Mehr als 450 Verhaftete nach Fußballrevolte

Pedro Juan Caballero: Es ein Spiel zu nennen wäre übertrieben. Auch wenn Ex-Bayern Star Santa Cruz mit auf dem Platz stand, dauerte es nur 7 Minuten, dann kam es zu Ausschreitungen. Es wurde ein gewaltreicher Sonntag.

Am gestrigen Nachmittag sollte in Pedro Juan Caballero ein Fußballspiel der 1. Liga zwischen Olimpia und Sol de America stattfinden, quasi um die Fans in Amambay ein Gefallen zu tun. Die ersten sieben Minuten ging alles gut. Dann ging Olimpia Fans gegenseitig auf einander los, war nicht nur zur Unterbrechung sondern später zum Spielabbruch führte. Die Polizei war hilflos.

Verletzt wurden insgesamt 6 Personen, von denen 4 noch weiterhin im Krankenhaus verweilen. Bei den Auseinandersetzungen kam es zum Einsatz von Messern und Schusswaffen, was die Verletzten zu spüren bekamen.

Nun wird darüber diskutiert, wer die Schuld dafür trägt. Auch wenn Olimpia Präsident Marco Trovato sagte, dass die Anreise der Fans nicht mitfinanziert wurde, stellt sich trotzdem sie Frage, ob es nicht doch zu einer Strafe kommt, sei es Punktabzug oder Spielen ohne Publikum.

Die rund 350 angereisten Fans in sieben Bussen wurde zusammen mit über 100 ortsansässigen Olimpia Fans vorübergehend verhaftet, um mit der Videoauswertung sicher zu stellen, dass keiner der Verantwortlichen fliehen kann. Dies könnte jedoch schwierig werden, da Dutzende ihr T-Shirt zu Beginn der Auseinandersetzungen auszogen und sich damit das Gesicht zubanden.

Wann die Fans und Problembereiter wieder nach Asuncion zurückkommen, ist noch nicht klar. Den Spielern, einschließlich Roque Santa Cruz, ist nichts passiert.

Wochenblatt

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4 Kommentare zu “Mehr als 450 Verhaftete nach Fußballrevolte

  1. In keiner Sportart, gibt es solche AGGRESSIVE FANS, wie im Fussball.
    Es ist auf der ganzen Welt das gleiche Theater, es brauch Absicherung durch die Polizei, und wer bezahlt das? der Steuerzahler.

  2. Und in allen möglichen Reiseführern und sonstigen Beschreibungen von Land & Leuten wird immer nur davon berichtet, wie friedlich doch die Paraguayer von Natur aus wären. Stets freundlich, hilfsbereit und friedvoll in ihrem Wesen. Solche Beschreibungen „locken“ Einwanderungswillige und Touristen nach Paraguay, dem „Land der unbegrenzten Freundlichkeit“ wie es in einem bekannten Reiseführer steht. Nein, die Paraguayer sind auch nicht besser und freundlicher und friedlicher als andere Kulturen. Wehe, sie stehen unter Streß oder Druck – dann zeigen sich ganz andere Qualitäten. Sonst immer „beherrscht“ wirkend und möglichst jegliche Diskussion vermeidend. Genau das könnten u.a. die Ursachen dafür sein, daß schon nichtige Anlässe dafür sorgen endlich den aufgebauten Frust los zu werden und geradezu, wie aus heiterem Himmel heraus, zu explodieren. Dann gibt es kein Stopp und keine Vernunft.

  3. Fussball ist halt der Sport der Unterbelichteten, sieht man hier wieder ganz deutlich. Selbst beim MMA kommt sowas nicht vor! Der Steuerzahler blecht dann auch noch für diese Volksreligion der Verdummung. Dringend abschaffen diesen Unsinn!

  4. Ich war mal bei einem Fussballspiel im Defensores del Chaco. Ich glaube, ich habe noch nie so viele Beleidigungen in 90 Minuten gehoert. Und ich war auf den guten Plaetzen, nicht bei den Ultras. Und das saugen alles die anwesenden Kinder auf.
    Die Ultras sind auf Drogen und es geht ein enormes Gewaltpotenzial von denen aus. Trotzdem bekommen diese vom Verein gratis Eintritt. Dieser Schuss ging in PJC gewaltig nach hinten los. Wenn der Ligaverband konsequent ist, wird das Spiel mit 0-3 gewertet, Geldstrafe und ein paar Geisterspiele. Aber es ist davon auszugehen, dass der Olimpia-Praesident kraeftig schmiert und es bleibt bei einer geringen Strafe.

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