Lebensqualität in Asunción hat sich verschlechtert

Die untersuchten Faktoren für diese These beinhalten das politische, soziale und wirtschaftliche Umfeld, wie Umwelt, Sicherheit, Bildung und öffentliche Dienstleistungen, insgesamt gesehen liegt dabei die Metropole Paraguays im Mittelfeld, die Tendenz geht aber abwärts.

Paraguays Hauptstadt steht im internationalen Ranking nun auf Platz 114 im Bereich der Lebensqualität, laut der weltweit agierenden Marktforschungsgruppe Mercer, im Jahr 2012 schaffte man noch Platz 111, es ist ein Rückschritt erkennbar, trotz vieler anderslautender Proklamationen. Allerdings büßten auch andere lateinamerikanische Städte Plätze ein.

Von 230 untersuchten Städten liegen Montevideo (78), Buenos Aires (91), Santiago de Chile (93) und Panama (95) unter den ersten 100 auf dem südamerikanischen Kontinent, Brasilia erreichte auch nur Platz 107.

Weltweit gesehen sind die Österreicher führend, zumindest die Hauptstadt Wien erzielte 2015 den ersten Platz für die beste Lebensqualität, während Bagdad das Schlusslicht markiert.

Der Wirtschaftswissenschaftler Isaac Godoy sagte, Bildung ist der ausschlaggebende Punkt für eine Richtungsänderung nach oben, nicht nur in Asunción sondern auch in weiteren Städten Lateinamerikas.

„Chile und Uruguay haben in den letzten Jahren diesem Sektor mehr Aufmerksamkeit geschenkt und vor allem viel investiert, dabei die Demokratie gefestigt und öffentliche Dienste modernisiert“, sagte er. Dies führte zu einer gestiegenen Lebensqualität.

Laut Godoy, ist die globale Entwicklung schnell fortschreitend, wenn andere Bereiche, wie Investitionen in Bildungseinrichtungen, verbunden mit einem Ausbau der Infrastruktur sowie eine politische Stabilität als Sicherheit für private Investoren nicht Schritt halten, dann werde auch keine stetige Verbesserung der Lebensqualität für Familien erzielt werden.

Quelle: 5dias

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4 Kommentare zu “Lebensqualität in Asunción hat sich verschlechtert

  1. Als ich vor 13 Jahren nach Paraguay kam ärgerte ich mich schon über die fliegenden Händler in den Bussen. Mir kam das als aufdringlich und als eine Belästigung vor, eben typisch deutsche Empfindsamkeit. Doch schon bald schätzte ich die Vorteile dieser Händler und empfand deren Angebote als willkommene Abwechslung, bequemer Einkaufsservice und mitunter sehr unterhaltsam, z.B. durch Musikanten. Wenn nun dieser fliegende Handel verboten werden sollte, ist das wieder völlig undurchdacht und unlogisch. Außerdem gibt es in PY so viele „vernünftige Gesetze“ die dennoch nicht eingehalten und kontrolliert werden. Wie und wo sollten die Händler künftig ihr Geld verdienen? Sie werden zwangsläufig in die Kriminalität abgetrieben, denn von irgend etwas müssen sie doch leben. Für ein Verbot von Getränken im Bus wäre ich allerdings auch. Denn die leeren Flaschen und Becher fliegen stets aus dem Fenster, zuweilen einem vorbei fahrenden Auto auf die Motorhaube – typisch für Paraguay.

    1. Ups – habe ich einen anderen Artikel gelesen?
      Ging es eben um fliegende Händler und deren Verbot und ich habe es nicht mitbekommen?
      Ich habe dem Artikel entnommen, dass die Lebensqualität in Asuncion gesunken ist – wen wundert’s. Das erlebt man selbst, wenn man unterwegs ist in Asuncion. Bildung, bzw. das Fehlen derselben kann man zwar nicht direkt merken, doch wenn man – gezwungenermaßen – im Bus zuhört, über was und wie sich junge oder auch ältere Paraguayer unterhalten, dann kann man sich schon manchmal fragen, ob man in Paraguay oder irgendwo weitab jeglicher Zivilisation, im Buschland von … ist.
      Ein Verbot der fliegenden Händler wäre allerdings wirklich schade. Sie bringen Farbe in die Busfahrt und sind wirklich unterhaltsam. Und wer meint, die oftmals völlig überteuerten Waren kaufen zu müssen – naja, jedem wie es beliebt. Es gibt ja auch genug Leute, die in der nächstgelegenen Despensa einkaufen, wo der Supermarkt mit Preisen ab 20% günstig nebenan liegt – und der auch anschreibt.

  2. Lebensqualität läßt sich so nicht bestimmen.

    Es freut mich zwar, daß Wien weltweit die #1 ist und es lebt sich auch gut dort; ABER Lebensqualität hat ihren Preis.
    Lebensqualität muß man sich leisten können. Es mag ein Vorteil sein, ein Top Opernhaus zu haben und einen jährlichen Opernball.

    Jedoch sieht man dort immer wieder die selben Leute. Die Masse hat von dieser Lebensqualität also bestenfalls einen Teil.
    Wenn ich jetzt schreibe: „Wien hat die höchste Lebensqualität, sofern man im Monat mindestens Euro 8 000/U$ 10 000 zur Verfügung hat“ – ja dann ergibt die Aussage plötzlich Sinn!

    Dann ergibt sich auch das schlechte Ranking von zB Asuncion von selber. In Asu topped man bei ~3000 Euro im Monat schon fast aus. Da gibt es nicht mehr viel, was man sich nicht leisten kann. Das bedeutet für relativ „arme“ Europäer mit bis zu Euro 2000 – 3000 im Monat ist die Lebensqualität in Asuncion vielleicht sogar höher als in Wien oder München.

    Soweit ich weiß ist das immer noch die Masse der Menschen in deutschen Landen.
    Darüber lohnt es sich durchaus einmal nach-zu-denken.

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