Mennoniten sehen sich vergessen

Manitoba: Mennonitische Siedler, die von Zeit zu Zeit häufig Opfer der EPP wurden, wenden sich nun den indigenen Gemeinschaften zu und bringen ihnen Hilfsgüter. Auf diese Weise versuchen sie den Schmerz und die Abwesenheit des Staates gegenüber den Indianern zu lindern. Sie sehen sich vergessen.

Entführungen, Erpressungen und andere Formen des organisierten Verbrechens haben die Mennoniten gezwungen trotzdem weiterhin in den nördlichen Gebieten der östlichen Region von Paraguay zu leben.

Laut David Dick sei die Lieferung von Nahrungsmitteln und weiteren Hilfsgütern an die Indianer freiwillig erfolgt. Der Indigene Cacique Isabelino González dankte den Mennoniten für die Zuwendung und drückte die Solidarität für alle Siedler aus. Er nutzte die Gelegenheit, für Frieden im Norden des Landes zu bitten und bat um die Freilassung der fünf Entführten durch die selbsternannte paraguayische Volksarmee EPP. González hielt es wichtig, dass es Frieden gäbe. Nur so könnten Indigene und Mennoniten arbeiten und sich entwickeln.

Trotz des Terrors versuchen die Mennoniten weiterhin ein normales Leben zu führen. Sie bearbeiten ihre Felder und übernehmen sogar die Aufgabe des Staates, indem sie Straßen reparieren und die Ausstattung von Klassenzimmern verbessern.

Wochenblatt / ABC Color

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2 Kommentare zu “Mennoniten sehen sich vergessen

  1. Die Mennoniten sind einfach „zu friedlich“ Sie leben überwiegend nach der Bibel und dem Gebot der Nächstenliebe. Das schließt doch aber nicht aus, daß Christen, wenn ihnen so offensichtlich Unrecht geschieht, sich wehren können mit allen Möglichkeiten gewaltfreier Mittel. Und diese Möglichkeiten sind bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Wer sich aber ständig nur duckt, ja nicht einmal klare Worte ausspricht, der macht sich zum „Lamm das von den Wölfen gerissen wird“ – noch mehr, er fordert damit die Wölfe dieser Welt geradezu auf, über sie herzufallen. Ich als bekennender Christ, halte es mit Martin Luther, der gesagt hatte, daß „weltliche Dinge mit weltlichen Mitteln bekämpft werden müssen und geistliche Dinge mit geistlichen Mitteln“ Wie weit sind denn die Mennoniten in ihrer Geschichte mit ihrem Prinzip der „totalen Friedfertigkeit“ gekommen? Überall wo sie aus dem Nichts heraus blühende Landschaften aufgebaut hatten, trat ihnen anstatt Anerkennung nur Neid und Mißgunst mit anschließender Verfolgung, Vertreibung bis hin zu Mord und Totschlag entgegen. Sie mußten ihre Heimat verlassen und ihren Peinigern das wohl bereitete Feld überlassen, flüchten und wieder komplett von vorne anfangen. Irgendwann sollte man aus der Geschichte lernen und wenigsten sein „Licht nicht unter den Scheffel stellen“ Aus der Geschichte zu lernen heißt die Zukunft zu meistern. Die Mennoniten haben für Paraguay schon so vieles Gutes und Vorbildliches aus eigenen Mitteln getan, weshalb sie auch das Recht haben, sich mit friedlichen Mitteln erfolgreich zu wehren. TUT ES ENDLICH!

  2. Dass diese Lieferung von Lebensmittel freiwillig geschehen sein soll glaube ich ja sofort. Wir wurden ja auch immer Kugelschreiber von Schwizzer Banken freiwillig geliefert. Ein paar Drohungen genügten und schon kamen die Pakete per Drohne.

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