Mautgebühren, aber katastrophale Straßenzustände

Coronel Oviedo: Verkehrsteilnehmer auf den Routen 2 und 7 stellen die Erhebung der Mautgebühren durch das Konsortium Rutas del Este in Frage, weil sie für die Nutzung von Straßen zahlen, die vom Auftragnehmer weder saniert noch gewartet werden.

Ein Abschnitt der Route 2 von Ypacaraí bis Coronel Oviedo und ein weiterer auf der Route 7 von Coronle Oviedo bis zum Bezirk Caaguazú sind in einem katastrophalen Zustand. Für die Instandhaltung dieser 170 Straßenkilometer ist das Konsortium Rutas del Este (Sacyr-Mota Engil-Ocho A) verantwortlich, das vom Ministerium für öffentliche Arbeiten (MOPC) im März 2017 über eine Ausschreibung den Zuschlag erhielt. Es ist ein öffentliches und privates Projekt (APP).

Das private Konsortium, vertreten durch Luis Pettengil, ist für die Erhebung der Maut und die Wartung der Strecke bis März 2047 verantwortlich, aber die Kraftfahrer beschweren sich, dass sie bereits Gebühren bezahlen, obwohl die Strecken nicht gewartet werden.

In der Tat hatte Rutas del Este erst angekündigt, im Januar dieses Jahres 500 Millionen US-Dollar von der Interamerikanischen Entwicklungsbank (IDB) zur Finanzierung der Arbeiten zu erhalten.

Laut Recherchen von Reportern machte der Konzessionär bisher nur “fehlerhafte“ Ausbesserungen. Die kritischsten Punkte befinden sich bei km 106 der Route 2, in der Stadt San José de los Arroyos, wo die Asphaltschicht zerstört ist und Fahrer dazu zwingt, gefährliche Manöver zu unternehmen und auf die Gegenfahrbahn auszuweichen.

Ein andere kritischer Punkt ist bei km 125 der Route 2, Coronel Oviedo, wo es auch gefährliche Schlaglöcher gibt, die eine ständige Gefahr für Kraftfahrer darstellen.

Beide Beispiele entsprechen dem Departement Caaguazú und an diesen Orten gab es schwere tödliche Unfälle, die auf den schlechten Zustand der Strecken zurückgeführt wurden.

Bei Kilometer 132 der Route 7 befindet sich auch ein riesiges Schlagloch, das mehrmals in einer unfachmännischen Art und Weise repariert wurde.

Der Kraftfahrer Óscar Ruiz berichtete, dass die erwähnten Routen in katastrophalen Zuständen seien. Er fügte an, dass dies die Hauptverkehrsadern des Landes seien, auf der täglich Tausende von Menschen unterschiedlicher Nationalität unterwegs seien und die Situation für Paraguay eine Schande darstelle.

Der Direktor für Projekte im Rahmen der APP, Jorge Vergara erwähnte, dass Rutas del Este für die Verwaltung und Instandhaltung der Fernstraßen 2 und 7 zuständig sei. Er weist darauf hin, dass es Kontrollmechanismen für die vom Konzessionär ausgeführten Arbeiten gibt.

Es sollte erwähnt werden, dass sich Jorge Vergara zum Zeitpunkt des Telefoninterviews im Chaco befand und als Reporter weitere Fragen zu dieser Angelegenheit stellen wollten, die Verbindung abriss und nicht mehr zustande kam.

Wochenblatt / ABC Color

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1 Kommentar zu “Mautgebühren, aber katastrophale Straßenzustände

  1. Da müssten die Mautgebühren eben um 2 Millionen Prozent angehoben werden, damit es für das bescheidene Gehalt UND “fehlerhafte“ Ausbesserungen reicht. Pardon, sollte fachmännische Reparatur mit garantiertem Zusammenhalt der Baustoffe bis zum nächsten Regen heißen. Außerordentliche Wetterphänomene wie Tornados mit Windgeschwindigkeiten bis zu 3 km/h natürlich von der Garantie ausgeschlossen. Das hält kein Sand stand. Damit einem das bescheidene Gehalt als Gegenwert für “fachmännische“ Reparatur nie ausgeht.
    Obwohl, unter “fachmännisch“ hierzulande eher ein Kürschen bei der Migros Clubschule zu verstehen ist, was nur Staatsangestellten mit Amigos am richtigen Schalter zusteht, wenn das Parteibüchlein farbig ist (naja, eigentlich tief rot wie in Russland zwischen den 19-zwanzigern bis 19-neunzigern) einen solchen mit Familienanhang und Spesenvergütung in Europa besuchen zu dürfen. Aber immerhin, nebst Feuerchen machen zu können wie ein Weltmeister, „ya es algo“.

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