Mehr als 11 Milliarden Guaranies wohl im Sand versickert

Paso Yobai: Ein Trinkwassersystem, das von verschiedenen Behörden in die Wege geleitet wurde, ist einfach abgebrochen worden. Wie immer sind die Betroffenen die Leidtragenden.

Etwa 65 Familien in der Gegend von Silvera Kue im Bezirk Paso Yobai, Guairá, haben kein Trinkwasser, weil die Firma Caraguatay S.A., vertreten durch den Ingenieur Jorge Paniagua, den Bau eines Systems zur Bereitstellung der lebenswichtigen Flüssigkeit nicht weiter fortsetzt.

Die Arbeiten, wie das Bohren eines Brunnens, die Montage eines Wassertanks und das Anlegen eines Verteilernetzes zu den Häusern, werden im Rahmen des Programms “Sembrando Oportunidades“ durchgeführt.

Die Investition beläuft sich auf mehr als 11.376 Millionen Guaranies. Laut Recherchen finanziert die Behörde für sanitäre Trinkwassersysteme in ländlichen Regionen (Senasa) und das Ministerium für Gesundheit und Soziales (MSPyBS) das Projekt.

Der Präsident von der Wasserkommission aus Silvera Kue, Carlos Paniagua, sagte, dass sich die Bewohner über den Beginn der Arbeiten sehr gefreut hätten, weil dies die Nutzung und Verteilung von Trinkwasser verbessern würde. „Wir waren so glücklich, dass wir endlich ständig Wasser zur Verfügung haben, aber vor fast einem Jahr sind die Arbeiten eingestellt worden. Die Anschlüsse in den Häusern sind fertig, aber es fehlt das Wasser“, sagte Paniagua.

Der Vertreter der Firma Caraguatay S.A., Ingenieur Jorge Paniagua, erklärte, dass sie seit mehr als einem Jahr keine Zahlung erhalten und keine andere Wahl gehabt hätten, als die Arbeiten einzustellen. Er brachte zum Ausdruck, dass andere Projekte in mehreren Gemeinden ebenfalls nicht weitergehen, weil die Gelder dafür nicht bereitstünden.

Reporter versuchten eine Stellungnahme der Senasa zu bekommen, aber ein Beamter, der sich als Anwalt Alejandro Céspedes ausgab, sagte, dass die einzige Person, die zu dem Fall Informationen liefern könne, Pressereferent Walter Godoy sei. Jedoch war dieser, auch nach mehrmaligen Versuchen, telefonisch nicht erreichbar.

Wochenblatt / ABC Color

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5 Kommentare zu “Mehr als 11 Milliarden Guaranies wohl im Sand versickert

  1. Ja, mehr als 11 Milliarden Guaranies wohl im Sand versickert, das ist für Paragauy sehr viel Geld. Kann das sein, fast 2 Millionen US-Dollar? 65 Familien Familien ohne Trinkwasser ist ja auch nicht gerade wenig.

    1. Christian2005, gebe Dir recht, allerdings ist ein Zehntel der Summe noch viel zu hoch. Meine Anlage, mit 4 Tiefbrunnen(120- 150m), Tank, Pumpen Rohrleitungen ( 17km) und allem Zubehör haben mich um 40.000 € gekostet und ich habe das 5 fache an Anschlüssen. Wenn ich das richtig lese, haben die zwar die Rohrleitungen zu den Häusern gelegt, aber keinen Brunnen gebohrt noch Pumpen gekauft oder gar einen Tank. Also das teuerste fehlt. Die Rohre für die 65 Familien würde ich auf höchsten 3000$ schätzen. Der Rest der Kohle ist wohl in andere “ Bauvorhaben“ geflossen, so wie das hier immer ist. Anfangen, Kohle abgreifen und verschwinden.

  2. „Reporter versuchten eine Stellungnahme der Senasa zu bekommen, aber ein Beamter, der sich als Anwalt Alejandro Céspedes ausgab, sagte, dass die einzige Person, die zu dem Fall Informationen liefern könne, Pressereferent Walter Godoy sei. “

    Entweder ist der Pressesprecher der einzig verbliebene aus der Vorgängerregierung oder das schwarze Schaf, der sich irgendeine Geschichte ausdenken soll. Es ist unfassbar, dass sich diese Fälle so oft wiederholen, d.h. ganz einfach dass wohl noch keiner der Direktoren da jemals belangt worden ist.

    Die Summe ist immens hoch. Ich weiss ungefähr, dass die technische Ausrüstung dieser Anlagen absolut bilig sind. Die Brunnen sind nicht ergiebig, da man offensichtlich keine hydrogeologischen Gutachten erstellt und wohl auch keine Pumpversuche oder werden diese gefälscht. Die Wasserleitungen sind vielleicht 15 cm unter Gelände, Materialien von der Ferreteria. Würde mich zudem wundern, wenn man eine Druckbererchnung durchführt, da sind die Leutchen bei der Senasa sicher hoffnungslos überfordert damit. Die schätzen einfach ab, 65 Familien = 1 Zoll Rohrdurchmesser.

    Übrigens gab es Überlegungen, Senasa in das MOPC einzugliedern, aber die Beamte wehren sich heftig. http://www.abc.com.py/nacionales/no-quieren-que-desaparezca-senasa-1745771.html
    Wenn ich Artikel wie das obige lese, weiss ich auch warum.

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