Liquiditätsengpass

Asunción: Nachdem der Bürgermeister zu verstehen gab, dass im April und auch für die kommende Monate nicht genügend Geld in der Kasse ist, um alle 7.000 Angestellten zu bezahlen, kommen auch hier einige auf sonderbare Ideen.

Dank der fehlenden steuerlichen Einkünfte der Kommune werden viele ihre Lohn nicht bekommen oder wenn, dann nur teilweise. Ähnlich wie in anderen Bereichen der Regierung, beispielsweise im Senat, wo Senatoren ab Ende April sich selbst und auf eigene Kosten krankenversichert müssen, sollte man auch in der Stadtverwaltung alle die in nach hause schicken, die nicht fest nominiert sind und nur zeitlich befristete Verträge haben. Allein im Stadtrat könnten problemlos 500 Personen entlassen werden, ohne dass es jemand merkt, da diese Freunde der Stadtratsmitglieder alles nur Planilleros sind und sich nicht genötigt fühlen zu ihrem Arbeitsplatz zu kommen.

Es soll auch einige geben, die ähnlich wie bei Itaipú versuchen durch eine vorzeitigen freiwilligen Rückzug eine satte Abfindung zu kassieren, um der Rentenkasse nicht auf der Tasche zu liegen.

Selbst bei Itaipú wurden zwischen 2012 und 2013 insgesamt 115 Angestellte, die aus politischen Motiven zuvor gekündigt wurden, wieder eingestellt. Parallel dazu erhielten sie im Tausch für eine zurückgezogene Anzeige eine Entschädigung. Diese Zahlungen beliefen sich bei der besagten Anzahl von Personen auf 19,8 Millionen US-Dollar. Wenn man sieht wie solche Opportunisten an Geld kommen, kann man sich vorstellen, was auch in der Stadtverwaltung als normal angesehen wird, ganz besonders wenn es um Planilleros geht.

Wochenblatt

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4 Kommentare zu “Liquiditätsengpass

  1. Das einfachste ist zuerst alle auf Mindestlohn zu setzen. Im zweiten Schritt a kuendigen, das 80 Prozent ueberflüssig sind und nur die mit viel buergerkontakt dauerhaft bleiben duerfen. Danach ekelt dann einer den anderen raus und schwaerzt den Kollegen an. Die Reihen lichten sich dann ganz schnell.

  2. Pfaffo Ritter von Rantzsau

    Ich wuensche dem Praesidenten allen Mut und Gottes Segen die Staatsreform durchzuziehen. Solche Reformen sind allerdings auch im Privatsektor bitter noetig, u.a. im Kooperativssektor wo sich die Angestellten immer mehr in Positionen parken die als Belohnung fuer Ja-Sagerei und Wahlfreunde fungieren.
    Z.B. haben die Kooperativen genug Techniker wie Chemiker, usw die allerdings nicht in Laboreinrichtungen forschen und technische Dinge vorantreiben sondern eher danach trachten in Verwaltungsposten sich zu parken und oftmals viele Poestchen auf eine Person zu konzentrieren.
    Es hat sich ja auch mittlerweile weltweit herausgestellt dass viele Posten und Organisationen durchaus nur online per Zoom, Skype oder WhatsApp gefuehrt werden koennen ohne das Personen physisch erscheinen muessen oder dass es ueberhaupt viele der Posten gibt.

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