Mehr als nur Technik: Warum Frauen in Paraguays neuem Nahverkehr den Ton angeben

Asunción: Die erste Frau am Steuer eines Elektrobusses in Paraguay erklärte, dass die Menschen heutzutage mehr Vertrauen haben, wenn sie wissen, dass eine Dame sie an ihr Ziel bringt – vor allem wegen der vorsichtigen Fahrweise.

Hinter dem Lenkrad eines Busses zu sitzen, ist für sie nichts Neues. Tatsächlich arbeitete sie einige Jahre im Überlandverkehr. Doch nun sticht sie als erste Frau hervor, die einen Elektrobus steuert.

Ihr Name ist Idalina Peralta, die nun voll in das staatliche Unternehmen Arapotĩ eingestiegen ist, das mit den bekannten Bussen aus China operiert.

Im Gespräch mit Journalisten sagte sie: „Ich hatte das Glück, die erste Frau zu sein, die in Paraguay einen Elektrobus fährt. Jeder weiß, dass dieser Job sehr hart ist, erst recht mit den alten Bussen, aber das hier sind Neufahrzeuge mit Automatikgetriebe. Es ist einfach spektakulär.“

Die stolze Fahrerin betonte: „Das ist eine Arbeit, die mir schon immer gefallen hat. Ich habe neun Jahre auf der Linie 12 gearbeitet, und sie waren es, die 2020 zum ersten Mal Elektrobusse nach Paraguay brachten. Damals gaben sie mir die Chance, diese Busse zu fahren, und ich konnte schon etwas Erfahrung sammeln.“

Sie erzählte, dass sie zwei Jahre lang diesen Bustyp fuhr “und danach abwechselnd auch mechanisch betriebene Busse übernahm“.

Peralta schilderte auch, wie sie zu Arapotĩ kam, dem Transportunternehmen der aktuellen Regierung von Santiago Peña.

„Ich hatte schon mehrere Kollegen, die mich kannten. Durch sie erfuhr ich von Arapotĩ, nahm Kontakt auf, bewarb mich und bekam sofort die Chance, weil ich die einzige Frau mit Erfahrung im Fahren von Elektrobussen war“, verriet sie. Sie fügte hinzu, dass die Batterien aufgeladen werden, sobald eine Tour beendet ist.

Die Fahrerin erwähnte, dass der Bus bereits bekannt ist und die Leute auf ihn warten: „Er bedient viele Strecken. Zudem funktioniert die Klimaanlage wunderbar, was die Leute suchen, um der Hitze zu trotzen. Der Bus selbst fährt im Vergleich zu anderen Bussen auf den Straßen extrem leise.“

Sicherheit

Auf die Frage, was die Fahrgäste auf ihrer üblichen Route Asunción–San Lorenzo über die Mariscal López sagen, meinte sie, dass der Anblick einer Frau am Steuer den Passagieren ein gutes Gefühl gebe: „Die Leute fühlen sich sicherer, weil wir Frauen anders fahren. Nachdem ich hier angefangen hatte, kamen noch vier weitere Frauen dazu.“

Wochenblatt / Cronica

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