Macho-Gesellschaft in Paraguay: “Medien und Behörden sind sexistisch“

Buenos Aires: Das paraguayische Model und die Journalistin Dallys Fereira nimmt an der internationalen feministischen Demonstration #MiráComoNosPonemos teil. Sie greift das Thema Femizid und die Macho-Gesellschaft in Paraguay auf.

Die öffentliche Anschuldigung der Schauspielerin Thelma Fardin gegen ihren Kollegen Juan Darthés, der beschuldigt wird, sie sexuell missbraucht zu haben, hatte internationale Auswirkungen und brachte den Stein ins Rollen. Mehrere Medien und Persönlichkeiten der Welt stellten sich hinter Darthés. Sie wiesen die Beschuldigungen als haltlos zurück und fordern eine Kampagne für Gerechtigkeit.

In Paraguay blieb die Tatsache nicht unbemerkt und einer der ersten, der ihre Stimme erhob, ist Dallys Ferreira, Mitglied des Showbusiness aus Buenos Aires, die nach dem Erkennen dessen, was passiert sein soll, ein Statement abgab.

„Frauen, seit nicht mehr still. Wir haben den unzähligen Missbrauch dieser Macho-Gesellschaft und der Machomänner erlitten (ich denke aber, dass nicht alle gleich sind)“, sagte Ferreira.

Die Schauspielerin und Fernsehmoderatorin warnte auch vor der Vielzahl von Fällen von Femiziden. „Unabhängig davon, ob es Paraguayerinnen, Argentinierinnen, Uruguayerinnen oder egal wo auch immer sie sind, die Frauen verdienen Respekt und Wertschätzung, es ist Ihr Recht“, betonte Ferreira.

Sie nahm die Behörden sowie Medien aus Paraguay ins Visier, die Fälle von Gewalt und Tötungen von Frauen minimieren, und behauptete, “sie seien auch sexistisch, wenn sie über die Motive berichten und das Opfer fast für seinen Tod verantwortlich machen“.

Die Protagonistin des nächsten nationalen Films “Paraguaya“ fügte hinzu, sie sei auch alarmiert über die Fälle von sexuellem Missbrauch bei Kindern und forderte ihre Kolleginnen dazu auf, jegliche Art von Gewalt anzuprangern.

„Die Frauen müssen jetzt zusammenhalten. Es ist Zeit genug zu reden und uns zuzuhören. Bitten Sie um Respekt, verurteilen Sie Missbrauch und Belästigung. Das ist nicht verrückt, sondern man muss den Mut haben, unseren Kindern eine bessere Welt überlassen zu wollen“, betonte Ferreira.

Wochenblatt / Hoy

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12 Kommentare zu “Macho-Gesellschaft in Paraguay: “Medien und Behörden sind sexistisch“

  1. Leider zeigt meine Erfahrung in Deutschland, dass Behorden und KassiererInnen auch ein Teil der Macho-Gessellchaft sind.

  2. Ich stehe ja bekanntlich den Mennoniten eher sehr positiv gegenüber. Das hindert mich aber nicht daran Fehlentwicklungen in deren Gefüge zu erkennen und zu benennen. U.a. habe ich schon lange erkannt, daß auch in deren Kreisen eine weit verbreitete Macho-Kultur herrscht. Die Frauen scheinen sich brav zu fügen, weil das ja schon immer so war. Dieses Machoverhalten wird fälschlicherweise biblisch begründet. Wer dagegen aufmuckt, steht ganz schön schnell im Abseits und kann „abserviert“ werden.

    1. @Simplicus-Manni
      Wenn es harte Mennoniten sind,gibt es eine klare Rollenverteilung.KKK, (Küche,Kinder,Kirche)
      wenn dann noch Zeit bleibt arbeitet sie mit.
      Die Bibel sagt was die Frau zu machen und zu lassen hat.Wenn nicht ist dicke Luft und die ältesten Sprechen ein Machtwort!

  3. Nun, da Frauen ihre Reize gerne gezieht einsetzen, um eben ihre Ziele zu errreichen, wundert es nicht, dass dieser Schuss auch mal nach hinten losgeht?
    Wenn ich dem Polizisten mit den Augen blinkere,
    bekomme ich eher noch strengere Multas? 😉

  4. Johan Moritz van Nassau-Siegen

    Reply

    @Simplicus
    Nun, in der mennonitischen Gesellschaft gibts meistens schon fast nur weibliche Arbeitskraefte. Von denen werden die Maenner wie ich durchaus Diskriminiert. Also andersrum auch. Hat „Frau“ einmal eine Machtposition geschmeckt in Kirche, Gesellschaft und Kooperative, so diskriminiert die die anderen genauso (oft sind Frauen zu Frauen diskriminierender als zu gegenteiligen Geschlechtern).
    Ob schon die weiblicen Angestellten bei den Mennoniten „die Beine breit machen muessen“ um Karriere zu machen, nun sowiet glaub ich ist es im Regelfall noch nicht gekommen. Allerdings herrscht in keinen Institutionen der Kooperative wirklicher Friede sondern „Ellenbogenfreiheiten“ werden durchaus durchgesetzt und Leute die fuer jemandem hoeher in der Karriereleiter „nicht ins System passen“ werden davongejagt.
    Das kannst du gut an einem Beispiel sehen: in der ganzen Kolonie Menno gibts keinen praktizierenden Anwalt weil diese Berufsgruppe systematisch rausgedraengt, kaltgestellt oder sonstwie unter der Hand mit Mundpropaganda verboten wurde von der Verwaltung. Anstatt dessen hat man dann die Mediation der ACOMEPA gegruedet um die Justiz besser kontrollieren zu koennen. Siehe Fall Waisenamt und den Rechtsanwalt Uwe Giesbrecht den Kirche, Kooperative, und Gesellschaft systematisch in den Ruin getrieben haben so dass er in der Klapsmuehle endete und seine Ehe krieselte.
    Auch das sind Realitaeten: denn wahre Gerechtigkeit so wie einige gelernte Anwaelte unter den Mennoniten sie gerne durchsetzen wuerden, wuerde die Plutokratien empfindlich stoeren denn ich kenne fast keinen Reichen unter den Mennoniten der nicht andere Mennoniten uebervorteilt hat und so zum Reichtum gekommen ist. Sich selbst was vorzumachen da ist der Mennonit Meister (das Gewissen abzustumpfen und sich einzureden dass man schon immer auf dem rechten Weg war). Man studiere auch den Fall „Dr. Abraham Toews“ (aka „Vitamindoktor“): weswegen „missionierte“ er auf einmal als er Krebs diagnostiziert bekam, wie „auf Teufel komm raus“? Wenn man etwas tiefer graebt so findet man die Leichen.

  5. Macho-Gesellschaft ist doch etwas Gutes. Zumindest für ein junges Model, das die Aufmerksamkeit der besten und größten Machos bekommt.

    Kommt besagtes Model jedoch in die Jahre und sieht das Ende ihrer auf Schönheit und Macho-aufmerksamkeit aufgebauten Karriere vor sich….ja dann ist plötzlich alles böse und schlecht. Weil jetzt andere, jüngere die Aufmerksamkeit bekommen.

    Wenn ich da zB an die Straßenverkäufer an den Kreuzungen in Asuncion denke die bei 40 Grad dort stundenlang Obst verkaufen, ja dann hat die gute Frau schon ein wirklich hartes Leben.

    1. Kann man so unterschreiben. Gerade die zahlreichen „Models“ sind Nutzniesser des Macho-Systems. In Deutschland spielen Models im täglichen Leben überhaupt keine Rolle – hier füllen sie Klatschzeitungen und Fernsehsendungen, auch als talentlose Moderatorinnen.

  6. Diese Feministinnen haben nur einfach den Drang nach Anerkennung und Aufmerksamkeit ,sie laufen auf Irgend welchen Veranstaltungen mit blanken Busen umher schreien Unterdrückung und Sexismus sind aber selber halb Nackt um Aufmerksamkeit für ihre Aktion zu bekommen. Lächerlich feministisch dumm! Nun ist da so ein Model was ihren Körper zur Schau stellt und reißt ihren Mund auf ,alles Machos und alles Sexistisch ,mir kommen vor Lachen Tränen. Nein eine Frau ist genauso Anzusehen wie ein Mann mit allen Rechten und Pflichten und sieht man in der zeit zurück hat es bei den Germanen immer die Gleichberechtigung gegeben. Erst als diese Christen mit Feuer und Schwert die Germanen zu diesen Irrglauben zwangen Wurden Millionen Frauen Heilerinnen ,Seherinnen als Hexen verfolgt und bestialisch getötet. Ich brauche keine Feministinnen oder sonst etwas für mich ist nach den Gesetzen Odins die Frau gleich!!!!

  7. Johan Moritz van Nassau-Siegen

    Reply

    Odin gibt es nicht.
    Beide Geschlechter sind unerschiedlich und haben unterschiedliche Rollen zu erfuellen.
    Mann und Frau wurden erschaffen von Gott und daher bestimmt „der Toepfer die Spielregeln und nicht der erdene Krug“.
    Keine gute Idee die Mercedes Benz Fabrik zu bombardieren wenn man selber einen Mercedes Benz faehrt und morgen auch noch fahren will.

    1. Die Frau wurde erschaffen das die Männer nicht so lange leben.Deshalb werden die Frauen auch älter,sind Zäher.
      Das sie bei der Scheidung ausgezogen werden bis aufs letzte Hemd aber das ohne Taschen!
      Warum soll es den Göttervater Odim/Wotan nicht geben.Nur weil sie ihn nicht gesehen haben,Jesus haben sie auch nicht gesehen.Nur weil es die Bibel gibt sie das.
      Es kann ja niemand was dafür,das Sie als Krieger/Soldat keine Heldentaten vollbrachten. Deshalb könnten auch Sie nicht durch die Walküren zu unseren Göttervater Odim/Wotan nach Walhall gebracht werden.Wo viele andere Krieger schon warten auf andere Helden,Met trinken über ihre Heldentaten sprechen.
      Wer nie Krieger/Soldat war,sich immer nur im Beichtstuhl,sich unter den Weiberrock, Pfaffenrock versteckte, sich vor allen drückte, den werden die Walküren nicht zu Odim bringen, der bekommt keinen Med, nicht mal Gänsewein!

  8. Johan Moritz van Nassau-Siegen!! Respektiere ihre Glaubensauslegung ohne Vorbehalte!! Es ist mir Fremd den Glauben Anderer an zuzweifeln wenn sie damit ihr Leben erfüllen. Doch für mich gibt es Odin ,diese Religion ist Älter als die der Christen und Juden,trotzdem ist dieses Götter Geschlecht der Asen nur eine Hilfsreligion wo man wenn man drann glaubt Antworten und Kraft für sich finden kann aber den Einzigen Gott den es gibt ist ein Gott für Alles und Jedes und Jedem,er läßt sich nicht in Religionen einfügen die von Menschen gemacht sind.Alles im Universum existiert in seiner Struktur der Physik wird nicht mehr und nicht weniger.Gott der Schöpfer lenkt das Universum mit seinen Geist schafft und verändert es aber um diesen großen Geist zu begreifen fehlt uns der Verstand und die Raum übergreifende Weitsicht. Darum haben wir Hilfsgötter uns geschaffen.So sehe ich die Dinge.

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