Marcelo Pinheiro gab New York Times ein Interview vor dem Mord

Asunción: Am späten Samstagvormittag hatte der mittlerweile ausgewiesene Drogenschmuggler und Mörder Besuch seines Anwaltes und eines Journalisten der New York Times. Danach tötete er Lidia Meza.

Der Samstagmorgen für Marcelo Pinheiro stand im Zeichen von Besuch. Er hatte vor seine Lebensgefährtin zu heiraten, was ihm von einer Richterin untersagt wurde. Mit einem illegalen Telefon und der Aplikation Tinder kontaktierte er eine Frau, die ihn in seiner Zelle besuchen sollte. Als diese schon auf dem Weg war sagte er ihr ab, weil ihm das Geld fehlte, erklärte Juan Ernesto Villamayor, Innenminister des Landes. Nachdem er von seinem Anwalt Jorge Prieto und einem kolumbianischen Korrespondenten der New York Times interviewt wurde, hatte er wieder Geld und bestellte sich die andere Frau – in Bezug auf Lidia Meza. Somit rettete sich die eine Frau während sich die andere unwissentlich der Gefahr aussetzte und ihr Leben verlor. Ob und wann das Interview erscheint ist unklar.

Jetzt, nachdem Pinheiro heute Morgen in Ciudad del Este den brasilianischen Behörden übergeben wurde, steht zumindest fest, dass es eine Vereinbarung gibt, ihn auch wegen dem Mord an Lidia Meza anzuklagen. Präsident Abdo trägt die Verantwortung für eventuelle juristische Unzulänglichkeiten, die sich aus seiner Entscheidung ergeben.

Ungeachtet dessen, dass Meza umsonst starb, sollte man nicht außer Acht lassen, dass eine junge Frau die um ihr Ansehen besorgt ist, keine Drogenbosse im Hochsicherheitsgefängnis besucht und dafür Geld nimmt. Anscheinend bat sie sich per Tinder stundenweise an. Versagt haben aber im großen Stil die Uniformierten der Sicherheitseinrichtung, die – so ist anzunehmen – ebenso zur Rechenschaft gezogen werden.

Wochenblatt / Abc Color

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