Mehr als 12.000 offene Haftbefehle in Paraguay

Asunción: Der Leiter der Abteilung für Informationstechnologie der Nationalpolizei, Kommissar Rubén López, bestätigte, dass am vergangenen Freitag insgesamt 12.427 Personen mit offenem Haftbefehl in Paraguay registriert waren, die Zahl schwankt jedoch ständig.

Ebenso erklärte Kommissar Ramón Morales, stellvertretender Kommandant der Nationalpolizei, gegenüber Radio Monumental, dass, wenn alle Haftbefehle vollstreckt würden, “es im Moment kein Gefängnis gibt, das 12.000 Personen aufnehmen könnte”. Aus diesem Grund sucht die Polizei wohl auch nicht nach den Personen, ein Zustand der solche Personen Jahre auf freiem Fuss lassen kann, ganz egal ob die wegen nicht geschaltem Unterhalt oder Mordes auf der Flucht sind.

Gleichzeitig versicherte Kommissar Morales, dass man die größtmöglichen Anstrengungen unternehme, um Personen mit Haftbefehlen zu erreichen, dass dies aber oft von Routinekontrollen oder den Verfahren abhänge, die man mit ihren Ausweisen durchführe.

Andererseits weist er darauf hin, dass es nicht darum geht, zu entscheiden, wer gefasst wird und wer auf freiem Fuß bleibt. Dies hängt vom Gerichtsverfahren und den polizeilichen Ermittlungen ab.

Wochenblatt / Radio Monumental

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4 Kommentare zu “Mehr als 12.000 offene Haftbefehle in Paraguay

  1. Die Behörden sind doch froh, daß sie den Gesuchten nicht habhaft werden können. Wo sollten diese auch untergebracht werden, falls man sie erwischen sollte? Machts doch wie in Texas! Dort wurden riesige Zelt-Gefängnisse gebaut für relativ wenig Geld. Paraguay ist ein großes Land mit relativ geringer Bevölkerung. Folglich müßten sich doch genug Plätze für solcherart Gefängnisse finden. Gilt übrigens auch für die immer mehr zur Volksplage werdenden Drogensüchtigen bzw. Drogenkriminellen im Land. Einfach nur weiterhin dumm zusehen wie das Land in den Drogen und damit in der Kriminalität versinkt verschlimmert die Lage stetig weiter.

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  2. Ein nicht funktionierendes Justizsystem eines Landes bewirkt zwangsläufig immer mehr Kriminalität bis sie außer Kontrolle gerät. Hier zu sparen wird immer sehr teuer.
    Sind die Kriminellen jedoch selbst an der Regierung (Paraguay) oder handeln bewußt vorsätzlich zum Schaden des Landes (Deutschland), dann ist eh nichts mehr zu retten.

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  3. Wie ich in den Kommentaren schon zigfach schrieb, eine gewaltige Anzahl von Kriminellen läuft in Paraguay frei herum. Jetzt haben wir mal eine Zahl: 12.000 sind es, wobei sicherlich da auch einige Unschuldige dabei sind. Aber die sind lieber auch auf der Flucht, weil ihr Prozess einem Glücksspiel gleichen wird.

    Von den 12.000 haben sicher auch etliche schon Vorstrafen oder saßen schon ein. Irrenjustiz.

    1. Unschuldige werden sofort verhaftet. Schuldige können sich freikaufen und solange “Untertauchen”, wie sie bezahlen. Es laufen sehr viele öffentlich rum, werden aber weder duch Gesichtserkennung oder Polizei, an der die direkt vorbei laufen, “erkannt”. Woran liegt das wohl? Haftbefehle werden nicht umsonst ausgestellt, also keine Unschuldigen darunter.

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