriebskapital aber keine Anbauflächen.
    In dieses bis jetzt lukrative Geschäft steigen die Mennos vermehrt ein und holzen zur Gewinnung von Anbauflächen gnadenlos ab.

  4. Ganz unrecht hat der Kommentar nicht in keinen Land Südamerikas ist der Grund und Boden in so wenig Händen konzentriert wie in Paraguay.Der Konflikt betrifft vor allen die Agressiv aggierenden Brasilieaner. Das kann genau so gut andere Großgrundbesitzer betreffen.Die Zeitbombe ist schon lange bekannt, da gab es vor X-Jahren schon Studien.
    Mario Abdo Benitez und Fernando Lugo haben eins gemeinsam sie sind Unbequäm und liegen bzw. lagen vielen Geldsäcken und Soja/Rinderbaronen schwer in Magen. 2012 in Curuguaty war eine Verschörung gegen Lugo,die gleiche Nr. hätte man gern abgezogen gegen Benitez.Dar zu erwarten als er einige die die Flügel kürzte.

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