Lugo hatte ein gutes Image aber ein schwaches Management

Asunción: Nach der letzten Umfrage des Institutes Ati Snead hatte der entlassene Präsident des Landes, Fernando Lugo, niemals ein schlechtes Image. Was man jedoch feststellen konnte war, dass seine Amtsausübung und Entscheidungen auf immer weniger Akzeptanz stießen.

„Niemals hatte er ein schlechtes Image“, erklärt Ati Snead. Jedoch gibt es eine Dissoziation wenn man ihn betrachtet und wenn man seine Arbeit und Reaktionen betrachtet.

Etwa 45% der Bevölkerung glaubte, dass der Ex Mandatsträger gut war während 36% in Franco vertrauen. Diese Differenz begründet sich daraus, dass Lugo keiner Partei angehört während Federico Franco der PLRA abstammt und somit kritisch von anderen Menschen betrachtet wird. Ein Parteiloser wird als harmlos eingestuft.

Ein weiterer Faktor welcher Lugo in der Akzeptanz half war seine Art und Weise ruhig auf Freunde und Feinde loszugehen. Das jedoch half ihm nicht beim Amtsenthebungsverfahren, womit 56% einverstanden sind.

(Wochenblatt / 970 AM)

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18 Kommentare zu “Lugo hatte ein gutes Image aber ein schwaches Management

  1. Lugo war ein Schaumschläger mit selbst gebasteltem Heiligenschein. Er trat auch nach dem ausscheiden als Bischof immer noch im Pfaffengewand auf. Ansonsten hat er nichts geleistet in den vier Jahren. Den kleinen Leuten geht es schlechter als zuvor. Allerdings stieg sein Einkommen auf Astronomische höhen. Er konnte sich eine Hazienda usw. leisten. Auch eine Harley. Seine Familie
    wurde plötzlich wohlhabend. Nur, fürs Volk war dann logischerweise nichts mehr da. Es wurden hunderte von
    „Projekten“ angeleiert. Dazu tausende unkündbare Beamte eingestellt. Realisiert wurde nichts. Die Kriminalität explodierte. Er war ein Präsident unter Falscher Flagge.
    Man kann den Paraguayern nur gratulieren, dass sie die Kraft und den Mut gefunden haben, diese Person zu entfernen. Bravo !

    1. 1a mit Sternchen.
      Dem kann man nichts mehr hinzufügen, ausser, die von der Kirche ausgebildeten haben schon immer Wasser gepredigt und Wein getrunken.
      Nebenbei, wer würde solch einer „Führungspersönlichkeit“ eine Firma mit mehr als 100 Angestellten anvertrauen?

    2. dr vetter vom kroiszipfel

      Antworten

      Susanne hat völlig recht, nur das „Fußvolk“ hat die Machenschaften von Lugo nicht begriffen oder will nicht begreifen. Jeden Tag kommt mehr ans Tageslicht, was und wie „ER“ und seine „Socios“ abgezockt haben.

  2. Ich sehe das ein wenig anders.
    Mag Lugo nicht der beste Präsident gewesen sein, so ist doch leider kein besserer in Sicht.
    ALLE Politiker hier sind durch und durch korrupt – jedenfalls die der größten Parteien.
    Franco wird keinen Handschlag tun, die Korruption zu bremsen. Der nächste Präsident wird wahrscheinlich wieder ein Colorado, der Partei, die die hiesige Korruption erfunden hat.

    Also kann man nur sagen: Lugo war das kleinere Übel.
    Alles was jetzt kommt ist viel schlimmer!

  3. Ich sehe ja nicht hinter die Kulissen, aber ich habe eigentlich eher einen positiven Eindruck von den Entwicklungen hierzulande gehabt, ausser die wahnsinnig gestiegenen Fleischpreise. Aber die rühren wahrscheinlich von den lukrativen Exporten her.

    1. Hoi Hans,wieviele Kilo Fleisch kaufst du jeden Tag denn?Nur die edelsten Stücke vom Rind sind etwas teuer.In Bern hat ein Grillrest. neu geöffnet,die verlangen sfr.20.00 pro 100gr!!!

  4. Liebe Frau Susanne, man muß nicht unbedingt ein Freund Lugos sein, um ein doch etwas gerechteres Urteil über seine kurzen Regierungszeit zu erstellen.
    Der irre aufgeblähte Beamtenapparat ist ein Erbe von 64 Jahren Colorado-Vetternwirtschaft. Und dort sitzen sie noch immer. Das sollten Sie eigentlich wissen. Kann mich nicht erinnert, daß Herr Lugo in seiner Presidentenzeit jemals ein ‚Pfaffengewand‘ trug. Von Schuldenpolitik der Regierung Lugo ist mir auch nichts bekannt. Ganz im Gegenteil, so sagte selbst Neupräsident Franco , daß das Staatssäckel gut gefüllt hinterlassen wurde. Was den angeblichen Reichtum Lugos anbelangt, so sollte man auch nicht unbedingt irreführender Propaganda jener auf den Leim gehen, die Land und Volk jahrzehntelang ausgeplündert haben. Die Projekte die Lugo in seiner nur 3 Jahre währenden Regierungszeit angestoßen hat, überwiegen um ein vielfaches jene, welche in Jahrzehnte zuvor niemals realisiert wurden.

    1. Mein lieber Rodolfo, wie recht du hast. Die meisten Immigranten sind geprägt von einer paranoiden Angst vor allen so genannten „Linken“, fast alle sind geflüchtet aus europäischen Sozialstaaten und geniessen nun mit Hilfe der Renten aus eben diesen linken Staaten das Leben in Paraguay.
      Falsch, sie geniessen es nicht, sie sind zerfressen von Neid auf alle die möglicherweise mehr Rente haben oder ein grösseres Auto oder eine jüngere Chica.
      Und noch schlimmer, sie mischen sich permanent und mit hirnrissigen Kommentaren in die hiesige Politik ein.
      Auf der einen Seite jammern sie ständig dass der unfähige Staat nichts unternimmt punkto Sicherheit und wenn mal etwas beschlossen wird zB in der Strassensicherheit wird aus lauter Angst es könnte etwas kosten, Zeter und Mordio geschrien.
      Der Beispiele gibt es viele und die Namen kennt jeder der ab und zu oder regelmässig das Wochenblatt liest.
      In dem Zusammenhang ein grosses Kompliment an Jan Pässler, dass er die Arbeit auf sich nimmt, die Meldungen der hiesigen Zeitungen für die Leute zu übersetzen, die sich zu schade sind die Sprache ihres Gastlandes zu erlernen.

  5. Lugo hat sein Geluebte des Zoellibats als Bischof der kath.Kirche nicht eingehalten. Wie viel war dann sein Eid auf die Verfassung wert? Wie heisst doch das alte Sprichwort :
    „Wer einmal luegt dem glaubt man nicht wenn er auch 100 mal die Wahrheit spricht.“
    Sicher gibt es Menschen die glauben das private Leben sei etwas anders als das der Politik. Der Mensch in seiner Grundhaltung bleibt sich selbst immer treu.

  6. Das Problem war, Lugo hat vieles versprochen und wenig gehalten, hat auch einiges angestoßen und nichts vollendet,selbst seine eigenen Genossen haben sich von Ihm abgewendet und die gehören nicht zu den Colorados. Sie Hatten einfach die Nase gestrichen voll von Seine Halbheiten. Ich hoffe nur das Franco Dass was Er verspricht auch umsetzt, denn Er möchte ja die Linie fortsetzen die Lugo einst beschritten hat.

  7. Susannes Komentar finde ich besser als Rodolfo seiner.Obwohl beide etwas extrem sind. Doch soll mir mal jemand erzaehlen wo Lugo sein Dolarmilionen schweres Vermoegen her hat? Wenn er es nicht waehrend der Regierungszeit irgendwie gemacht hat muss er es ja vorher der Kirche geklaut haben!?

  8. Warum seid Ihr eigentlich alle hier noch im Land, wenn doch alles soooooo schlecht ist. Mir kommt es manchmal vor, dass alle die Miesepeter und Griesgrame, die schon in Deutschland mit ihrem Leben nicht zurecht gekommen sind, diese schlechte Stimmung auf ihr neues Gastland übertragen. Mensch Leute, fangt doch mal endlich an zu leben, genießt die Freiheit, Asado und Lomito.
    Neid, Missgunst und das Verbreiten mieser Stimmung sind offensichtlich immer noch der Deutschen Exportschlager.

  9. @Uli: Wenn ich Molida 2a und Puchero 2o nehme und die Relationen zum Euro, USD und CHF reinrechne, ist das Fleisch für das einfache Volk – und das ist ja der Massstab – um den Faktor 3 gestiegen.

  10. @Hans Iseli
    nicht nur das Fleisch ist um den Faktor 3 gestiegen, auch Obst und Gemüse,Brot und Milchprodukte sind teilweise 2 bis 4 mal so teuer wie noch vor 3 Jahren.

    Während die Europäer das trotzdem noch günstig finden und auch gut bezahlen können, wissen viele Paraguayer nicht mehr, wie sie diese Preise bezahlen sollen.

    @ El Tucan
    Sie lesen das Wochenblatt doch auch in deutscher Sprache.
    Und woher wollen Sie wissen, daß die Kommentatoren die Landessprache nicht beherrschen ?

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