Mennoniten: Zwischen Hakenkreuz und Kreuz

Ein deutsch-brasilianischer Historiker hat sich einer bisher wenig bekannten Geschichte aus der Nazizeit in Paraguay angenommen. Diese zeigt den Zwiespalt einiger Mennoniten zwischen Hakenkreuz und Kreuz auf.

Wilson Maske, Autor des Buches „Entre a Suástica e a Cruz – A fé menonita e a tentação totalitária no Paraguai“ – „Zwischen Hakenkreuz und dem Kreuz – Zum mennonitischen Glaube und der totalitären Versuchung in Paraguay“.

Diese wahre Geschichte informiert darüber, was in der Kolonie Fernheim wirklich zwischen 1933 und 1945 passierte, als eine Gruppe Junger, angeführt von einem charismatischem Mann, versuchte das Leben derer zu ändern, die keinen Hang zum Nationalsozialismus hatten.

Leicht war die Überzeugungsarbeit nicht, da die Nazi Doktrin nicht immer mit den christlichen und pazifistischen Werten der Mennoniten zusammen passten. Eine Art Resistenz war ständig zu spüren, bis eines Tages die Gruppe im Nichts versank.

„Der dem ersten Anschein nach religiöse Disput ist in Wahrheit ein viel tiefsitzender als man sich anfangs vorstellen mag. Man kommt zu dem Gedankenspiel dass das was in dem noch jungen Fernheim passierte, das war, was in großen Stil in Deutschland ablief – eine Regierungsübernehme samt Einrichtung einer totalitären Diktatur. Im Gegensatz zu Deutschland konnte sich die Gemeinschaft von Fernheim dagegen wehren, weil sie die Widersprüche zwischen Hakenkreuz und Kreuz erkannten und die völkische Gruppe aufhörte zu existieren“, so Maske.

„Mit der Rechtfertigung die rebellischen Jugendlichen der Kolonie Fernheim zu retten, begann Fritz Kliewe mit der Verbreitung der Nationalsozialistischen Bewegung, die er völkisch nannte. Stück für Stück teilte die Bewegung die Kolonie und begann den Älteren ein Dorn im Auge zu sein. Traditionelle Mennoniten begannen die Gefahren hinter den Nazis zu erkennen, als etwas Antichristliches. Sie suchten damals Hilfe bei der paraguayischen Regierung sowie dem Mennonitischen Komitee Nordamerikas“, so Maske weiter.

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In einem Moment in dem Zivilisation eine humanitäre Krise durchläuft, die durch Intoleranz und Rassentrennung hervorgerufen wird, ist das Lesen des Buches besonders spannend.

Der von Maske präsentierte Bericht, kann als einzigartig in der Geschichte bezeichnet werden. Das detailreiche Schildern kann Emotionen hervorrufen. Allerdings müssen sich Neugierige noch in Geduld üben, da das Buch in Portugiesisch erst am 22. November in den Handel kommt.

Wochenblatt / Paranashop.com.br

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5 Kommentare zu “Mennoniten: Zwischen Hakenkreuz und Kreuz

  1. Das 3.Reich ist mit Pauken und Trompeten untergegangen, warum will man 70 Jahre nach dem Krieg noch alte Geschichten „aufwärmen“ Eigentlich handelt es sich in diesem Fall um Petitessen der Geschichte. Niemand interessiert sich dafür.
    Der Autor sollte sich zunächst an die eigen Nase fassen, da kann er doch auch was in Brasilien „aufdecken“:

  2. Was soll den das, der Autor soll mal in Brasilien seine Hausaufgaben machen da hat er bis zu seinen Tot zu schaffen. So einiges wird er noch in Schließfächern der Banken finden sein! Einzelne Mennoniten waren das, das trägt die Katze mit dem Schwanz weg! Die Mennoniten hatten mit den Nationalsozialisten nichts am Hut.

    1. Das stimmt so nicht ganz. Einige Mennoniten hatten sehr wohl was mit dem Nationalsozialismus am Hut. Meine Familie kennt einen der 3 uns hier bekannten persönlich. Sie sind aber schon alle gestorben..

      1. Soviel Rückhalt wie in den beiden großen Kirchen haben die Nationalsozialisten bei den Mennoniten nie gehabt.Die Freikirchen waren anders gestrickt! Es betraf einzelne Mennoniten.
        Viele Freikirchliche Christen wurden verfolgt.waren in Lagern,(Deutschland und UdSSR)
        Der Autor schreibt aus ganz anderen Gründen,Er ist als antideutsche Hetzer bekannt aus seiner Arbeit.
        Den Dreck habe ich bewusst nicht anfasst. Tom ist in seinen Beitrag da direkter!

  3. Richtig @Rebelde, es geht um den Nationalsozialismus und nicht um „Nazis“ wie hier der Herr Maske mehr als siebzig Jahre später publizieren möchte, und es geht um uns Deutsche. Es stand die Aufforderung „Heim ins Reich“ zu gehen, nicht mehr und nicht weniger… und es ist nur natürlich daß die Alten, welche ihre Lebensversicherung schon abgeleistet haben. da nicht mitmachen wollten.
    Egal, mich hat „Maske“ herausgefordert und warum heißt jemand so und fängt solche Themen an? Weil er Zion dient… so einfach ist das. Die Loge „B’nai B’rith do Paraná“, ist eine Zionistische, Maske ist mit denen verknüpft… Antideutsch zu sein ist leicht, man rechnet nicht mehr mit den Deutschen….

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