Man kann schnell im Gefängnis landen

Asunción: Ein Verkehrsunfall ist schnell passiert. Mit tödlichem Ausgang kann dies fatale Folgen haben. Normalerweise wird man vorläufig festgenommen. In diesem Fall sitzt der Fahrer aber in Untersuchungshaft. Eine sehr seltene Maßnahme.

Ein Busfahrer der Linien 23 und 24 in Asunción, Dionisio Sánchez, verursachte am Mittwoch einen tödlichen Verkehrsunfall an der Straßenecke Washington und España.

Eine Frau überquerte die Straße auf dem Fußgängerüberweg, als der Fahrer des Linienbusses sie überfuhr und tötete.

Zeugen berichteten, dass der Busfahrer extrem schnell gefahren sei. Wahrscheinlich wollte er die Kreuzung noch schnell überqueren. Beweise der Staatsanwaltschaft erhärteten die Tatsache. Angeblich käme es bei dem Transportunternehmen TTL SA zu einer Konstante von Rücksichtslosigkeit der eingesetzten Fahrer. Sánchez wird nun wegen Totschlag angeklagt.

Nachdem nun weitere Berichte von Passanten, die bei dem Unglück vor Ort waren und bestätigten, dass der Fahrer des Busses “ohne Rücksicht auf Verluste“ gefahren sei, wurde Untersuchungshaft angeordnet. Laut dem Verteidiger von Sánchez sei dies “ein ungewöhnliches Ausmaß bei so einer Straftat“.

Quelle: ABC Color

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10 Kommentare zu “Man kann schnell im Gefängnis landen

  1. Ursachenforschung zu betreiben ist in Paraguay so gut wie Wirkungslos, es gibt wie in jedem anderen Land Gesetze die einzuhalten sind, ist in PY je nach Geldbeutel schier unmöglich, wo will man da anfangen, bei den kleinen Nationalpolizisten, der für ein Handgeld beide Augen zudrückt , bis hin zum Präsidenten, was hat das mit Ignoration zu tun, aber wenn ich bewußt einen Menschen durch Übermut und Leichtfertigkeit zu Tode kommen lasse, dann kann sich auch ein IGNORANT schwer damit abfinden und die Schuld beim Staat suchen.

  2. Das Rasen der Bußfahrer ist doch absoluter Normalzustand in Asunción. Und nicht nur dort. Meistens passiert ja auch nix, denn hier schaut jeder 5x nach links und rechts, bevor er die Straße überquert.

  3. @ Manni, sollte das eine Entschuldigung für ein für ein Todesopfer sein, dss sich auf einen für Fußgänger sicheren Übergang gehandelt hat. Es gibt viele Arbeiten die unter hohem Sress ausgeführt werden müssen, und keiner kommt dabei zu Tode.

    1. Natürlich ist das keine Entschuldigung! Aber ich bin immer dafür, daß man den Dingen auf den Grund geht und Ursachenforschung betreibt. Wenn man die Ursachen kennt, sollte man diese ändern oder abschaffen, es sei denn, man gehört zur Gattung der IGNORANTEN!

  4. In erster Linie ist die SCHULD bei den Politikern zu suchen. Wie können sie es zulassen, daß Busfahrer nach Zeit gestoppt werden (quasi Akkord-Arbeit) und zusätzlich noch die Fahrgäste abkassieren müssen. Das ist doch der eigentlich Skandal! Die Busfahrer stehen unter Dauerstreß. Ich möchte eine solche Arbeit niemand zumuten!

    1. Manni hat den richtigen Ansatz gefunden. Was aber die Handlungsweise der Busfahrer kriminalisiert ist, dass durch die „Akkordfahrten“ Verdienste um die 12 Millionen GS pro Monat normal sind. Da (beim Geld) wird jeder Paraguayer dann endgültig beratungsresistent. Solange es keine Fahrtenschreiber gibt, ist alles schwer belegbar.

  5. Wieso ungewöhnliches Ausmaß, der Herr Verteidiger soll sich mal an eine Rechtssprechung gewöhnen. Der Fußgänger hat auch hier in Paraguay auf einem Zebrastreifen absolutes Wegerecht. Ich würde den Busfahrer nicht nur wegen Totschlags, sonder wegen vorsätzlichen Mord anklagen. Das könnte für viele Kraftfahrer mal eine Lehre sein.

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