Mautbetrug aufgedeckt – Verantwortliche befinden sich in U-Haft

J. Augusto Saldivar: Alle Europäer die mit Pkws im Land unterwegs sind konnten sich denken, dass es auch eine Form von Betrug bei den Mautstellen gibt und raten sich untereinander z.B. „Lass dir den Abschnitt geben damit sie ihn auch abrechnen müssen, ansonsten verkaufen sie ihn zweimal“.

Diese Funktionäre gingen allerdings viel weiter wie die nachfolgenden Zeilen beweisen. Am gestrigen Abend um 20.00 Uhr kam ein Gefolge aus Staatsanwaltschaft und Ministerium für öffentliche Bauten und Kommunikation in die Mautstation der Ruta 1, km 23, nach J. Augusto Saldivar.

Während der nicht angekündigten Überprüfung stellten die Ermittler fest, dass die Angestellten die Abschnitte für die Fahrer klonten und die Hälfte der Tageseinnahmen in eigenen Taschen wanderte.

Verantwortlich gemacht und festgenommen wurden die Leiterin Mercedes Ayala, der Schatzmeister Hugo González und der Kassierer Patricio Silguero Giménez.

Der Staatsanwalt Arnaldo Giuzzio hob hervor, dass diese Tat als Produktion von gefälschten öffentlichen Dokumenten angesehen und mit Haftstrafen von 5 bis 10 Jahren geahndet wird.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ergaben, dass jede Schicht von 8 Stunden sich somit 900.000 Guaranies illegal angeeignet hat.

Die Leiterin erkannte ihre Schuld an doch sagte sie im gleichen Moment, „das sie sich nicht erklären könnte warum sie niemals angezeigt wurden. Eine Serie von Unregelmäßigkeiten werden sie an den Mautstationen feststellen, wenn sie nur suchen“, sagte sie.

Sie signalisierte, dass ihr Mentor des Klonens, Andrés Duarte war. Als dieser allerdings seinen Posten im Ministerium verlor, zeigte der die Fälschung der Verkaufsbelege an, bis es zu einer Staatsanwaltlichen Ermittlung kam.

Der Schatzmeister und der Kassierer, González und Silguero, wurden in die Polizeidienststelle Puesto Ybyraró (quasi nebenan) gebracht, wo sie in Haft bleiben. Die Leiterin wurde in das Kommissariat 17 des Stadtteils Trinidad überstellt.

„Ebenfalls durchsuchten Teams der Staatsanwaltschaft die Mautstationen an der Remansobrücke und in Ypacaraí, wo sie allerdings keine ähnlichen Fälschungen sicherstellen konnten und davon auszugehen ist, dass diese Masche nur auf eine Mautstation zutrifft“, sagte der Staatsanwalt Giuzzio.

Der Direktor für interne Fälle im Ministerium für öffentlichen Bauten, Alejandro Nissen, hob hervor, dass auch alle anderen Mautstationen jederzeit durchsucht werden können. Das Interessante an dem Fall, der einen Tag nach der Absetzung von Efraín Alegre ans Licht kommt ist, dass es auch möglich war, unter ihm die Staatskassen anzuzapfen.

(Wochenblatt / Abc)

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