Mennonit deckt Schmiergeldannahme auf

Pozo Colorado: Dass sich bitte keiner rausredet. Ein Chef der Straßenpatrouille wurde vor fünf Tagen gefilmt, wie er Bestechungsgeld in Höhe von 1.000.000 Guaranies von einem Mennonit annimmt. Um eine Ausrede ist er jedoch nicht verlegen.

Auf Höhe von km 290, Kontrollpunkt Pozo Colorado, zahlte ein Mennonit etwa 1.000.000 Guaranies an den Chef des Postens, Domingo Méndez, um einer Fracht den Weg zu ebnen. Méndez gab einem Kollegen ein Zeichen und die Sachen war erledigt. Später wurde der Mennonit als Carlos Hiebert Dueck aus Loma Plata identifiziert.

Der Mennonit hat anscheinend das ganze Prozedere gefilmt und es später ins sozialen Netzwerken verbreitet. Es gelangte auch ins Fernsehen. Während nun gegen Méndez ermittelt wird, besetzt ein anderer seinen Posten. Agenten der Straßenpatrouille dürfen Bußgelder entgegennehmen, jedoch nur im Tausch gegen einen Strafzettel.

Um keine Ausrede verlegen erklärte Méndez, dass die großen Maschinen, die Hiebert transportierte, Mängel aufwiesen, weswegen die Fracht am Polizeiposten Río Verde konfisziert wurden bis die Strafe von 2.800.180 Guaranies bezahlt sei. Was man auf dem Video sehen würde ist lediglich die Anzahlung von 1.000.000 Guaranies.

Wochenblatt / Última Hora

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

7 Kommentare zu “Mennonit deckt Schmiergeldannahme auf

  1. Es macht mich immer wieder fassungslos und wütend, wie schnell hier eine dumme Ausrede gefunden wird. Und oftmals kommen diese Gauner noch damit durch. Diese Art von Tricksereien, Lügen und Korruption sitzen so tief und sind so weit verbreitet, daß man nicht mehr von Ausnahmen, sondern eher als der üblichen Regel sprechen kann. Darf/kann man das damit entschuldigen, daß Paraguay der Dritten Welt zuzuordnen ist und somit über einen Freibrief für Unehrlichkeit verfügt, der das alles rechtfertigt?

  2. Und wir Mennoniten werden mitschuldig an diesen Zuständen weil wir schneller bereit sind zu zahlen, als das Problem am Fahrzeug (oder wo immer) zu beheben!

  3. Von 100 Strassenpolizisten agieren sicherlich mindestens 95 wie dieser Typ da oben. Das Problem kriegt man hier nie beseitigt.

    Darf man den fragen, was das Vergehen war? Ich erkenne dies nicht in dem Text.

    1. Die Ladung war Mangel auf gewiesen.Vermutlich Automatenübersetzung!
      Da Mängel an der Landung ist kein Vergehen.Der Sr.Méndez meint mit Sicherheit die Landungssicherung.
      Da werden auch Ameise-Mücken und dann Elefanten gemacht wenn man Geld braucht. Die Fahrer, die wenigsten kennen sich aus! Das nützen die Polizisten frech aus.
      Beispiel aus der EU, was in Luxenburg richtig ist , in Deutschland gibt es dafür einen Knochen.In Osterreich lacht der Polizist einen aus. Und fragt warum so viel gemacht wurde.

  4. Es ist doch schön zu sehen, dass es jetzt etwas ungemütlich wird für diesen Herrn Mendez. Im Juni 2012, als Domingo Mendez C. noch bei den Camineras in Corenel Oviedo tätig war, sollten wir auch schon mal ne Menge Geld für ein Vergehen bezahlen welches wir nicht begangen hatten. Er bot uns damals auch an einen Betrag zu zahlen. Wir haben nichts bezahlt.
    Es sollten sich viel mehr Leute gegen dieser Strassenräuberei wehren.

  5. Warum sind die „Bußgelder“ gemessen an den Durchschnittseinkommen der Paraguayer, überhaupt so außerirdisch hoch? ist doch klar – damit die „Verkehrssünder“ gezwungen sind Schmiergelder zu bezahlen. Der Staat bzw. die Kommunen sparen sich damit hohe Kosten für Löhne, denn die meist gut genährten „Ordnungshüter“ verdienen sich durch ihre Nebeneinkünfte eine goldene Nase. Das ganze hat System und darum wird sich daran auch nichts ändern.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.