Lokomotive und Werkstatt in Sapucaí werden zum Jahresende wieder funktionieren

Sapucai: Eine historische Dampflokomotive sowie die Werkstatt „Carlos Antonio López“, 92 km von Asunción entfernt gelegen, werden wenn alles planmäßig läuft in zwei Monaten wieder funktionieren, nachdem die Reparaturen die durch das Industrielle Metallbauzentrum Paraguays (CIME) abgeschlossen sind.

Nach rund 5 Monaten Arbeit wird die Werkstatt in ein Kulturzentrum und Museum verwandelt. Eine Lokomotive die wieder arbeitet wird für touristische Touren eingesetzt.

Der Vorsitzende des Industriellen Metallbauzentrum Paraguays, Ramiro Vargas Peña erklärte, dass das Unternehmen in drei Monaten das Dach der Werkstatt und eine Lokomotive reparierten konnten. „Die komplette Struktur der Bahnstation hat mehr als 130 Jahre Alter. Sie bleibt zu 100% erhalten. Lediglich wird sie ausgebessert und neu gestrichen“, erklärt Vargas Peña.

„Die notwendigste Arbeit war das Dach der Werkstatt, welches total vernachlässigt war. Es lag praktisch in Ruinen“, fügte Vargas Peña hinzu.

„Eine der Dampflokomotiven ist schon repariert. Sie muss sich allerdings noch gedulden bis die 2.000 m noch vorhandenen Schienen in dem Zustand sind bis eine touristische Rundfahrt darauf möglich ist“, erklärt der Generalsekretär der Stadt Sapucaí, Ramón Britos.

„Der Kostenaufwand für die Reparaturen beläuft sich erst einmal auf 400 Millionen Guaranies (rund 100.000 US-Dollar). Diese wurden vom CIME übernommen, ohne politisches Interesse. Wir wissen nur dass der Ort ein industrieller Kollege für uns ist“, kommentierte er.

„Mit dem Geld welches das Museum und die Rundfahrten generieren, sollen weitere Reparaturen gezahlt werden können. In einigen Jahren kann sogar ein Hotel in dem Ort eröffnet werden, dahingehend sollten die Bemühungen gehen“, laut Britos.

Die Arbeiten werden natürlich mit Billigung der Föderation der Eisenbahn Paraguays (Fepasa) durchgeführt, erklärt der Bürgermeister von Sapucaí, Miguel Cuevas.

Universelles Erbe der Unesco

Die Eisenbahnwerkstatt von Sapucaí könnte als Universelles Erbe von der Unesco anerkannt werden. Der Antrag dafür wurde ausgefüllt und versendet. Nun wartet die Stadt auf eine Antwort.

In der Epoche von Carlos Antonio López, befand sich in Sapucaí die größte Eisenbahnwerkstatt des Landes, gebaut um 1890. Die Züge fuhren von hier zu den größten Städten des Landes wie Asunción, Encarnación und auch Posadas in Argentinien.

Der Ort war bis jetzt als „Lokomotiven Friedhof“ bekannt. Man erzählt sich dass der bekannteste Schriftsteller des Landes, Augusto Roa Bastos sich inspirieren ließ von der Werkstatt „Carlos Antonio López“ und ein Fragment davon in einem seiner wichtigsten Werke „Hijo de Hombre“, zu finden ist.

Zu finden ist der Ort und die Eisenbahnwerkstatt leicht, da sie direkt neben der neu asphaltierten Verbindungsstraße Paraguarí – Villarrica liegt.

(Wochenblatt / IPP / Foto:Jan Päßler)

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