Die Hotelbranche bricht um 35% ein

Asunción: Die Hotelbranche habe in diesem Jahr unter den Auswirkungen eines Einbruchs argentinischer Touristen gelitten, die die meisten Übernachtungsgäste in Paraguay seien, sowie anderen Faktoren, sagte Víctor Chamorro, ein Fachmann der Hotelbranche.

In diesem Jahr verzeichnete die Hotelbranche einen Rückgang zwischen 30 und 35 Prozent. Dies gilt vor allem für Touristen aus Argentinien, den meisten Gästen in dem Sektor, der 2018 mehrere negative Rückschläge zu verkraften hatte und 2019 voraussichtlich wieder einen Aufschwung erleben wird.

Das ist die Situation der Branche, die Victor Chamorro, Geschäftsführer der Hotel Industrie Assoziation in Paraguay (Aihpy), beschrieben hat. „In Wahrheit hat dieses Jahr 2018 die Bewegung in der Hotelbranche und sogar in der Gastronomie sehr gestoppt“, sagte er.

Er erklärte, dass dieses Ergebnis auf völlig nachvollziehbare Faktoren zurückzuführen sei, zum Beispiel auf die Tatsache, dass der Tourismus in Paraguay von 75 Prozent der Argentinier abhänge, die im Laufe des Jahres ernsthafte wirtschaftliche Probleme hatten und was dazu geführt habe, dass die Reisetätigkeit nach Paraguay zurückgegangen sei.

Chamorro gab an, dass es auch Einbrüche mit brasilianischen Touristen gegeben habe, die der zweitgrößte Markt für Paraguay darstellen würden, sowie mit Uruguay, was touristische Besuche angehe.

„Kurz gesagt, unsere drei Hauptmärkte hatten Probleme, die uns schwer getroffen haben. Hinzu kommt das Auftreten vergangener Wahlen, durch die alle Branchen, Investitionen und Kapitalzuflüsse angesichts der Unsicherheit über die Politik der siegreichen Partei gestoppt wurden“, sagte er.

Chamorro sagte, ein weiterer Faktor, der den Nationaltourismus beeinflusst habe, sei die Fußball-Weltmeisterschaft, ein Ereignis, bei dem alle Aktivitäten eines Monats gerade in der Hochsaison lahmgelegt wurden.

Gefragt nach dem Szenario für 2019, sagte Chamorro, dass man versuche zu erkennen, wie die Märkte wiederbelebt werden könnten.

Er wies darauf hin, dass die Ministerin der Tourismusbehörde Senatur, Sofía Montiel de Afara, ihnen gesagt habe, andere Bereiche, wie die EU, zu erschließen, wenn es Märkte gäbe, die keine Ergebnisse mehr liefern würden.

Chamorro betonte, dass sich die Hoteliers rechtzeitig für den regionalen Markt entschieden haben. „Der Hotelverband wird mehr regionalen Messen in Städten von Paraguay abhalten, um mehr Touristen aus dem Inland zu gewinnen“, fügte er hinzu.

Er wies auch darauf hin, dass sie mehr den inländischen Tourismus ansprechen werden, weil der Paraguayer viele Reisen durch Paraguay unternehme.

„Wir werden den Tourismus in Paraguay unterstützen und stärken, um die Bevölkerung von Asunción zu ermutigen, weiter nach Encarnación, Ciudad del Este und anderen sehr guten Orten zu reisen“, betonte Chamorro.

Er weist darauf hin, dass alle Hotels nun darauf vorbereitet seien, Touristen in diesen Gebieten zu empfangen. Encarnación ist im Sommer das wichtigste Touristenziel von Paraguay.

Wochenblatt / Ultima Hora

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7 Kommentare zu “Die Hotelbranche bricht um 35% ein

  1. Touristen? Das waren doch mehrheitlich keine Touristen, sondern schlicht und einfach „Grenzgänger“ um in Paraguay billig einzukaufen. Wer aber als Händler seine Zukunft voll auf diese Art von „Tourismus“ setzt, muß doch immer davon ausgehen, daß der Boom ganz plötzlich durch Änderungen der Wechselkurse u.v.m. von heute auf morgen beendet sein kann. Geschäftsleute, die dieses Risiko nicht von vornherein einkalkulieren sind keine Kaufleute, sondern nur Einfaltspinsel die über kurz oder lang in der Pleite enden müssen. Und das ist gut so! Die Mehrheit der hiesigen Geschäftsleute bis hinauf in die höchsten Etagen, haben meist noch niemals etwas von Standortanalyse und nachhaltiger Wirtschaftsanalyse gehört. Die gehen voll in das Risiko, vermutlich auch (oder überhaupt) nur um ihr Schwarzgeld zu waschen. Also kein Mitleid mit diesen Hasardeuren!

  2. Unerklärlich, was ein europäischer Tourist an diesem Land interessant finden sollte. Von oben bis unten ein unansprechendes
    Urlaubsland. Da zieht es die Zahlenden doch eher nach Brasilien, Argentinien, Chile oder Uruguay. Ein Stippvisite lässt sich ja noch vertreten, aber ansonsten vergeudete Urlaubstage.

    1. Andersland,das ist genau so,fuer touristen ist da nichts.Die personen was in die Hotels bleiben sind fast alle waren schmuggler,denen interesiert nicht ein ei von der Henne.

  3. Fahr doch mal von ASU nach Villa Florida, da ist doch die letzte Moeglichkeit etwas brauchbares fuer den Magen zu ergattern die Fruteria in Paraguari und dann ist gastronomisch aber voellig Ebbe. Und kennt man sich nicht aus, dann ist man auf der Umgehungsstrasse und kommt dort nicht mal vorbei.
    Das waere doch mal etwas fuer die Dauernoergler die immer behaupten, man koenne hier kein Geld verdienen. VF ist da eine unentdeckte Perle, zumindest fuer die Sommermonate.

    1. Richtig Sommermonate, also 3 von 9 Monaten. Im Idealfall kommen in den 3 Monaten Piranas zu Besuch oder die Reisbauern pumpen wieder mal den Rio ab oder es regnet ein Monat mit Hochwasser. Ich habe mich mit der Gegend sogar eine Zeit lang beschäftigt. Fand aber recht schnell Angebote von Ferienhäusern, die angeblich Goldgruben sind und deshalb stehen sie zum Verkauf. Wie immer unmöglich ist nur sehr wenig, aber mir wäre es viel zu riskant. Auch ich sehe es so, dass Paraguay einfach kein Urlaubsland ist und auch nie eines sein wird.

      1. Unmöglich ist vor allem, dass das Jahr 9 Monate hat. Also natürlich 3 von 12 oder 3 + 9 mal 0, aber 12 mal Kosten wie Pflege und Bewachen seines Eigentums.

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