Landwirte aus dem Yerba-Mate Sektor in Aufruhr

San Rafael del Paraná: Yerba-Mate Landwirte aus Itapúa sind in Aufruhr. Grund dafür ist der niedrige Preis für die Blätter. Er liegt nur bei 1.200 Guaranies pro Kilogramm. Sie fordern mindestens 1.800 Gs.

In den letzten Tagen sperrten die Demonstranten des Öfteren die wichtige Fernstraße 6 um ihren Forderungen mehr Nachdruck zu verleihen. Der derzeitige Preis, den die Fabriken für ein Kilogramm Yerba-Blätter zahlen wollen, liegt bei 1.200 Gs. Die Landwirte fordern 1.800 Guaranies bis 2.000 Gs.

Felipe Ojeda, ein Sprecher der Landwirte aus dem Sektor, beklagte den Mangel an Interesse von nationalen Behörden, weil weniger als ein Monat vor Beginn der Yerba Mate Ernte noch keine Einigung erzielt sei. „Wir sind immer noch nicht sicher, ob der Preis besser wird. Jetzt können wir mit dem Angebot nicht einmal die Arbeitskosten decken“, sagte Ojeda.

„Seit einem Treffen mit Vertretern der Regierung und der Föderation der Yerba Mate-Produzenten am 19. Februar ist kein Fortschritt erzielt worden“, sagte der Produzent.

„Am 23. März fand ein zweites Treffen in Guairá statt, bei dem das Versprechen der Regierung zur Vermittlung der Angelegenheit erneut bekräftigt wurde. Es liegen jedoch keine Informationen darüber vor, dass Fortschritte erzielt wurden“, fügte er hinzu.

Landwirte, meist kleine Produzenten, fordern von der Regierung Initiativen, die zu Vereinbarungen mit dem Industriesektor führen und klare Maßnahmen, um das Eindringen von Schmuggelware zu verhindern.

„Von Brasilien aus, über Pedro Juan Caballero und von Argentinien aus über die Häfen von Edelira und Capitán Meza kommt viel Schmuggelware ins Land. Wir fordern, dass die Regierung ihre Rolle beim Schutz der nationalen Produktion erfüllt. Das geschmuggelte Produkt ist ein Abfallprodukt in den Herkunftsländern. Es wird zu einem sehr niedrigen Preis verkauft, weshalb es für Industrielle attraktiv ist. Diese getrockneten Blätter werden mit dem nationalen Produkt gemischt, um Volumen zu erzeugen und verschlechtert seine Qualität“, sagte Ojeda.

Wochenblatt / ABC Color

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8 Kommentare zu “Landwirte aus dem Yerba-Mate Sektor in Aufruhr

  1. Nicht einmal die Buen Educados, die schon ein paar Jahrzehnte länger als ich hier leben, scheinen begriffen zu haben, dass dieses Land über Gesetze und Beatmete im Beatmetenhäuschen verfügt, doch die Gesetzestexte kann man als Klopapier verwenden, wenn kein Beatmeter aus dem Beatmetenhäuschen gekrochen kommt, nicht einmal bei schönem Wetter, weil dann demasido calor ist und bei schlechtem Wetter bleiben sie zu Hause.

    1. Nachtrag. Übrigens, ich, der ich ein paar Jahrzehnte weniger lang als die Buen Educados hier lebe, ich hab’s schon längst begriffen.

  2. Ist weltweit so, die mit den Händen Schaffenden sind die Ärsche der Schlipsträger, welche die Preise basteln.

  3. 1 200 Gs pro Kilo auf minimum 10 000 Kilo pro Hektar sind minimum 12 000 000 Gs. Auf Hektar/Jahr.
    Ausgaben in einem Jahr: Eine neue Rueckenspritze da die alte von letzdem Jahr von Sonne und Wetter draussen liegen nicht mehr brauchbar ist 450 000 Gs. Zum Unkraut vertilgen. Aufwand 3x ein Tag Arbeit zum spritzen plus 3x 3 Liter Glifosat total ca. 450 000 Gs. Und der Yerba ist suber von Unkraut, man muss nur aufpassen dass man nicht zu hoch spritzt und die Yerbablaetter kein Glifosat ab bekommen. Das schneiden vom Yerba beim Niedrigpreis von 1 200 Gs. uebernimm der Aufkaeufer der in der Regel auch das Erntepersonal stellt um sicher zugehen dass auch richtig geschnitten wird. Der Yerba Besitzer muss dann nur noch beim wiegen der Ernte dabei stehen 4. Arbeitstag.
    Da liegen dann schon par Tage mit drinn zum Ruten sperren.

  4. Lieber Hans, wie man aus Ihrem Kommentar herauslesen kann haben Sie von Yerba Mate leider keine Ahnung.
    Das man mit 1.200.- Gs/Kg Blätter lediglich die Kosten deckt kann ich zwar auch nicht bestätigen aber ein fairer Preis ist das auf keinen Fall. Die geforderten 1.800.- bis 2.000.- Gs/Kg wurden in den vergangenen Jahren auch bezahlt und sind ein absolut realistischer Preis.

    1. Angebot und Nachfrage regeln den Preis! Nicht der Staat
      Und da jedes Jahr mehr von diesem Zeug gepflanzt und geerntet wird ist die logische Folge?

  5. Kuno Gansz von Otzberg

    Antworten

    Ich glaub doch dass Hansens Rechnung in etwa stimmt.
    Da die Yerbapflanze aehnlich gross wie ein Zitrusbaum ist so kommt in etwa dieselbe Pflege und Ausgaben in Frage. Also unten sauber halten mit Hacke oder Gift und dann die Aestchen und Blaetter ernten indem man diese abschneidet. Dann werden diese Luft oder Ofengetrocknet und eingesackt. Wo’s ab dann zum Grosshandel geht.
    Frueher in den 1980gern wissen die Aerzte vom Leprahospital Km 81 dass vor allem Leprakranke die Yerbablaetter feintreten mussten (so wurde es damals zermalen) um diese zu zermalen. Wahrscheinlich kam daher die Leprakrankheit unproportionell haeufiger bei Yerbaarbeitern vor als bei anderen. Schmutz & Co. duerften auch eine Rolle gespielt haben. Zumindest frueher wurden die Yerbablaetter von Leprakranken Menschen mit den Fuessen zermalen (also mit Leprafuessen die Yerbablaetter zertreten).
    Die Yerbaproduktion duerfte daher eine der gemuetlichsten und lukrativsten Landwirtschaftsaktivitaeten sein da diese Baeume geringe pflege beduerfen (zumindest wenn man einen Zitrusbaum unten sauberhaelt, so gibt er meist Frucht wo der Zitrusbaum weit mehr natuerliche Feinde hat wie das Yerbastrauch. Yerba duerfte man daher eher als leichtpflege-Strauchbaum bezeichnen als diese mit dem Obstbaum zu vergleichen.
    Warum nicht mal vom Leucaena Yerba machen, oder von der Hecke oder Eukaliptusbaum? Das waere genauso rentabel und sogar noch gesuender da Yerba weit mehr Kaffein drinnen hat als Kaffee.

  6. Da kann ich nicht mitreden, bin ja kein Backwoodsman. Keine Ahnung wie das so ist mit Gurken, Tomaten und Gras zum Trinken anbauen. Dafür bin ich Mecanico – Maurer – Maler – Elektrizität – Klempner und seit ich von Frankfurt angeschommen kam bin ich das Ganze in einer Person sogar als diplomierter. Hätte mich wohl doch eher im paraguyschen Hinterwäldler ansiedeln sollen, da könnte ich wohl mitreden. Sogar auf welcher Seite des Hauses man seinen Müll anzünden muss, damit es einem nicht ins eigene Haus zieht, sondern besser zum Nachbarn. Der Vorteil liegt aber, dass ich nicht so weit laufen muss um meine gebrauchten Akkus & Batterien in die einzige Sammelstelle des Landes nach Asu zu bringen. Aber so schlau wie ich bin gebe ich Akkus & Batterien schlicht und einfach der Müllabfuhr mit, damit sie in den Tschungel geworfen werden, und muss sie somit nichts selbst mit Windeln, Glas, Blech, toten Hund und sonstig Brennbarem abfackeln. Jedenfalls könnte man ja erfinden sich irgendwo in der Mitte bei ca. 1.600 Guaranies p/kg treffen, bevor sie sich die Köpfe einschlagen wegen dem Zeugs, was ich anstatt zum Anfeuern des Mülls auch der Müllabfuhr mitgebe. Oder dem Nachbarn zum Anfeuern rüber werfe, soll ja gar nicht so einfach sein Akkus & Batterien, Windeln, Glas, Blech, toten Hund und sonstig Brennbares zum Abfackeln zu bringen.

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