LKW mit Quebracho-Stämmen im Chaco beschlagnahmt

Puerto Casado: Ein LKW der Marke Volvo mit etwa 100 Quebracho-Stämmen unterschiedlicher Größe wird auf der Polizeiwache von Puerto Casado in Alto Paraguay festgehalten.

Grund dafür sind fehlende Dokumente, die die Rechtmäßigkeit der Ladung belegen. Die Operation wurde von Mitarbeitern der Staatsanwaltschaft Nr. 4, die auf Umweltkriminalität und Drogenhandel spezialisiert sind, in der Stadt Villa Hayes durchgeführt. Wegen fehlender Dokumentation wurde das Fahrzeug und die Ladung beschlagnahmt.

Der Fahrer des Lastwagens ist als Wilfrido Ramírez identifiziert worden.

Ein Mann, der José María Laguna heißt, behauptet, der Besitzer der Stämme zu sein und versprach die notwendigen Papiere heute bei der Staatsanwaltschaft in Villa Hayes vorzulegen.

Kommissar Elvio Almada berichtete, dass keine Verhaftung erfolgt sei und sowohl der LKW als auch die Ladung in der Polizeistation durch gerichtliche Anordnung verwahrt bleiben.

Wochenblatt / ABC Color

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3 Kommentare zu “LKW mit Quebracho-Stämmen im Chaco beschlagnahmt

  1. Das ist natürlich eine sehr wichtige Information, daß der LKW „Marke Volvo“ ist! Ich persönlich empfinde es als eine große Untugend, daß in Paraguay stets die Namen von Opfern und Verdächtigen öffentlich bekannt gegeben werden, noch bevor überhaupt ein endgültiges Urteil fest steht. Zumindest in Fällen, in welchen kein großes öffentliches Interesse besteht, weil die breite Öffentlichkeit davon nicht betroffen ist. Auch ist es m.E. eine große Untugend und Zurschaustellung wie am Pranger, wenn „Verdächtige“ in Handschellen offen auf der Ladefläche eines Polizeifahrzeuges transportiert werden. Wie schnell kann man hier unter ungerechtfertigten Verdacht geraten und wird dann einer Art Spießrutenlauf ausgesetzt. Darüber macht sich wohl keiner der Politiker und Juristen Gedanken. Aber das Ansehen, vielleicht die Existenz eines Unschuldigen, wird damit geschädigt wenn nicht sogar zerstört. Hat man jemals erlebt, daß ein der Korruption verdächtiger Politiker in Handschellen auf der Ladefläche des Polizeifahrzeuges durch die halbe Stadt gefahren wird?

  2. Simplicus-Manni, das sehe ich schon sehr lange ebenso. Sehr entwürdigend finde ich
    auch das – teilweise sehr unvorteilhafte – Foto des „Verdächtigen“! Zumindest das Gesicht sollte unkenntlich dargestellt werden, und der Name nicht komplett erscheinen. Ist die Schuld des Verdächtigen erwiesen, so können der vollständige Name und ein zulässiges Foto aufgezeigt werden. Man sollte bedenken, dass stets auch die Angehörigen bei einer Beschuldigung mit ins Rampenlicht geraten.

  3. Das sehe ich genauso wie Manni und melli. In Europa haben mutmaßliche Täter einen gewissen Schutz, damit bei ungerechtfertigter Darstellung die Staatsfritzen nicht angeklagt und freigesprochen werden. Hierzulande ist das egal, sind sowieso freigesprochen, no Plata für formale Gerichtsverhandlungen mit vorbestimmten Ausgang.
    Na, egal, ich sage bei Verhaftungen ja immer ich sei erst 4 Jahre alt, halt ein bisschen schnell gewachsen, aber die sehen das dann ein und bringen aus Gründen des Jugendschutzes kein 20 Sekunden-Video zwei Stunden lang in der Wiederholschlaufe von mir am Basura-TV.

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