Lugo gesteht seine Schuld gegenüber den Armen ein

Asunción: Es war mehr als ein Wahlversprechen, eine Lebensaufgabe für den Bischoff der Armen. Doch mit dem Wechsel wandelten sich anscheinend auch die Ansichten. Zumindest erkennt der Präsident des Landes, Fernando Lugo seine Schuld gegenüber der armen Bevölkerungsschicht ein und das es noch genügend Handlungsbedarf gibt.

Die soziale Nachfrage ist nach seiner Auffassung größer als die Kapazität der Regierung zu antworten. Diese resignierende Aussage traf Lugo bei einer Ansprache über die Absichten des Jahrtausends.

Der Mandatsträger rief zu einer Pressekonferenz im Regierungspalast, um eine Übersicht zu geben über geleistete Taten, zusammen mit seinen Ministern. Es handelt sich um Kompromisse zu denen sich Paraguay und 190 weitere Länder gegenüber der UNO verpflichtet haben. Dabei geht es um die Verbesserung der Lebensqualität der Einwohner bis 2015.

Lugo erkannte an, dass die Einwohner des Landes arm ist. „In dieser Bevölkerung konzentriert sich die Mehrheit der nicht realisierten Menschenrechtsverbesserungen“, meinte er.

Er versicherte sich klar darüber zu sein, dass man den Kampf gegen die Ungleichheit anpacken müsse. „Paraguay muss gleicher werden“, sagte Lugo.

„Obwohl sich auch Paraguay der UNO gegenüber bereit erklärt hat bis 2015 die Armut zu senken, bleiben dem Staat noch vier Jahre wobei die Nachfrage nach Hilfe größer ist als was der Staat offerieren kann“, so Lugo

Er ratifizierte jedoch, dass es Fortschritte gab und diverse Innovationen seiner Regierung zu verdanken sein. „Paraguay ist ein neues Land, welches vorwärts schreitet, welches sich ändert“, so Lugo.

Der Präsident erklärte erneut, dass die sozialen Probleme Priorität in seiner Regierung genießen.

Der geforderte UNO Katalog der Verbesserungen umfasst acht Punkte, wie Auslöschung der extremen Armut, Hunger, Verbesserung der Bildung, Geschlechtergleichstellung, Reduzierung der Kindersterblichkeit und der Kampf gegen AIDS.

(Wochenblatt / Abc)

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25 Kommentare zu “Lugo gesteht seine Schuld gegenüber den Armen ein

  1. Wichtig ist doch , das er seine Estancia hat . Wie alle seine Vorgaenger. Das andere geht Ihm so oder so am Arsch vorbei.Nur Gerede , weiter nixs. Bei seinem Vorleben als Kirchenvater wundert es mich nicht das es so ausgeht. Ist nur schade , viele haben Hoffnung in den Menschen gesehen . Aber doch nur Trug und Lug wie alle seine Vorgaenger. Paraguay wird sich nie , nie wandeln. Dabei ist es , ein schoenes Land man kann viel hier machen. Es ist Schade .

  2. Was für ein Heuchler. Vor der Wahl hat er der Bevölkerung das Blaue vom Himmel versprochen und jetzt…?
    Na ja, jedenfall hat er wenigstens seine Armut bekämft. Ist doch schon mal ein Anfang.
    Woher hat eigentlich der ehemalige arme Kirchenhirte 12 Millionen Dollar, um sich eine Estancia zu kaufen?
    Wie lange will sich das Volk noch verarschen lassen?

  3. Ja ja,

    je weniger Fachwissen da ist, desto leichter fällt die Kritik.

    Um in einem Staat etwas zu verändern braucht es leider vor allen Dingen Geld und motivierte Mitbürger.

    Nun sag mir mal jemand von welchen Steuereinnahmen der Mann hier was grosses reissen soll.

    Und mit den immer ach so „tranquielen“ Paraguayern die den ganzen Tag nur den scheiss Terere Schnuller in der Schnauze haben ist auch kein grosser Start zu machen.

    Ein Umdenken muss auf beiden Seiten stattfinden: Staat und Mitbürger, sonst wird es nix.

    Am geilsten sind dann noch die Aussagen von „offensichtlich“ Deutschen die hier dem Volk vorhalten sich verarschen zu lassen…. Ich denke die meisten Deutschen die hier leben haben sich in Deutschland auch verarschen lassen und zwar viel viel teurer als der Paraguayer verarscht wird! Der zahlt nämlich max. 10% Einkommensteuer anstatt knapp 40% wie der doofe Deutsche…. dazu kommt dass die Regierung hier KEINE Sozialfilfe an ewig zuwanderende Apachen jeglicher Coleur zahlt…. also aus meiner Sicht findet hier eine wesentlich kleinere Verarschung statt als in Deutschland 🙂 Deshalb bin ich hier…:-)

    1. Zu@ Herbert,
      wenn sie die einheimischen Leserbriefe auf Spanisch lesen, werden sie feststellen, dass die schmutzigsten Schimpfkanonaden auf die Regierungsverantwortlichen- und Ämter abgefeuert werden.
      In Deutschland werden nur die unflätigen Leserbriefe nicht zugelassen.
      Übrigens ein wunderschönes Motorrad von Herrn Lugo oben im Bild, ist doch sehr preiswert gegenüber einen Porsche oder Ferrari- nicht wahr.

      1. Lieber Sukowsi
        die Einheimischen haben auch jedes Recht, sich zu beklagen. Sie haben es sich nicht ausgesucht, wo sie geboren werden.
        WIR EUROPÄER HABEN UNS FREIWILLIG ENTSCHIEDEN, HIER ZU LEBEN!
        Wie denken, dass die meisten Europäer doch vor ihrer Einwanderung hier waren, um sich ein Bild von Paraguay zu machen.
        Wer das nicht gemacht hat, soll doch bitte nicht an Allem herumnörglen.
        Ausserdem ist es auch in Deutschland sehr sehr lange her, dass es Politiker gab, die sich nicht nur die Taschen vollgestopft haben – und es wird nicht besser.

        1. Zu @Lilo herumnörgeln,
          Liebe Lilo wollen wir nicht päpstlicher sein als der Papst? Liebe die Paraguayer in ihrem Wesen, doch ab und zu kocht die Milch bei mir über. Bin eben von Geburt an ein Kind anderer Erziehung. Doch nach einem Wolkenbruch des Ärgers kommt immer die Sonne die alles trocken macht.

      2. Nein, ist es nicht. Ich selbst fahre auch Motorrad, eine BMW R1200 GS ADV. Eine Harley Davidson kann auf der Strasse nix und im Gelände auch nichts. Ich kann mir nicht vorstellen wo man hier in PY ne ausgedehnte Tour damit fahren kann. Das einzige wo ne Harley besser ist, ist vor ner Eisdiele… da sehen die Dinger einfach nur geil aus 🙂

    2. Hallo Herbert,
      in allen Punkten kann ich dir nur recht geben.
      Der Deutsche, der Auslaender ist hier nur Gast, ist egal
      wie viel Jahre man hier lebt.

      Wenn die Staatskasse leer ist, ausgeraubt von der Millitaer Regierung und 61 Jahre Colorado Partei ..
      Was kann man in 5 Jahren schaffen, was die Colorados
      in 61 Jahren nicht geschafft haben..Nicht viel…

  4. @ Sukowski
    Sicherlich wird er die Harley nur für Privatfahrten nutzen – ein entsprechender Dienstwagen wird sich wohl auch noch in der Garage finden.
    @ Herbert
    Du hast einen Punkt vergessen – die Zeit
    Als mein Mann und ich vor etwas mehr als 5 Jahren zum ersten Mal hier waren, war einer unserer Eindrücke:
    „Hier ist es ja wie in Deutschland zur Zeit unserer Kindheit“
    Damit will ich sagen, dass PY um ca 50 Jahre hinterherhinkt – zumindest in vielen Bereichen (nicht als Kritik gemeint, wir haben es als angenehm empfunden.
    Also selbst beim allerbesten Willen seitens der Politik sowie der Einheimischen, wird es noch sehr sehr lange dauern, bis sich hier etwas garvierend ändert.
    Ob es dann allerdings der hier so Schimpfenden gafällen würde, ist zweifelhaft.
    Aber wir werden es eh nicht mehr erleben

  5. Zu @ Lilo bin ein Motorradnarr, stehe mehr auf BMW.

    Ach was solls, nach dem „Triple Alianza“ Krieg von 1864-1870 verlor Paraguay 90% seiner Bevölkerung und es herrschte eine unbeschreibliche Armut. …Wie hat es sich danach entwickelt!
    Im Chaco Krieg 1932 – 1936 blieb es siegreich gegen Bolivien.
    Heute gibt es Armut im Lande doch vergleichbar mit anderen lateinamerikanischen Ländern kann sich Paraguay sehen lassen und Deutsche können hier in die Hände spucken und zeigen was sie können.
    Viele machen es ja auch (Chaco Mennoniten , Friesland,Hohenau, Obligado Bellavista Itapua usw. Adelante Amigos, unidos somos fuerte,(gemeinsam sind wir stark) wie es so schön heißt.

  6. Sorry, wenn ich in das Gesicht von Herrn Lugo schaue, wird mir übel.
    Er paßt gut zu Frau Merkel ( alles meinens), der Rest ist egal.
    Ich finde den Mann abschäulich.
    Armes Paraguay, es wird Dir genau so ergehen wie Deutschland……

    1. Zu@ Petra,
      Warum Hass? Wer wird dann gleich an die Decke gehen drum greife lieber zur HB – Verzeihung! Leider ist Frau Merkel Nichtraucherin. Lugo glaube ich raucht Zigarillos.

  7. eigentlich wollte ich nichts mehr schreiben,aber ich mache weiter trotz zu erwartender kritik.
    jahrelang habe ich geglaubt dass der staat ein selbst-
    bedienungsladen der colorados war.doch die realitaet
    hat mich eingeholt.alles wie frueher nur mit neuen
    akteuren.laut den zeitungen hat lugo 16 verwandte in
    staatlichen stellen.was soll der unfug mit-primera
    hermana de la nacion-.oder die ehefrau seines schattens
    marcial congo die in itaipu etwa 30 000 000 g verdient.nicht vergessen der fachmann fuer super-coquitos und perfekt funktionierenden wasser entsalzungs-anlagen im chaco-camilo soares.wissen sie wem die estancia gehoert hat.dem ips araujo.einem der groessten
    abstauber der stroessner diktatur.wo bleibem die proteste von sixto perreira,elvio benitez und der ganzen berufs-landbesetzer truppe.
    wer sein priestergeloebnis gebrochen hat und die
    glaeubigen angelogen hat hat doch alles vertrauen
    verspielt.das ist schlimmer als ein verlogener politiker.harley davidson fahren waehrend kinder
    verhungern. el cambio no se detiene.

  8. Leute beruhigt euch, nur noch zwei Jahre muessen wir das verlogene Grinsen von Lugo mit ansehen.
    Ob der Naechste besser ist? Doch wenigstens ein anderes Grinsen das hoffentlich weniger abstossend ist.

  9. Ein Land kann nur so leistungsfähig sein wie seine Bevölkerung arbeitswillig ist !
    Und das ist der Knackpunkt, ein Großteil der paraguayischen Bevölkerung hat doch überhaupt kein Interesse für Arbeit.
    Das betrifft Zuckerrohrschäler, Maschienenführer, Helfer bei der Viehhaltung, Landarbeiter, LKW Fahrer, Servicepersonal für Tankstellen Gastronomie und Supermärkte, Haus- und Hofpersonal, Werkstätten und Reifendienste, überall werden Leute gesucht. Ich kenne keinen in meinem Umfeld der nicht Arbeiter sucht
    Wenn man dann jemand gefunden hat geht es meist nicht lange gut, weil er keine Lust mehr hat oder / und es zu „Unregelmässigkeiten“ kommt.
    Für diese miserable ARBEITSMORAL kann aber der Lugo nix!

  10. Warum sollte der Präsident von Paraguay in einer Holzhütte wohnen? Eine Estancia vergönne ich ihm nicht. Hat diese wirklich 12 Mio. Dollar gekostet? Das glaube ich nicht.

    Harley, hahaha. Das ist die KENTON Nevada 3000. Kostet 11.900.000 Gs, also ca. 3.000 Schweizer Fränkli (man beachte die Vorderansicht, die Satteltaschen und das KENTON-Logo auf dem Tank). Also so eine China-Harley sollte man sich als Staatschef von Paraguay wohl noch leisten dürfen (Lugo hätte sich ohne weiteres eine Harley in Asuncion kaufen können, da ich schon selbst vor dem Harley-Laden stand).

    Wissen Sie überhaupt über die Kompetenzen eines Präsidenten Bescheid? Offenbar nicht, darum teile ich Ihnen diese mit: Militärchef und Vetorecht (Exekutive). Es sind immer noch die zwei Kammern der Legislative, welche über die Gesetze debattieren und abstimmen (bye, bye, Ancien Régime, 1789)! Und welche Partei hat dort die Mehrheit? Ja, genau, die Colorados (und zu dieser gehört Lugo wohl nicht).

    Lugo soll nichts für die Armen unternommen haben? Doch, hat er wohl. Nicht alle Gesetze konnte „er“ (im Senat und Abgeordnetenhaus) durchbringen.

    Fakt ist, dass in jedem Barrio in der Stadt, in der ich wohne, es unverputze Häuser der armen Landbesetzer gibt, kostenlos war das Grundstück für diese. Die Bevölkerung fährt 2011 immer noch für einen Pappenstiel Bus (2.300Gs). Es gäbe sicherlich noch mehr positives, jedoch Folgendes:

    Zugegeben, ich bin noch nicht lange in Paraguay (da kann man mir jetzt aber recht mit Antwort-Postings eins auf den Deckel hauen), aber wie Obama hat es Lugo auch nicht leicht, den Dreck (Korruption und Vetternwirtschaft) seiner Vorgänger in Kürze aus dem Weg zu räumen.

    Mein Fazit:
    Nur weil man jemand ins Forum postet, Lugo habe eine 12 Mio. Dollar Estancia und fahre eine Harley, so muss dies nicht der Wahrheit entsprechen, auch wenn alle nachfolgenden Postings hinterher gockeln.
    Fakt ist, dass Lugo – nach dem Staatschef von Equador – das zweit-geringste Einkommen (offiziell) von Latein-Amerika erhält.

    Ich empfinde es souverän von Lugo, zuzugeben, dass «soziale Nachfrage ist nach seiner Auffassung größer als die Kapazität der Regierung zu antworten»! Welches Staatsoberhaupt tut dies schon?

    Logischerweise war und ist es für ihn nicht einfach die Armut zu bekämpfen, da dies auch mit Kosten verbunden ist und es gewaltige Gegenkräfte der Reichen gibt, die dies natürlich verhindern möchten, denn, «wer bezahlt’s?»?

    Zugegeben, ich bin froh, dass ich hier in Paraguay keine Steuern zu bezahlen brauche. (nein, ich bin kein Sozialschmarotzer, der seine Psycho-Rente monatlich ausbezahlt kriegt!)

    Um die Armut schneller zu bekämpfen bedürfte es also einer Steuererhöhung, welche sich aber schlecht durchführen lässt. Also bleibt (fast) alles beim Alten. Zu hoffen bleibt mir nur, dass es für die Armen in Zukunft nicht schlechter ergeht als heute, auch wenn ich für deren Zukunft keine grossen Veränderungen sehe, weil die Habgier immer noch mächtiger ist. (Stell dir vor, du hast einen Porsche in der Garage stehen, aber der Nachbar hat noch den grösseren…)

    http://de.wikipedia.org/wiki/Ancien_regime
    http://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4sident

    1. sind 16 nahe verwandte fuer sie keine vetternwirtschaft,
      darunter seine schwester die mangels einer legalen ehefrau ,die erste dame der nation spielt.daneben etliche freunde,darunter ex-priester wie pablino daceres,
      marcial congo,rojas usw.in allen ministerien gibt seil
      schaften um seine freunde unterzubringen,wo ist der grosse unterschied zu den colorados in diesem sachverhalt.was es gibt,aber schon seit 1989, ist eine
      garantierte meinungsfreiheit.also auch keine erfindung
      von fernando armindo lugo mendez

  11. Zu@Lilo Religion leben
    Nein, nein bin nicht besser als andere auch und falle oft wieder auf die Schnauze und rappel mich wieder mühsam auf.
    Versuche nur zu ergründen wie viele Altvorderen zuvor, „woher ich komme und wohin gehe ich!“
    Aber wer kann das schon in Ruhe, wenn er schwerarbeitend sein Geld verdienen muss… oder so etwas ähnliches.

    Sir 38,24 Die Weisheit des Schriftgelehrten vermehrt das Wissen. / Wer frei ist von Arbeit, kann sich der Weisheit widmen.

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