Mario Abdo: “Es interessiert mich nicht, sie können tun, was sie wollen”

Asunción: Fünf Jahre als Präsident können eine lange Zeit sein, wenn man tagein, tagaus kritisiert wird, wenn einem die größte Infrastruktur-Paket der letzten 30 Jahre gelungen ist und man als Dank noch einen Parteirauswurf zu erwarten hat.

Der scheidende Präsident der Republik, Mario Abdo Benítez, wollte sich nicht zu dem Schreiben eines Parteiführers äußern, der seinen Ausschluss aus der Colorado-Partei forderte, und sagte lediglich, dass “sie damit nicht meine Aufmerksamkeit geweckt haben, es interessiert mich nicht, sie können tun, was sie wollen“.

Der Präsident sagte, dass jeder, der öffentliche Angelegenheiten verwaltet, “mit seinem Amt verbunden ist, und dass er kontrolliert und geprüft werden sollte”. “Ich denke, es sollte einen Verwaltungsschnitt geben und sie sollten geprüft werden. Wir haben ein reines Gewissen, und natürlich muss jeder Minister oder jede Person (ich eingeschlossen), die für eine Einrichtung verantwortlich ist, Rechenschaft ablegen”, antwortete der Präsident.

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Er fügte hinzu, dass die Machtübergabe “wie nie zuvor in der demokratischen Geschichte Paraguays” stattfinde und erinnerte an die Übergabe an den designierten Präsidenten Santiago Peña auf dem Mercosur-Gipfel.

“Es gibt eine absolut harmonische Synchronisation, wo koordiniert gearbeitet wird. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals eine andere Übergabe des Kommandos in einer geordneten Art und Weise und im Geiste der Einbringung aller Informationen, wie es sein sollte, gesehen habe”, sagte er.

Wochenblatt / El Nacional

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6 Kommentare zu “Mario Abdo: “Es interessiert mich nicht, sie können tun, was sie wollen”

  1. legt er auch Rechenschaft ab wo die ganzen Gelder des Gesundheitswesens und anderen Institutionen während der Coronazeit hingekommen sind? oder war es Zufall daß seine Frau genau in dieser Zeit mehrere Konten in der USA eröffnet hatte….aber sicherlich hat sie da nur ihre hart verdienten Spargroschen hingebracht. Die Bevölkerung war eingesperrt während dieser Zeit und die Elite war geschäftlich unterwegs in der USA….aber wie gesagt bestimmt alles Zufall ..man will so einem fürsorglichen und immer seinem Volk treu ergebenen Präsidenten schließlich nichts unterstellen. Jetzt kommt die nächste Liga an die Fresströge für das Volk wird sich so oder so nichts ändern

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    1. Ihr Kommentar in Ehren – aber woher wollen Sie wissen, daß die Ehefrau von Mario Abdo in den USA neue Konten eröffnet haben soll? Mir scheint eine solche Behauptung mehr als abenteuerlich, da Bankkonten-Eröffnungen üblicherweise dem Bankgeheimnis unterliegen und nicht in der Öffentlichkeit bekannt gegeben werden. Ich will Abdo überhaupt nicht in Schutz nehmen, zumal ich schon zum Zeitpunkt der Kreditaufnahme anläßlich der angeblichen Corona-Pandemie eine Überwachung und den Nachweis der Mittelverwendung hier im WB reklamiert hatte. Das Problem ist doch vielmehr in Paraguay, daß der amtierende Präsident beinahe wie ein asolutistischer Herrscher mit seinen Pareiamigos zusammen Staatsgelder verwenden kann wie er will, ohne daß dies überwacht und kontrolliert wird. Eine solche Überwachung und Kontrolle aber will niemand bei den Colorados, egal welchem Flügel zugehörig, denn in einem sind sie sich immer einig: Korruptionsbehämpfung nur zum Schein, so wenig wie möglich Transparenz und Kontrolle über das was die Politiker und die Regierenden treiben.

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      1. Gerichtsmediziner Aldo von Knoblauch

        Das ist halt weltweit das Problem. So verfolgt Adolfs Goldwechselstube auch eine selbstgebastelte Weißgeldstrategie. Darf also kein kriminelles Staatssubstitut mehr mit dem Köfferchen am Plaza di Parada auftauchen. Nö. Im Wesentlichen kommt es abe aufs gleiche raus: Solange nix bewiesen ist könnens dat auch bequem mit iTelefon-Bezahlapp erledigen. Peter Botah, Adolf Hitler, Noriega, Menem, Abacha – um nur ein paar zu nennen – die konnten Problemlos ein Konto eröffnen. Mussten einfach sagen: “Juppp, ig gespart dank Streichhölzl und Billigpolarbierbücksenpacks. Ig sparsamer Mensch bin”. “Jo, also gut, her gib schon dei Kohle, ig Boni will haben”. Oben erwähnte netten Herren waren zum Zeitpunkt ja auch nette Herren. Dazu noch ehrenwerte. Was sollte ein kleines Bankangestellter:*@#In auch sagen? “Nö, von di wir keine Plata nehme, dat zögern Krieg, Apartheid, Ungerechtigkeit, Mord nur weite hinaus”. Na, das wäre seines Job abe schnell los geworden. Zumindest Boni gestrichen. Dazu kommt, da da Behörden faul, blöd und beides, sprich Schreibtischtäter, den Banken partizipieren mit ihren Steuerabgaben auch an ihrem unnützen Dasein. Es steht also jeder Staatszüchtung mit offiziellem Zahltag von 2.000 bis 7.000 € monatlich zu, auf der ganzen Welt verstreut bei X verschiedenen Banken ein Konto zu eröffnen. Die Banken merken dat auch nicht, die haben Bankgeheimnis und sind nicht miteinander verknüpft. Abe das Schöne ist, dass jeder kleine Pinkel mit offiziellem Zahltag von 350 € monatlich das natürlich auch tun darf. Bei Abdus Frau sagens dann: “Dei Behauptung Unterstellung ist”. Abe oft sind Gerüchte mit einem Fünkchen Wahrheit behaftet.

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  2. ” Wir haben ein reines Gewissen”
    Ja, das kann man natürlich so sagen, wenn man ein gehorsamer Handlanger der USA ist. Da kann man dann auch 1,6 Millarden US-Dollar einfach verschwinden lassen.
    Wie gesagt, Abdo wird nach Cartes erneuter offzieller Machtübernahme ein geschasstes Kind sein. Wahrscheinlich alles schon von ihm vorgesehen, deswegen hat er sich auch reichlich bedient an der “Kampf gegen Corona”-Verschuldung.
    Vielleicht wird Abdo die US-amerikanische Staatsbürgerschaft noch verliehen, da sein fester Wohnsitz ja bald Florida ist.

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  3. Hat eigentlich ein Präsident Paraguays dem Land mehr Schaden zugefügt als der Abdo Clan?
    Hier wäre der einzige Abdo Konkurrent der Präsident , der damals den Triple Allianz Krieg angezettelt hat. Der ist aber wenigstens dabei auch selber gestorben.

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