Miss Gordita 2017 verurteilt “selektive Diskriminierung“

Asunción: Der Schönheitswettbewerb Miss Gordita wurde vor einigen Jahren ins Leben gerufen. Im Vordergrund stand dabei, dass auch übergewichtige Frauen schön sein können und man wollte ein Zeichen gegen die Diskriminierung von Fettleibigkeit setzen.

Gabriela Venialgo gewann den Wettbewerb letztes Jahr in Paraguay. Als Gast in einer Talkshow sah sie sich jedoch heftiger Kritik durch einen Diskussionsteilnehmer und Produzenten, Sebastian Rodriguez, ausgesetzt. Er bemängelte, dass sich die Miss Gordita Teilnehmerinnen in Bikinis präsentieren und so kaum Ästhetik ausstrahlen würden.

„Das können sie doch nicht machen. Das ist nicht gut, denn Fettleibigkeit ist eine Krankheit“, sagte Rodriguez.

Die Antwort von Venialgo erfolgte prompt: „Es war sehr vulgär, wie sich Rodriguez äußerte. Es ist nicht das erste Mal, dass so etwas passiert. Das letzte Mal, als er uns lächerlich machte, kämpfte er für die Rechte von Homosexuellen, was für ihn perfekt erscheint, aber er uns ablehnt, weil wir pummelig sind. Dies wird selektive Diskriminierung genannt, eine der vielen Formen der Diskriminierung. Warum können wir nicht Fotos machen, wie wir wollen, mit den Klamotten, die wir wollen?“

Venialgo fügte an, dass sie den Wettbewerb Gordita zwar gewonnen habe, dies aber nicht bedeute, mollig oder fett zu bleiben. „Die Idee von dem Wettbewerb ist es, gegen die Fettleibigkeit anzukämpfen und nicht diese zu ermutigen. Ich bin derzeit in wöchentlicher ärztlicher Behandlung“, sagte sie.

Wochenblatt / Hoy / Epa

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