Mennoniten: Bedroht, belagert und unter Druck gesetzt

Sommerfeld: Rund 100 Mennoniten aus der Kolonie Sommerfeld schaffen es seit Monaten nicht ihr Grundstück, in welches sie viel investiert haben, zu bewirtschaften, weil andauernd Landlose es besetzen. Das Indert sieht keinen Grund für schnelles Handeln.

Das 20.000 Hektar große Grundstück ist keineswegs ein Segen, wenn man Menschen in der unmittelbaren Umgebung hat, die einem entweder den Zugang verweigern oder erpressen und bedrohen. Während die Landlosen erklären, dass es sich hierbei um Staatsland handelt, müsste das Institut für ländliche Entwicklung (Indert) sich dazu schnell und klar artikulieren. Da das Indert dies jedoch nicht für nötig hält, sind kürzlich getätigte Investitionen von rund 20 Millionen US-Dollar in Gefahr, Geld was die 2.000 Landlosen ihnen weder ersetzen noch jemals erarbeiten werden.

Am vergangenen 24. Oktober 2019 waren schon einmal 1.000 Polizisten vor Ort und führten eine Räumung durch. Jetzt scheint sich eine Wiederholung anzubahnen, da die Landlosen nicht locker lassen. Normalerweise habe diese finanzielle und logistische Unterstützung von lokalen Politikern. Das Grundstück befindet sich im Orstteil 3 de Noviembre in der Ortschaft Repatriación, im Departement Caaguazú.

Wochenblatt / Abc Color

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10 Kommentare zu “Mennoniten: Bedroht, belagert und unter Druck gesetzt

  1. Wer landlos ist und Land haben will, soll sich gefälligst Land kaufen. Musste ich auch! Wie jeder andere auch, der Land nicht geerbt hat. Und wer es sich nicht leisten kann, muss halt ARBEITEN gehen und wer zu dumm dafür ist, muss sich fortbilden. Aber das will dieses diebische, faule, linksfaschistische Pack ja nicht. Was die machen ist schwerer Landraub und man sollte das Recht haben seinen Besitz zu verteidigen, insbesondere dann, wenn der Staat, die Polizei und Justiz kein Interesse zeigen Recht durchzusetzen. Weil das pyische Parlament von bis ins Mark korrupten, linken Faschisten durchzogen ist, die Stehlen und Rauben für ganz normal halten, arbeiten und Leistung bringen aber nicht.

  2. Swen Suchergebniss

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    Offenbar ist es für dieses Land gar nicht sooo einfach Eigentumsrechte zu waren beziehungsweise zu verwalten und Polizeigewalt durchzusetzen. Ich gehe davon aus, dass man das trotz täglich 4 Stunden Grundschule vielleicht abgeschlossen und Besitz des richtigen Parteibuchs inkl. richtigen Amigos, ums Jöbchen zu erhalten, zwar schon schätzen kann, wie das gehen könnte, aber es gar nicht wissen noch tun will. Dort liegt er begraben, wenn er nicht abgefackelt wurde und man sich ne Schaufel für die Beerdigung leisten konnte.
    Interessanter ist es doch für die Obrigkeit, die drei Staatsgewalten und der gscheiten Rest, zu feiern und das tun, was man gerne tut. Fußball spielen, Duschen und sich schön anziehen, um ins Tschoppin tschoppen, Tele schaun, Facebock-Profil updaten, Feuerchen machen, leere Bierbückschentürmchen bauen oder schlicht und einfach in der Hängematte liegen. So kommt es, dass alle mit großem Fleiß bemüht sind etwas tun, keiner interessiert es wirklich und hat es auch nicht, was der andere tut ist seine Sache und alle glücklich und zufrieden so wie es ist. Und wer von denen kennt schon Adam Smith?
    Außer diejenigen Mennoniten natürlich, die investiert haben und dafür arbeiten, dass sie dieses Geld inkl. Gewinn wieder zurück bekommen. Für diese ist die Angelegenheit natürlich nicht so waaaahnsinnig zum stetig gscheit freundlich Dauergrinsen.
    Mein Fazit: Ein Land mit großen Freiheiten für Investoren. Doch diese Freiheit hat ihren Preis: mühsam an allen Ecken und Enden. Oder auch fertig lustig. Gehst lieber nach Afrika um zu investieren.

  3. Kuno Gansz von Otzberg

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    Jeder weiss dass es nicht unueblich ist dass Mennoniten auch zu Laendereien kommen mit zwielichtigen Methoden. Da wird halt bestochen und korrompiert was das Zeug haelt. Deswegen suchen ja die Polizisten landesweit sich in den Chaco nahe beim Mennoniten versetzen zu lassen – mas coima garantizado. Natuerlich wird niemand ein Schriftstueck betreffs der Schmiergeldzahlungen beim Notar aufsetzen lassen – ausser gewisse ex Abgeordnete aus der Kolonie Menno und Fernheim.
    Landhunger und brachialmethoden sind auch den Mennoniten keineswegs fremd. Nur eben immer mehr Paraguayer gelangen „irgendwie“ zu Geld und spielen das selbe Spiel (eventuell dank der Profite die die Drogen abwerfen).
    Aehnlich wie das neue Munizipalitaetsprojekt in der Gegend zwischen Neuland und Menno (nach Google Maps) das mittlerweile schon „halb abgesegnet“ wurde – Mennoniten, deren Gebiete auch mitbeeintraechtigt waeren werden gar nicht erst konsultiert da die Lateiner ein 2 bis 3 mal so grosse Bevoelkerungszahl aufweisen und die Mennoniten immer mehr a la Schrumpfkopf eine sinkende Bevoelkerungszahl aufweisen bei gleichzeitiger verjagung, mobbing und wegekeln der eigenen Leute – man wundert sich dann nachher nur unschuldig wieso viele Mennoniten pro Munizip waehlen wie das offensichtlich in Filadelfia und Loma Plata der Fall war. Die schlechte Behandlung der eigenen Kooperativsbuerger und dramatischem Qualitaetsabfall der Fuehrungskraefte im generellen und Zunahme an Volkswillkuer, treibt immer mehr Mennoniten buchstaeblich „in die Arme der Lateiner“.
    Probleme bei den Mennoniten sind meist hausgemacht und selbst eingeruehrt – man stuerzt sich dann nur auf den Propheten als Suendenbock und leichtes Ziel da man selber nicht faehig ist und zu faul um die Dinge zu durchschauen und zudem doch ein grosser Prozentsatz „mit den Woelfen heult“. Rueckzuschliessen kann ich mir gut denken wie unmoeglich es fuer den einsamen „Schreier in der Wueste“ im Dritten Reich war, „das Ruder rumreissen“ und das bornierte Volk abzubringen vom Weg ins Verderben.
    Kudos an alle die’s versucht haben!

    1. Jeder weiss dass Kuno die Wahrheit nicht wichtig ist.Es können noch so seriöse Titel sein.Niemand kan sicher sein das nicht irgend wer anspruch erhebt auf den noch so geprüften titel seines Landes.
      Ich bin sicher das Unsere Aktiengeselschaft alles was möglich ist getahn hat um vom obersten escribano prüfen zu lassen und vor einigen monaten war ein prozes am laufen gegen dieses land wo alles Ok zu sein schien.

      1. Der Kuno hat mal wieder in fast allem Recht. Leider ist das eben doch so, Joss!! Ich bin hier aufgewachsen, und kenne die Methoden der Mennoniten. Wieso vertragen Sie die Wahrheit so schwer?

  4. Kuno Gansz von Otzberg

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    @Joss
    Nun ich hoffe dass du Joss fuer deine Lobbyarbeit von deiner Kolonie bezahlt bekommst. Offensichtlich bist du teil der Chiqueria dort und ein Systemgewinnler.
    That being said, duerftest du selber viel besser als ich die Mennoniten kennen und deren Umtriebe.
    Heute kam ueber Radio ZP30 dass ihr vor Pressemedien eure Titel exponiert habt. Diese stammen vom INDERT.
    Wir alle wissen doch dass es ein leichtes ist dass Notare, Landhaendler und Anwaltsfirmen nur zu leicht mit Schmiergeldern die „adjudicacion“ der Laendereien sehr leicht fuer den zahlenden Kunden hinbekommen. INDERT Laender werden durch oeffentlichem Zuschlag oder Vergabe privatisiert (Staatslaendereien gehen so ueber in die Privatwirtschaft). Das Trio vom eigenen Notar, Anwaltskanzlei und Buchfuehrer besticht dann den INDERT Beamten der sich dann fuer „cosa nostra“, fuer die gemeinsame Sache, einsetzt. Ploetzlich kommt dann aus heiterem Himmel der „Zuschlag“ fuer einen Spottpreis.
    So laeuft es immer mit den INDERT Laendereien. Garantie gibts nicht dass die Beamten dann diese Masche nichmals mit anderen durchziehen indem sie denselben Titel wiederum verkaufen. „Verlegte“ Registraturen im Katasteramt machen dann den Weg frei fuer die doppelte oder dreifache Titelvergabe desselben Landstueckes. Lass sich doch die Besitzer in einem endlosen Rechtsstreit verzetteln und sich nachher damit rumplagen – der INDERT Beamte hat ja sein Geld schon.
    Die INDERT Laendereien sind Staatslaendereien die eigentlich fuer Jungbauern gedacht sind – allerdings gibts ja auch genuegend Jungbauern unter den Mennoniten die ein Recht haetten auf diese Laendereien (nur darf der Titel nicht auf den Namen der Kooperative laufen).
    Also ja, es stimmt was Joss sagt aber die Methoden mithilfe denen man zu den Laendereien kam sind aeusserst zwielichtiger Natur (ein einzelner armer Latinocampesino duerfte wohl nie einen Landzuschlag erhalten da er die Beamten nicht bestechen kann).
    Und das ist in etwa das Panorama der Geschichte.

  5. Kuno Gansz von Otzberg

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    @Joss @Rebe
    INDERT Laender sind von gesetzes wegen nie fuer Aktiengesellschaften gedacht oder andere Zusammenschluesse wie Kooperativen.
    Sie haben sich also die Laendereien des armen Mannes unter den Nagel gerissen und bilden ein Grosskonsortium einer AG um darunter Grosskapitalisten zu verstecken.
    Kein Wunder dass der Latino Verrat wittert und sich betrogen und hintergangen fuehlt – besonders von den Korrupties seinesgleichen.
    Wie schon gesagt: INDERT Laendereien sind fuer Jungbauern gedacht die in keinem Verband sind der politisches und wirtschaftliches Gewicht hat.
    Bezeichnend ist Joss Phrase „vom obersten escribano prüfen zu lassen“ was glasklar die mennonitische Mentalitaet zum Vorschein bringt da sie die Hoerigkeit von „oberen“ Authoritaeten zu Tage treten laesst – „buwaschta“ (oberste), was so ne Art von magisches loes-alles Wort unter den Mennoniten ist. Man uebergeht gerne alle Kleinbeamten und baendelt direkt mit dem „Buwaschten“ (Obersten) an.
    Zivile Unreife und Selbstgerechtigkeit (es ist Recht weil ICH es tue – oder mein Clan, meine Partei, meine Volksgruppe) – die Gerechtigkeit haengt vom Subjekt ab und ist nichts objektives.
    Das ist das reinste Gift fuer das Christentum denn Gerecht ist eigentlich das was Gott sagt und das Recht ist nicht am Menschen angeknuepft. Wird der Mensch erst zur Referenz der Gerechtigkeit dann im wahrsten Sinne des Wortes: Gnade uns Gott. Gott selber ist der Bezugspunkt der Gerechtigkeit denn worauf will man sonst die Gerechtigkeit festmachen?
    Ich kenn keinen Mennoniten dem die Gerechtigkeit nicht subjektiv ist.
    Und das ist der beste Naehrboden fuer die Korruption.
    Leute deren Gerechtigkeit subjektiv ist, die sollten auch nicht mehr behaupten Christ zu sein denn dann hat man Gott ausgebootet.
    „1. Johannes 2,29 Wenn ihr wißt, daß er gerecht ist, so erkennt auch, daß jeder, der die Gerechtigkeit tut, aus ihm geboren ist.“
    ER ist Jesus oder Gott. Wer also Gerechtigkeit tut der ist von neuem geboren. Wer nicht Gerechtigkeit tut der ist NICHT von neuem geboren, also ein Gottloser.
    „1. Johannes 3,7 Kinder, laßt euch von niemand verführen! Wer die Gerechtigkeit übt, der ist gerecht, gleichwie Er gerecht ist.“
    Er ist wiederum Gott, Jesus und der Heilige Geist. Gerechtigkeit ist eine immanente Eigenschaft Gottes.
    „1. Johannes 3,10 Daran sind die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels offenbar: Jeder, der nicht Gerechtigkeit übt, ist nicht aus Gott, ebenso wer seinen Bruder nicht liebt.“
    Seinen BRUDER (in Christo) steht da, nicht seinen NAECHSTEN. Die Gottlosen sind die Christen nicht verpflichtet zu lieben – die wahren Brueder im Herrn aber ja (was ja auch automatisch und selbstverstaendlich geht).
    Die Gerechtigkeit ist einer der Massstaebe woran du einen Christen erkennen kannst. Die Gerechtigkeit ist unzertrennlich verbunden mit dem Christentum. Verschwindet das Christentum so verschwindet die Gerechtigkeit und die Korruption nimmt zu.
    Eigentlich keine sehr gute Diagnose fuer Paraguay – demnach muesste Paraguay sehr wenige Christen haben und das als gottlos verschrieene Deutschland noch viele Christen haben und generell christlicher sein als Paraguay.

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