Mehr Züge statt Busse

Asunción: Bei einem Forum über Personentransport im Großstadtbereich meldeten sich gestern internationale Experten zu Wort und erklärten, dass die Fortbewegungsmittel an Qualität zugewinnen müssen und man das Augenmerk mehr auf Züge als auf den Ausbau von Autobahnen legen sollte. Am heutigen Mittwoch endet das 1. Internationale Forum über Verkehrsproblembewältigung zu dem brasilianische und argentinische Experten angereist kamen.

Bei dem Treffen sollen Varianten ergründet werden, die am besten zu einer Stadt passen, in diesem Fall Asunción, da es geografische Unterschiede gibt, die es unmöglich machen, dass ein System überall funktioniert.

Zu aller erst muss definiert werden ob man nur Passagiere fortbewegen will oder die Stadt nebenbei renovieren möchte. Asunción kämpft schon seit Jahren mit einer Lösung, um den chaotischen Verkehr, der tagtäglich schlimmer wird, Herr zu werden.

„Wenn die Idee aufs Renovieren hinausläuft braucht e modernere Lösungen die definitiv sind, wie Schienenverkehr“, erklärte der Brasilianer Peter Ludwig Alouche.

In Bezug auf die Investitionen merkt er an, „dass diese sich ja nicht nur auf das Transportsystem beschränkt sondern viel tiefer geht und positive Effekte für die Stadt mitbringt. Damit ist gemeint, dass auch neue Immobilienprojekte im Umfeld beginnen werden, der Tourismus ansteigt was andere Bereiche unerwartet verbessern kann“.

Über die Art des Antriebs gäbe es keine Diskussion in Asunción. Paraguay ist das reichste Land der Welt in „Vorhandener Energie pro Kopf“.

„Diesel zu importieren um einen Zug anzutreiben macht einfach keinen Sinn deswegen ein elektrisches System“, unterstrich er.

Obwohl auch ein Metrobus denkbar wäre bevorzugt Peter Ludwig Alouche eine S-Bahn auf zwei oder einer Schiene. Die Investition sollte etwas höher als das Minimum sein. Wenn sich die verkehrstechnischen Probleme legen wird die Stadt dankbar sein über schon getätigte Veränderungen. Um kostengünstig diese Bahn zu betreiben muss sie mit Strom betrieben werden.

Auf die Frage was er zu der Autobahn Ñu Guasu sagt, antwortete er: Mehr Autobahn, mehr Autos, mehr Verkehrsaufkommen. Wenn es Alternativen gibt, steigt die Anzahl der Fahrzeuge langsamer.

Pro Stunde schaffen es Fahrzeuge die voll besetzt sind auf drei Spuren in Asunción 5.500 Personen zu befördern während Busse in der gleichen Geschwindigkeit jedoch auf nur einer Spur 7.200 Personen von einem zum anderen Punkt bringen können. Eine S-Bahn hingegen schafft es auf nur einer Spur bis zu 60.000 Menschen in 60 Minuten zu befördern.

„Mir gefällt Asunción sehr gut aber wenn hier nicht investiert wird verliert es an Reiz. Noch bleibt Zeit zum Handeln. Das ist das Zentrum Südamerikas, die Zukunft kann nur besser werden und mehr Leute anziehen. Dazu braucht es ein modernes und potentes Transportsystem und nicht Busse, die auseinander fallen“, unterstreicht er.

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2 Kommentare zu “Mehr Züge statt Busse

    1. Richtig, aber verglichen mit der Investition für eine Stadt-Bahn ist das ein Klacks.
      Egal wie: Investitionen in Paraguay enden immer damit, dass sich die Reichen, Mächtigen und die Beamten die Taschen füllen, und das Ziel wird nie erreicht.

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