Lepra: Eine ausgerottete Krankheit taucht wieder vermehrt auf

Villarrica: Hunderte Fälle von Lepra gibt es im ganzen Land, eine Krankheit, die als ausgerottet schien und bei vielen der Erkrankten Schrecken sowie Angst auslöst. Jetzt wurden 10 neue Fälle in Guairá entdeckt.

Das Gesundheitsministerium aus Guairá berichtete, dass man 10 Fälle identifiziert habe. Die Behörden erinnerten daran, dass die Krankheit heilbar ist und Diagnose und Behandlung kostenlos sind.

Die Leiterin des Lepra- und Tuberkuloseprogramms der Gesundheitsregion IV aus Guairá, Laura Riquelme, erklärte, dass in Guairá die zehn Fälle von Lepra diagnostiziert wurden und unter Kontrolle seien. Obwohl viele davon ausgehen, dass die Krankheit ausgerottet ist, ergab die letztjährige Statistik 287 neue Fälle im Land, mit Meldungen in allen Departements und insgesamt 320 Fällen in Behandlung.

Riquelme betonte die Bedeutung einer rechtzeitigen Behandlung, die für die Kontrolle der Krankheit und die Vorbeugung von Behinderungen unerlässlich sei. Nach Beginn der Behandlung ist die Person innerhalb von 24 Stunden nicht mehr ansteckend. Es sei von entscheidender Bedeutung, dass die Bevölkerung über Lepra informiert sei und wisse, dass Diagnose und Behandlung kostenlos seien, um so eine frühe und wirksame Erkennung zu fördern, betonte Riquelme.

Wochenblatt / Vision Comunicaciones

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8 Kommentare zu “Lepra: Eine ausgerottete Krankheit taucht wieder vermehrt auf

  1. Es ist richtig, Lepra war bis vor ca. 10 Jahren so gut wie ausgerottet in Paraguay. Dank den Mennoniten!! Sie errichteten vor vielen Jahren (ist mir nicht genau bekannt wann das war) an der Ruta II auf km81, eine für ganz Südamerika vorbildliche Leprastation, allein finanziert durch Spenden und freiweillige Unterstützung durch Mennoniten, sowohl in finanzieller als auch in personeller Hinsicht. Eine wirklich großartige Leistung! Ich war in der Vergangenheit mehrmals in dieser Einrichtung um mir das anzusehen und war jedesmal zutiefst begeistert von diesen so selbstlosen und überaus liebenswürdigen Mennoniten die dort mitarbeiteten. Soweit ich richtig informiert bin kam hingegen vom paraguayischen Staat kaum Unterstützung hinzu. Von diesem Lepra-Krankenhaus aus fuhren regelmäßig Arztteams durch das Land und suchten systematisch nach Leprakranken um sie zu motivieren sich auf ihrer Station behandeln zu lassen. Nachdem aufgrund der so tollen Arbeit der Mennoniten die Krankheit wirklich fast ausgerottet war, stellten die Mennoniten ihre Station um (wenn ich noch aktuell informiert bin) und behandelten dort Drogenkranke – ebenfalls alles aus Spendengeldern. Damit schlief die Überwachung und Suche nach Leprakranken im Land vermutlich ein. UND NUN HABEN WIR DAS ERGEBNIS. So ist das, wenn der Staat sich nicht kümmert und alles andern überläßt. Leider ist von all dem, was ich hier beschrieben habe, im WB-Bericht kein Wort zu finden. Schade! Vielleicht sollte man sich diese Mennoeinrichtung auf km81 an der Ruta II ansehen und sie unterstützen!!!!!!

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  2. Übrigens:
    Lepra ist nicht ansteckend und nicht übertragbar. Es handelt sich um eine bakterielle Krankheit. Ursachen sind i.d.R. schlechte Ernährung, nicht intaktes Immunsystem sowie die Übertragung von Gürteltieren die als Nahrung zu sich genommen wird, häufig unter Einheimischen auf dem Land üblich. Die Auswirkungen von nicht behandelter Lepra sind sehr dramatisch. Verkrüppelungen von Gliedmaßen, meist an Händen und Füßen und an der Nase. Die von Lepra zunächst Betroffenen schämen sich meist das anzuzeigen und gehen ohne Behandlung dafür grausam ihrem Ende entgegen. Daher fuhren ja regelmäßig Mennoniten-Trupps über das Land um systematisch nach Betroffenen zu suchen. Ob sie das heute noch und in welchem Umfang das tun, entzieht sich meiner Kenntnis. Die Betroffenen wurden auf km81 meist völlig kostenlos durch die Mennoniten behandelt. Bei verkrüppelten Füßen wurden ihnen dort sogar von hervorragenden Schuhmachern Spezielstiefel aus Leder angefertigt. An dieser Stelle ausdrücklich ein ganz großes Lob für die Mennoniten und die vielen dortigen Mitarbeitern, die sich meist unentgeltlich für viele Monate, manchmal sogar Jahre zur Verfügung stellen. Augrund dieses Berichtes will ich in nächster Zeit einmal wieder diese wichtige Mennoeinrichtung besuchen. Leider hatte ich sie in den letzen 8 Jahren etwas aus den Augen verloren. Schande auf mein Haupt.

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    1. Und schwurbelnde Wolfgänge faseln davon, das Lebra (sic) durch Viren übertragen wird.
      Das ist völliger Unsinn! Lepra wird durch das Bakterium “Mycobacterium leprae” übertragen!
      Manni ist korrekt, Wolfgang spinnt sich was zusammen!
      Aber Hauptsache, Wolfgang hat mal wieder rumgetönt ohne jegliches Wissen und Verstand!

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  3. Wollte Wolfgang antworten aber xyz hat es schon richtig gestellt. Ein Bakterium und diese Erreger sind auch durch Tröpfchen von Mensch zu Mensch übertragbar.
    Vorteil das es ein Bakterium ist ,es kann mit Antibiotika behandelt werden im Gegensatz zu Viren die nicht mit Antibiotika behandelt werden können.
    Eine Erkrankung rechtzeitig erkannt wird mit einer Kombinationstherapie aus einen MIX von Antibiotika Rifampicin ,Dapson und Clofazimin behandelt.

  4. Noch eine Geschichte zur Entstehung des Lepra-Hospital auf km81 Ruta 2, wie sie mir vor einigen Jahren vom dortigen Leiter des Krankenhauses berichtet wurde:
    Vor wenigstens 30-40 Jahren bzw. davor, war Lepra eine weit verbreitete Krankeit in Paraguay. Schon unter Strössner wurden Lepra-Kranke wie gefähriche Aussätzige behandelt und in großen, mit Stacheldraht umzäunten, schwer bewachten Lagern aufgewahrt. Wer dabei erwischt wurde, wie er daraus fliehen wollte mußte mit Erschießung auf der Flucht rechnen. Behandlungen der Krankheit gab es damals nicht, waren auch nicht bekannt. Die in Paraguay niedergelassenen Mennoniten machten sich darüber Gedanken wie den Betroffenen geholfen werden könnte und wie man die Krankheit heilen kann. So kam der Gedanke auf, ein großes Hospital im Zentrum von Paraguay zu erstellen, allein die finanziellen Mittel dafür waren nicht vorhanden. Ein mennonitischer Pastor (Name ist mir leider nicht mehr bekannt) der sich besonders für den Bau eines Lepra-Hospitals einsetzte träumte eines Nachts davon, wie das Hospital aussehen sollte und sah in seinem Traum das Grundstück wo es erstellt werden sollte genau vor sich. Eines Tages war er mit seinem PKW auf der Ruta 2, kurz vor Itacurubi unterwegs und sah genau dieses Grundstück seines Traumes entlang der Ruta bei km81. Er war felsenfest davon überzeugt, daß ihm Gott das im Traum eingegeben hatte und zusammen mit führenden Mennoniten traten sie an die damalige Regierung heran um zu klären wie und zu welchen Bedingungen dieses in Staatsbesitz befindliche Grundstück erworben werden konnte. Sie überzeugten die entscheidenden Beamten bzw. Minister der Regierung und bekamen das Grundstück geschenkt! So entstand die wirklich gesegnete Hospitaleinrichtung die schon Tausenden von Erkrankten helfen konnte. Neben der Kranheitsbehandlung wurden die Patienten durch mennonitische Pastoren, sowohl von Mennoniten wie auch von Paraguayern, seelsorgerlich betreut. Viele der Erkrankten wurden also nicht nur geheilt, sie fanden auch zum Glauben an Gott, nicht nur sie, auch ihre Familien.

  5. Die gute Nachricht zuerst: 90 % aller Menschen sind gegen Lepra immun, obwohl fast jeder von uns dieses Bakterium in sich trägt.
    Lepra ist sehr wohl ansteckend.
    Aber dafür muss man lange mit einem Infizierten sehr eng zusammenleben. UND man muss ebenfalls keine Immunität gegenüber dem Erreger besitzen.
    Die Krankheit ist nicht heilbar in dem Sinne, daß alle Schäden rückgängig gemacht werden können.
    Sie wird allerdings durch die Behandlung gestoppt.
    Alle Schäden an den Nervensystemen bleiben den Rest des Lebens erhalten.
    Dazu gehört die Schmerzunempfindlichkeit in den betroffenen Gliedmaßen und anderen befallenen Körperteilen.
    Der Geheilte muss täglich kontrollieren, ob er sich verletzt hat, um Infektionen zu vermeiden.
    Und genau das lernen sie auch in den Leptrastationen.
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    Die Erkrankten melden sich zumeist nicht freiwillig, weil die Lepra von vielen gläubigen Katholiken immer noch als “Strafe Gottes” für schlimme Sünden angesehen wird, und die Kranken werden deshalb ausgegrenzt und dürfen oft auch nach ihre Gesundung nicht nach Hause zurückkommen.
    Die vielen Prediger tun dazu ihr Übriges, indem sie gegen die Leprakranken hetzen und sie als Parias brandmarken.
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    Es wundert mich übrigens nicht, daß diese Krankheit wieder auf dem Vormarsch ist.
    Genauso wie Tuberkulose und andere Krankheiten, die schon als ausgerottet galten.
    Zum einen wurden die Menschen jahrzehntelang wegen jeder Pillepalle mit Antibiotico vollgestopft, so daß viele Keime inzwischen resisten dagegen sind.
    Zum anderen wird das Immunsystem durch “Impfungen” und das Versprühen von Giften so geschädigt, daß der Körper keinen Schild mehr gegen Krankheitserreger hat.
    Das wurde schon vor langer Zeit begonnen und ist jetzt in der Endphase.
    Wer immer noch glaubt, die Pharmaindustrie sei an unserer Gesundheit interessiert, der glaubt auch, daß die Politiker immer das Beste für die Bürger wollen.

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