Schamane im Chaco für ein erfolgreiches Schuljahr

Bahia Negra: Ein Schamane führte Rituale durch, damit die Kinder den Unterricht gut beginnen können, das Schuljahr erfolgreich ist und schlechte Einflüsse abgeschreckt werden.

Alle Schulen und weitere Bildungseinrichtungen in Alto Paraguay wie in allen anderen Departements öffneten am Mittwoch ihre Türen, um offiziell den Unterricht zu beginnen. Im Chaco gibt es aber viele isolierte und einsame Gemeinden.

Ein besonderes Ereignis fand in der Grundschule Nr. 5825 “Admiral Ramon Enrique Martino“, gelegen in der Gemeinde Puerto Diana, im Bezirk Bahia Negra, statt. Der Schamane Celestino Ortiz von dem Stamm der Yshir führte indigene Rituale für die Erstklässler durch.

Benigno Jiménez, der Schuldirektor, erklärte, dass ein indigener Lehrer den Vorschlag unterbreitet habe, damit ein Schamane das neue Schuljahr segne und keine Nachteile für die Schüler bringen solle.

„Das erste Ritual wurde früher viel als Zeremonie in Kasernen benutzt, denn die Soldaten waren fünf oder sechs Monate von Zuhause weg und sollten gesund bleiben. Das zweite Ritual soll die Schüler segnen, damit nichts Böses passiert und es Frieden und Liebe gibt“, sagte Jiménez.

Insgesamt nahm sich der Schamane 30 Minuten Zeit für die Schüler, in der er ihnen auch erklärte, wie die Ureinwohner früher gelebt hatten. Es sei viel Obst gegessen worden, das Fleisch wilder Tiere sei aber heute knapp. In der Vergangenheit waren die Eltern von Indigenen nicht daran interessiert, ihre Kinder in die Schule zu schicken, weil sie selber nicht lesen und schreiben konnten.

In der Schule “Admiral Ramon Enrique Martino“ reichen die gelieferten Unterrichtsmaterialien durch das Bildungsministerium MEC nicht aus, weil die Schülerzahlen anstiegen. Jiménez appellierte an die Solidarität aller, damit der Engpass überwunden werden könne.

Wochenblatt / Ultima Hora

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