Ethanol-Fabrik im Chaco angekündigt

Loma Plata: Die Organisation Pioneros del Chaco S.A gab den Bau der ersten Ethanol-Anlage mit Getreide im Chaco bekannt. Im Zuge dessen schreitet die Industrialisierung in der Region weiter voran.

Harold Klassen, Präsident der Institution, berichtete, dass die Verarbeitung durch eine Destillation mit getrockneten Getreidekörnern erfolgen werde. Die Investition der Fabrik wird sich auf etwa fünf Millionen US-Dollar belaufen. Der Beginn der ersten Arbeiten an dem Industriestandort wird für Anfang 2019 erwartet und die Verantwortlichen gehen davon aus, dass die Fabrik Ende des Jahres bereits in Betrieb ist.

Klassen fügte hinzu, dass mehr als 3.000 Hektar Mais oder Sorghum benötigt werden, um die Industrieanlage zu beliefern. Sie ist die erste ihrer Art im paraguayischen Chaco.

Klassen betonte, dass dadurch auch die Viehzucht, sowohl für die Fleisch- als auch für die Milchproduktion, weiter gefördert werde.

Wochenblatt / ABC Color

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5 Kommentare zu “Ethanol-Fabrik im Chaco angekündigt

  1. Johan Moritz van Nassau-Siegen

    Antworten

    5 Millionen Dollar. Anstatt dass die Kooperative Chortitzer dieses macht anstatt die 15 Milliarden Gs in die Deportivos zu stecken oder anstatt die Abermilliarden in den Tanzpalast (Kulturpalast) zu stecken – expandieren die profitorientierten Satellitenunternehmen der Chacokolonien (Pioneros ist ein Kooperativsunternehmen) welche eine oekumenische Vereinigung der Mennoniten sind.
    Das bedeutet dass die Abholzung des Chaco regelrecht explodieren wird da auch der ATF von Fernheim eine Soja und Weizen expansion von 3000 Ha plant. Die GMO Saatgusorten lassen sehr hohe Profitraten zu welche nur maximal bis zu 1% besteuert wird. So schoen nach den Worten von Gustav T Sawatzky von Chortitzer: „das Forstgesetz was die Abholzung behindert wollen wir nicht“.
    Dies ist eines der besten Rezepte fuer die komplette abwaldung des Chaco.
    Ethanol aus was immer (sei es Soja, Reis, Weizen, Mais, usw) wird dann dem Nafta zugefuegt was ja auch mit z.B. standard Motorraeder ohne weiteres bis zu 40% funktioniert wenn man ein bisschen mit dem Choke spielt (halb- bis dreiviertel offen). Ich fahr schon tausende Kilometer mit 40% Alkohol und 60% Nafta (wo dieser auch wieder wohl schon einen guten Prozentsatz Alkohol drinnen hat so dass es sein koennte dass wenn der ECOP Nafta schon 20% Alkohol drinnen hat ich dann eigentlich 60% Alkohol und 40% Nafta fahre. Bei 60% Holzspiritus schluckt er schon ganz gewaltig und der Choke muss wenigstens 3/4 rausgezogen sein weil wahrscheinlich die Gesammtmenge bei 80% Alkohol und nur 20% puren Benzin liegt). Bei 60% Alkohol merkt man einen deutlichen Anstieg vom Brennstoffkonsum (ich meine das Fahrzeug saeuft bedeutend mehr).
    Aber auf gut mennonitische Art und Weise wird der Ethanol genau denselben Preis haben wie der rote Nafta also – whats the point! Nur wieder die reichen Zocker verschaffen sich hochbezahlte Arbeitsstellen in der Verwaltung wo die Drecksarbeit von paraguayern oder Indianern gemacht wird „wegen Foerderung der Integration und Plurikulturalismus“ (der normale Mennonit wird keinen Gewinn haben von diesem Projekt). Auch dieses foerdert nur die Grossagrarier und sonst niemand ausser vielen reichen Ganaderos (Viehzuechtern) die aus Langeweile (denn das Vieh waechst ja gaenzlich ohne Arbeit und Unkosten auf) Mais anpflanzen denn „was soll ja man sonst mit der Zeit anfangen“.
    Die Einkommensdifferenz wird immer groesser unter den Mennoniten genau wie in Russland. In Russland verfolgte Nestor Machno vor allem die Reichen unter den Mennoniten und liess die armen Mennoniten weitgehend in Ruhe (welche auch mit ihm kollaborierten). So dies ist wieder eine „Benefizgala“ der reichen Oberschicht der Mennoniten auf kosten der Umwelt.

  2. „Klassen betonte, dass dadurch auch die Viehzucht, sowohl für die Fleisch- als auch für die Milchproduktion, weiter gefördert werde.“
    Damit sich einem der Zusammenhang von der Produktion von Alkohol und der Förderung der Viehzucht erschließt, muß man von dem Ersteren schon ganz schön viel intus haben.
    Für mich ist da kein Zusammenhang ersichtlich.

    1. Die Schlempe (Abfallprodukt der Alkoholherstellung) ist bestens als Viehfutter geeignet.
      Trotzdem sind 3000 ha Anbaufläche zur Alkoholherstellung ein Raubbau an der Umwelt.

  3. Statt wichtige Körner dort zu verarbeiten, für welche wieder Land gerodet wird, könnte man das Ethanol nicht aus Mangos herstellen, welche überall im Lande entsorgt werden müssen?

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